Workcamp in Deutschland
Berlin Lichtenberg "Zeige deine Ideen in der Abendsonne" 2009
von Anna Heidenreich aus Deutschland
Ehrlich gesagt war ich ganz schön aufgeregt , denn schließlich sollte dieses mein
allererstes Workcamp werden. Ich war schon wirklich sehr gespannt, was mich alles erwarten würde. Als Landei in die Großatdt, auf geht’s. Untergebracht waren wir (wir das sind acht Teilnehmer aus Frankreich, Spanien, Italien, Ukraine und Deutschland) während der drei Wochen in einem Jugendgästehaus in Berlin – Mahrzahn, in Mehrbettzimmern. Auf unserer Etage hatten wir ebenfalls eine eigene Küche , in der wir oft zusammen gekocht haben.
Gearbeitet haben wir in einem Altenheim in Berlin – Lichtenberg und zwar Montags bis Freitags von 9:00 bis 15.00 Uhr inklusive einer Stunde Mittagspause. Unsere Aufgabe im Altenheim war es, die Bewohner zu betreuen , dass heißt, mit ihnen spazieren zu gehen bzw. zu fahren, ihnen vorzulesen, mit ihnen zu singen, zu spielen oder ihnen einfach nur etwas zu erzählen oder zuzuhören. Außerdem haben wir bei der Essensausgabe geholfen.
Des Weiteren haben wir verschiedene Feste miterlebt, wie ein Sportfest oder
eine Jubiläumsfeier . Außerdem haben wir in den drei Wochen zwei Programme für die Bewohner vorbereitet , z.B. unserer Heimatländer vorgestellt, getanzt und gesungen, oder Quizfragen gestellt.
Mittags haben wir alle gemeinsam im Altenheim gegessen, so dass wir in der Woche gut versorgt waren. Die Arbeit im Altenheim hat mir sehr gut gefallen, denn ich konnte viele neue Erfahrungen sammeln . Ich hatte intensiven Kontakt zu den Bewohnern, was auch nicht immer leicht war, da viele dement oder stark pflegebedürftig waren, und ich habe gemerkt, wie bereichernd die Beziehung zwischen jung und alt sein kann .
In unserer Freizeit, die wir wirklich reichlich hatten, konnten wir ausgiebig Berlin erkunden, ob nun in der ganzen Gruppe, nur zu zweit oder auch mal alleine. Es ist unglaublich, wie viel ich von Berlin gesehen habe, wir waren z.B in den verschiedensten Museen, haben die unterschiedlichen Stadtteile erkundet oder sind nach Potsdam gefahren. Auch so einige Abenteuer haben wir erlebt und manchmal ziemlich wenig Schlaf bekommen.
Es hat einfach sehr viel Spaß gemacht, sich auszutauschen, die unterschiedlichen Gewohnheiten, Kulturen und Sprachen kennen zu lernen und oft fühlte ich mich wie eine Deutschlehrerin. Ich habe neue Seiten an mir kennen gelernt, mein Heimatland ein Stück weit neu entdeckt und neue Freunde gewonnen, mit denen ich hoffentlich den Kontakt halten werde. Ich kann jedem nur die Teilnahme empfehlen, es ist die beste Chance, einen Blick über den Tellerrand zu werfen, andere Nationen kennen und schätzen zu lernen und sich zu engagieren.