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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Das erste deutsche Fahrradkino



Bevor sich der Vorhang hebt, müssen die Räder, Verkabelungen etc. geprüft werden.
Auch der Vorstand musste ran - hier Torsten Löser (v.l.) beim Strampeln.

Von Katja Holtz

Staunende, interessierte und gespannte Blicke durchzogen am 26. September das OLI-Kino in Magdeburg. Begleitet wurden sie von einem köstlichen Duft veganer Gemüsepfanne vom Stand der guten Seelen des Halberstädter ijgd-Büros.

Daneben eine wahre Flut von Presse- und Medienvertretern. Waren es im Vorfeld der Aktion vor allem die Zeitungen gewesen, benötigten nun Radio und Fernsehen (MDR, ZDF) stundenlanges Schnittmaterial, Proberadelaufnahmen, Hintergrundwissen und Interviews.

Dabei hätte noch im März kein Mitglied des "Arbeitskreises für nachhaltige Entwicklung" daran gedacht solch eine Aktion zu planen, geschweige denn körperliche, kommunikative, finanzielle und psychische Grenzerfahrungen zu erleben.

Denn eigentlich wollten wir am 11. April nur eine Seminareinheit im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung konzipieren. Dann einen Beitrag zu den UNESCO "Aktionstagen 2008 'Bildung für nachhaltige Entwicklung'" leisten und schließlich fanden wir uns in der Auftaktplanungsveranstaltung des ersten deutschen Fahrradkinos wieder.

Wie es anschließend weiterging war und ist für jedermensch auf unserer Homepage www.eintrittodereintritt nachvollziehbar.

Doch zurück zur Aktion.

Um ca. 20.00 Uhr verdunkelte sich der Saal, die ersten 12 Radler traten gemeinsam in die Pedale und "Die Simpsons – der Film" begann. Jeweils nach fünf Minuten übergaben sie Ihr Rad an die/ den Nachfolgende(n) und entspannten sich bis zum nächsten Einsatz mit Bionade als Dank oder bei kostenlosem Leitungswasser. Natürlich ließen wir auch den Vorstand strampeln und erzeugten selbst das ein oder andere Kilowatt um Beamer, Laptop und Boxen zu betreiben. Ein Kurzschluss nach der Hälfte des Films überzeugte schließlich auch die ungläubigsten Zuschauer davon, dass ausschließlich sie selbst den Strom produzierten.

An dieser Stelle wollen wir es nun nicht versäumen uns bei unseren tatkräftigen, ehrenamtlichen Helfern zu bedanken, sei es für die Hilfestellung im technischen Bereich und Wissen oder beim Häkeln unserer Sattelschoner. Ein großer Dank geht auch an Anneli Borgmann, unser hauptamtlicher AK-Kontakt aus dem Halberstädter Büro, für mentale und reale Unterstützung sowie an André Schirmer für seinen Beitrag zu unserer Öffentlichkeitsarbeit. Schließlich hätte das Projekt auch ohne die Finanzierung durch die ijgd nicht realisiert werden können.

Wollt auch ihr einmal erleben, wie schwer es ist Strom zu erzeugen, Menschen für eine bewusste Stromnutzung zu sensibilisieren und dabei kräftig in die Pedale treten? Dann meldet euch bei uns und leiht unsere Anlage aus! Als Kosten solltet ihr den Transport(er) und eine geringe Aufwandsentschädigung einplanen.

 

Wie freuen uns auf eure An-/ Nach- oder Rückfragen.

 

Kontakt:        

ak.ne(at)ijgd.de
www.eintrittodereintritt.de