Workcamp in Frankreich 2009

- Wir bei einer Klettertour

- Wir bei der Arbeit im Wald

- Die Unterkunft

- Das Team
Workcamp in Bonzee 2009
Von Yvonne Beck
In diesen Sommer hatte ich mal die ganzen Semesterferien frei und wollte irgendwas mit der freien Zeit anfangen. Im Internet bin ich schließlich auf „Workcamps“ gestoßen. Nach weiterer Recherche hatte ich mich für ein Workcamp in Frankreich entschieden. Nach Frankreich wollte ich schon immer mal reisen und ein Umweltschutzprojekt hat mich auch sofort angesprochen.
Bei der Anreise kam ich aufgrund einer Verspätung eines Zuges gleich 2 Stunden später als vereinbart am Treffpunkt an. Da ich eine Telefonnummer hatte, konnte ich Bescheid geben und wurde dann pünktlich von dem Hauptcampleiter Samuel abgeholt.
Gruppe: Wir waren eine Gruppe von 14 Volunteers aus Rumänien (5), Frankreich (2), Belgien (2), Japan (2), Vietnam (1), Deutschland (1) und Serbien (1). Wir waren alle Studenten zwischen 19 und 24 Jahren. Die Gruppenleiter waren 2 Franzosen. Wir haben uns von Beginn an alle gut verstanden. Die meiste Zeit wurde Englisch geredet, von dem jeder zumindest Grundkenntnisse hatte. Es wurde viel über Traditionen, was für jedes Land typisch ist, schulisches und persönliches geredet. Wenn es in Englisch nicht ging, konnten wir uns auch mit Händen und Füßen verständigen. Wir waren ein echt super Team und der Abschied ist uns allen am Ende sehr schwer gefallen.
Unterkunft: Gewohnt haben wir im Haus des CPIE (Centre Permanent d’Initiatives pour l’environment) in Bonzee. Bonzee ist eine 120 Einwohner Gemeinde 20 km süd-östlich von Verdun im Osten des Departments Meuse in Lothringen.
Frühstück mussten wir uns selber richten. Mittagessen wurde meistens von einer Frau vom CPIE gekocht. Sie kochte auch das Abendessen, das wir uns nur abends wärmen mussten. An dem Wochenende kochten wir uns Kleinigkeiten selber und außerdem gab es in der Nähe einen guten Pizzaservise. Am letzen Abend gab es das große Abschlussdiner, bei dem jeder was für sein Land Typisches kochen sollte. Da es so viel gab, konnte man von jedem Gericht nur ein bisschen probieren!
Arbeit:
Von den 12 Tagen mussten wir an 6 Tagen arbeiten. Die Arbeitszeiten waren ca. 9:30- 12:00 und 14:30- 17 Uhr. Um 9 Uhr ging es mit Bepacken eines Kleintransporters und einer Fahrt von ca. 15 Minuten von Bonzee nach Dommartin los. Mittags ging es wieder zurück zum Center und zum fertig gekochten Mittagessen. Um kurz nach 14 Uhr fuhren wieder zurück und die zweite Tagesschicht begann.
Das Thema des Projektes war: Wiederherstellung des Feuchtgebiets und Instandhaltung einer trockenen Wiese mit Orchideen in einer Talmulde von Dommartin-la- Montagne.
Bei der Arbeit war für jeden was mit dabei. Die Hauptaufgabe war es, Bäume zu fällen, diese zerlegen und die Äste an verschiedene Sammelstellen zu transportieren. Außerdem wurden in dem Feuchtgebiet 2 kleine Teiche angelegt. An manchen Tagen wurde die Gruppe aufgeteilt und ein Teil blieb am Center und arbeitete dort im Garten.
Freizeit: Das Wetter war über die ganze Campzeit super! Deshalb schrie es fast danach, nach getaner Arbeit in einem nahe gelegenen See baden zu gehen. Da wir immer genügend Mountain- bikes zur Verfügung hatten, war es kein Problem dort hinzukommen.
Das Freizeitprogramm sonst war sehr vielfältig. Es gab Abende, die wir zur freien Verfügung hatten und an anderen Abenden hatten die Campleiter ein Programm organisiert. Das Programm reichte von einer Sightseeing-Tour durch Metz, über Schlittschuhlaufen und Kanu fahren, einen Besuch im Klettergarten, Nachtwanderungen bis zu einem Bowlingabend. Die freien Abende haben wir am Lagerfeuer oder mit den verschiedensten Spielen auch nett zusammen verbracht.
Es bestand auch Kontakt zur Bevölkerung. Auf einer Farm waren wir an einem Abend zum Grillen eingeladen. Während der Arbeit kamen oft Einheimische vorbei und brachten uns etwas zu Essen. Am vorletzten Tag präsentierten wir den Einheimischen und lokalen Politikern unser Ergebnis.
Fazit:
Das Workcamp war für mich eine tolle Erfahrung und eine sehr schöne Zeit. Wir waren eine gut funktionierende Gruppe, die Arbeit war in Ordnung und das Freizeitprogramm war sehr vielfältig. Man hat die Gelegenheit, Menschen von der ganzen Welt und ein Land „von Innen heraus“ kennen zu lernen. Ich habe viele Freunde gefunden und wir wollen uns alle mal gegenseitig besuchen kommen.
Wenn ich nächstes Jahr wieder Zeit habe, werde ich auf jeden Fall wieder an einem Workcamp teilnehmen. Ich kann jedem ein Workcamp nur empfehlen!
Yvonne