Ein Erfolgsprojekt wird zehn

- Bei der Präsentation historischer Handwerkstechniken. Foto: Sebastian Post
Idee der Jugenbauhütten wurde in Quedlinburg gefeiert
Sylva Ullmann
Vor zehn Jahren wurde in Quedlinburg die bundesweit erste Jugendbauhütte - ein Projekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der ijgd - gegründet. Und am gleichen Ort wurde am 5. und 6. Juni 2009 auch das 10-jährige Jubiläum gefeiert, das gleichzeitig eine erfolgreiche Zwischenbilanz darstellte, denn in diesem Jahr erhöht sich die Anzahl der Jugendbauhütten von neun auf zwölf. Zwei Tage lang wurde gefeiert, informiert und der geleisteten Arbeit Respekt gezollt. Gefeiert haben aktive und ehemalige Freiwillige der Jugendbauhütten; Vertreterinnen und Vertreter von Einsatzstellen, Politik und Vereinen - sprich eine bunt gemischte Gästeschar.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) zeigte sich bei dem Festakt im Palais Salfeld am Freitag mit Hinweis auf den Gründungsort des Jugendbauhütten-Projekts erfreut, dass Sachsen-Anhalt die Bundesrepublik von einer guten Idee überzeugen konnte. Selbst in wirtschaftlich schwierigen Zeiten dürften solche Projekte nicht infrage gestellt werden. Und so ließ sich Böhmer sogar zu der Zusicherung hinreißen, dass das Land auch künftig für die anteiligen Kosten für 20 Jugendliche der Jugendbauhütte Quedlinburg aufkommen werde.
Nach dem offiziellen Auftakt wurde die Wanderausstellung "Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz" eröffnet. Es gab Stadtführungen und Besichtigungen aktueller und abgeschlossener Projekte der JBH Quedlinburg, Fachvorträge und am Abend ein Benefizkonzert des Ensembles "I Musici di Roma" mit dem Programm: "Vivaldi e i grandi Maestri Tedeschi" aus der Reihe "Grundton D" des Deutschlandradios in der Blasiikirche Quedlinburg.
Am Sonnabend präsentierten sich die Jugendbauhütten auf dem Marktplatz von Quedlinburg und führten historische Handwerkstechniken vor - Görlitzer präsentierten Schmiedkust, Düsseldorfer hauten Gesichter in Stein und Potsdamer verarbeiteten Lehm und Stroh zu Füllmaterial für Gefache historischer Häuser. Zu sehen war auch die Entstehung eines Treppengeländers auf einer Wipp-Drechselbank oder von Holznägeln und Leitersprossen auf der Zugbank, Techniken und Fertigkeiten, die den Jugendlichen in den Seminaren vermittelt werden. Für die Gäste der "Festtage" gab es weitere Stadtführungen, Gespächsrunden und am Abend das große Fest der Jugendbauhüttler im Wipertiihof Quedlinburg.
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Fotos: Sebastian Post
