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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Freiwilligendienste und Kompetenzerwerb - FSJ-Aktionstag in Bonn



Renate Schmidt ehrt eine Freiwillige.
Blick ins Foyer des Beethoven-Gymnasiums.
Renate Schmidt inmitten der Geehrten.
Podiumsdialog zum Thema "(Schlüssel)-Kompetenzerwerb in Freiwilligendiensten".

Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D., ehrt über 500 Freiwillige

Dominik Franzen

Großes hatten wir im Referat FSJ in Bonn uns vorgenommen: wir wollten allen unseren im Zyklus befindlichen Freiwilligen im Sozialen Jahr und im Jahr der Denkmalpflege eine Anerkennung aussprechen. Dazu haben wir nach Bonn eingeladen und über 500 Freiwillige sind aus ganz NRW gekommen. Es war schon außergewöhnlich, diese Anzahl an Engagierten in der voll besetzten Aula des Beethovengymnasiums Bonn von der Bühne aus zu betrachten.

Beeindruckt war auch Maja Tölke, die als Vorstandsvorsitzende das Eröffnungswort hielt und den Grundgedanken der Veranstaltung betonte: die Leistung der Anwesenden noch mal extra hervor zu heben und über einen Dialog mit Unternehmen die Freiwilligendienste über den sozialen Bereich hinaus bekannt zu machen.

Bürgermeister Ulrich Hauschild begrüßte im Namen der Stadt und bekannte "… das was die Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste tun ist nach meiner tiefen Überzeugung Völkerverständigung in ihrer reinsten Form." Er lobte das Engagement der Freiwilligen "… ihr seid in meinen Augen eigentlich die wahren Botschafter zwischen den Nationen und den Kulturen." und zeigte sich überzeugt von der gesellschaftlichen Wirkung der Freiwilligendienste "Ihr nehmt dem Klima in unserer Gesellschaft ein wenig die Kälte".
Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D., folgte ebenfalls unserer Einladung und bewies, dass Sie auch heute noch dem FSJ sehr wohl gesonnen ist. Angereist aus Nürnberg sprach sie zu den Freiwilligen: "Ich bin um 5 Uhr heute morgen für Euch aufgestanden und das tue ich nicht für alle". Frau Schmidt betonte die Relevanz der Freiwilligendienste und bezog sich kritisch auf das neue Freiwilligengesetz. Stellvertretend für alle Anwesenden wurden Vertreter aus den Seminargruppen auf die Bühne gebeten und erhielten von Frau Schmidt eine Anerkennung in Form einer Urkunde und ijgd-Schlüsselanhänger.

Dies war die symbolische Überleitung zum zweiten Teil der Veranstaltung, dem Podiumsdialog zum Thema "(Schlüssel)-Kompetenzerwerb in Freiwilligendiensten". Else Rieser, stellvertretende Landesvorsitzende des DPWV, gab die Impulse für den anschließenden Dialog zwischen Personalvertretern Bonner Unternehmen, aktuellen und ehemaligen Freiwilligen, Vertretern von Einsatzstellen sowie Bildungsreferenten von ijgd. In der lebhaften Diskussion, die durch Statements aus dem Publikum weitere Anregungen bekam, wurde die enge Verknüpfung von Freiwilligendiensten und Kompetenzerwerb sowie der Nutzen beim Start ins Berufsleben hervorgehoben. Ein Freiwilligendienst ist durch die Begleitseminare mehr als ein Praktikum, hier werden gezielt Schlüsselkompetenzen vermittelt und reflektiert. Dies sind Kompetenzen welche Ausbildungsbetriebe fordern. Im Anschluss traf man sich noch im Foyer bei einem Imbiss.

Das FSJ-Referat konnte ein positives Fazit dieser doch sehr aufwändigen Veranstaltung ziehen:
- regionale Printmedien sowie das Fernsehen haben über die Veranstaltung berichtet und somit das Engagement der FSJler/FJDler und die Relevanz von Freiwilligendiensten öffentlich gemacht.
- Ein erster Dialog mit Personalvertretern und der IHK Bonn, die i.d.R. keine Kenntnisse über die Inhalte von Freiwilligendiensten und dem Kompetenzerwerb haben, konnte eingeleitet werden. Die Fortführung soll ermöglichen, dass auch in nicht-sozialen-Bereichen Freiwilligendienste positiv - z.B. bei Bewerbungen - gewertet werden.