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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Workcamp in Frankreich

das Schloss
bei der Arbeit

Château des Prureaux 2011

von Jolande Kirschbaum

Es war einmal ein Schloß in Frankeich, drumherum nichts als Kühe und satter blauer Himmel. Es wurde bewohnt von einigen Freiwilligen, die sich liebevoll darum kümmerten. Doch eines Tages, es war in den Sommermonaten, tauchte eine Gruppe von Heinzelmänchen auf. Diese waren keine gewöhnlichen Heinzelmänchen, es waren junge, fröhliche und sehr unterschiedliche Jugendliche. So gab es einen weither gereisten aus den USA, einen aus Spanien, einen aus Belgien, ein italienisches und drei deutsche Mädchen. Aber die meisten von ihnen kamen aus Frankreich(8).Man stellte ihnen drei nette und ebenfalls lustige Betreuer(-innen) zu Seite. Schnell erbaute man zwei große Zelte als Unterkunft. Sie waren eng und heiß am Tage und in der Nacht eisig, aber sie gaben sich damit zufrieden. Schon bald fingen sie an zu arbeiten, denn an den ersten beiden Tagen, dem letzten, dem Feiertag und den Wochenenden machten sie selbstverständlich frei.


Jeden Morgen konnten sie sich für eine Arbeitstelle entscheiden: Die Brick-Produktion, die Feuerstelle, die Schloßmauer oder die Wand von einem der beiden Wirtschaftsgebäude. Einige wählten schnell die Brick-Produktion zu ihrem Favoriten, dort matschten sie aus Erde, Wasser und Stroh mit den Füßen eine Pampe, die in Formen gefüllt wurde und in der Sonne trocknete. Manchmal durften sie auch auf dem Traktor in den Wald fahren, um neue Erde aus der Tongrube zu beschaffen. Aus diesen Steinen wurde um die Feuerstelle, die ebenfalls von ihnen errichtet worden war, eine runde Bank gebaut. Eine andere Gruppe befreite die Mauer neben der Einfahrt des Schloßes von Efeu. Die letzte Gruppe widmete sich einer alten Wand, an der sie den Putz abklopften und sie später neu verfugten, aber diesmal so, dass die alten Steine noch sichtbar blieben. Bei all diesen Arbeiten wurden sie tatkräftig von den Schloßbewohnern unterstützt.


Die Jugendlichen hatten einen sehr ruhigen Tagesablauf, denn man war bemüht sie nicht zu überanstrengen. Zwar gab es schon morgens um acht Frühstück, dannach wurde gearbeitet bis es ein zweites Frühstück gab. Dann wurde wieder  bis zum Mittagessen geschuftet. Man ließ sie ihren Mittagsschlaf halten und ab drei waren gemeinsame Freizeitaktivitäten geplant. Damit sie nicht verhungerten gab es schon bald eine gôute-Pause am Nachmittag und schließlich ein großes Abendessen, nachdem immer noch ein Spiel oder andere Aktivitäten vorgesehen war. Die Mahlzeiten wurden zusammen mit den Schloßfreiwilligen im Esszelt eingenommen. Da aber insgesamt 50 Leute aus aller Welt zu versorgen waren, wurden von ihrer Gruppe immer zwei pro Tag in das Küchenteam entsandt.


Damit sie auch ihr Gastland Frankreich kennenlernten, unternahm man mit ihnen Ausflüge in andere Städte, zeltete zweimal in kleineren Zelten weit weg vom Schloß, ging schwimmen, besichtigte Schlösser, Ziegenfarmen, Fastivals und Künstleratelies. Oder sie ließen sich von den Schloßbwohnern in ihre verschiedenen Kulturen einführen, wie z.B. Tanzen am Cap Vert oder Corean Olympics. Manchmal organisierten sie auch selbs Etwas, so stellten sie ihre eigenen Länder vor, veranstalten ein internationales Abendessen und brachten sich gegenseitig alle möglichen Spiele bei.
Nach zweieinhalb Wochen mussten die Heinzelmännchen ihre Rückreise antreten. Sie hatten viel geleistet und sehr viele nette und interessante Menschen kennengelernt. Alle waren sehr traurig am Tag der Abreise und sie waren sich sicher, dass sie alle noch einmal in einem Workcamp auftauchen würden - vielleicht sogar wieder an diesem wundervollen Ort, wo alle einen unvergesslichen Sommer erlebt hatten.