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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Workcamp in Deutschland - Bad Öhnhausen 2008

Bad Ö'08

von Christina Oehls aus Deutschland

 

Working with kids - das war das Campthema
und jeder der 12 Teilnehmer (aus England, Serbien, Russland, Deutschland und der Ukraine) hatte wohl seine eigenen Vorstellungen, was in diesem Camp so passieren könne und würde.

 

Doch direkt die erste Woche überraschte – im positiven Sinne.
Unterkunft mit Wasch- und Spülmaschine, sowie PC, Fernseher, Billiard- und Kickertisch, bis 12 Uhr ausschlafen, Freikarten für das Freibad, Fahrradtour, die Entdeckung des für unser Budget sehr geeigneten Tiwa-Marktes, Besuch der einzigen Disko, welche zwar nur 3 Häuser weiter war, dafür aber ansonsten zu wünschen übrig ließ, Fototermin für die Presse, Kinobesuch und freie Zeit en masse, das war die Woche der „Vorbereitung“ auf unser Projekt, was uns die darauf folgenden 2 Wochen erwarten sollte. Kurz vor Beginn des eigentlichen Projektes wurde noch eine Kölnfahrt unternommen, die durchaus nervenaufreibend endete. Auf Grund von Unwetter und Verspätungen stand auf einmal mitten in der Nacht kein Zug für die Rückfahrt zur Verfügung. Doch nach Verweilen mit Zeitungsdecken, wurden nach und nach Teilnehmer per Taxi nach Bad Oeynhausen zurück gebracht.

 

Und dann begann die Arbeit:
130 Kinder, aufgeteilt in 4 Gruppen, eine Wiese, pro Gruppe ein Zelt, ein Sanitäterzelt, ein Materialzelt, 30° im Schatten. So fanden wir den Platz vor. Dieser durchaus geordnete Zustand änderte sich allerdings rasch. Nachdem jegliches Holz mit Verspätung angeliefert geworden war, begann eifrig das „Budenbauen“, ein immer wiederkehrendes Relikt der Ferienspiele in Bad Oeynhausen. Die Buden passten zwar eher wenig zum Thema der Ferienaktion („Wickie und die starken Kinder“), dach hatten die Kinder eine langwierige Beschäftigung. Zu unserer Überraschung entpuppten sich manch Kinder in der wohlbehüteten Welt Bad Oeynhausens als verwöhnter als erwartet. Manchmal wurde es als deutlich schwierig empfunden, die Kinder dauerhaft zu begeistern und wirklich jedes Kind zu beschäftigen.

 

Doch Abwechslung stand auf dem Programm:
Auf Grund von Regen wurde in einem bereitgestellten Vereinshaus Filme geschaut und ein Tag wurde in Turnhallen verbracht. Außerdem standen eine Tagesausflug zu einem Kindererlebnispark auf dem Programm, eine Übernachtung, sowie eine Fahrradtour. Diese war für die ijgd-Teilnehmer keine Pflicht war und wir nutzen die Zeit, um einen weiterer Wochenendausflug, in diesem Fall nach Hamburg, zu unternehmen.


Die drei Wochen verliefen schneller als gedacht
und wohl jeder hat Erfahrungen gesammelt, die sie/ihn weiter bringen, in welch Hinsicht auch immer. Manch einer fühlt sich bestätigt in seinem Berufswunsch, etwas mit Kindern zu arbeiten. Andere haben genau diese berufliche Spate für sich abgehakt. Andere haben in der Zeit ihr Deutsch verbessert und wieder andere hatten einfach die Erfahrung sich in den Ferien freiwillig zu engagieren, anstatt gemütlich in den Urlaub zu fahren.

 

"BAd Ö' 08" was also eine lohnenswerte Erfahrung,
auch wenn alle schlussendlich froh waren, das „Rentnerörtchen“ nach drei Wochen wieder zu verlassen.