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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Workcamp in Frankreich

Wir beim Baden im eiskalten Fluss
Beim Mittelalter-Festival
Unser Arbeitsplatz vor dem unserem Einsatz

Workcamp Cusset bei Vichy 2010

Von Katharina Gonska

 

Ich hatte diesen Sommer das Vergnügen mit 14 jungen Leuten aus 9 verschiedenen Nationen (Marokko, Türkei, Armenien, Italien, Spanien, Frankreich, Ukraine, Korea und Deutschland) außergewöhnliche und bewegte Ferien zu verbringen. Da nur 4 von den Teilnehmern der französischen Sprache mehr oder weniger mächtig waren, sprachen wir größtenteils englisch.

 

Ein neues Farbenkleid für die Wasserpumpen

Wir wohnten in einem Theater/ Kulturhaus wunderschön gelegen an einem großen Park und  einem Fluss das ganze   5 min. zu Fuß von der kleinen reizende Stadt Cusset entfernt. Wir arbeiteten 5 Std. pro Tag im Vormittag. Die Arbeit umfasste die Renovierungsarbeiten an zwei alten Trinkwasserquellen bzw. Brunnen (die direkt  an dem Park lagen). Das heißt  Steine wegschaffen, Mauern zerstören und erneuern, Bäume fällen, die  Wasserpumpen von Rost befreien und ihnen ein neues Farbenkleid geben und vieles mehr. Immer zwei aus der Gruppe arbeiteten für einen Tag nicht auf der „Baustelle“ sondern reinigten den Schlafraum, Toiletten und  Küche und waren für unser leibliches Wohl mitzuständig.

 

Am Abend tanzten wir manchmal im Theatersaal

 In der Arbeit sowie in der Freizeit wurden uns viele Freiheiten gelassen. So konnten wir also nach der Arbeit und dem darauf folgendem leckeren, meist italienischen  Essen (wir hatten einen italienischen Workcampleiter in der Küche=) tun und lassen was wir wollten. Oft nahmen wir eine Erfrischung im Fluss, spielten Spiele, sangen oder Faulenzten. Am Abend tanzten wir manchmal in dem Theatersaal oder gingen zu den open-air Veranstaltungen der Stadt, die zwei Mal pro Woche stattfanden. Dort kamen super gute Künstler (Musiker, Artisten Schauspieler eine bunte Mischung) und es kostete keinen Eintritt. Besonders die Zirkusdarbietungen haben mich beeindruckt. Einige Künstler wohnten für eine Nacht in unserem Gebäude, so dass wir  uns mit diesen ein wenig austauschen konnten. An Wochenenden oder auch manchmal unter der Woche machten wir  Ausflüge nach Vichy, um andere Workcamps zutreffen oder bekamen Besuch von verschiedenen Gruppen. Eine unter ihnen war ein Theatercamp, sie zeigten uns und dem Workcamp aus Vichy ihre Kurzszenen über das Thema „Rassismus“.  Mit der Gruppe aus Vichy luden wir uns gegenseitig ein und hatten tolle gemeinsame Feiern bei denen wir zusammen Chapelloise tanzten. Wir besuchten auch das Mittelalterfestival in Souvigny (ca.80km von Vichy) und hatten leider nur ein flüchtiges Treffen mit dem Workcamp dort. Aber das Festival gefiel uns allen sehr gut.

 

International Dinner

Eine andere Besonderheit war ein „international dinner“ für die Einwohner der Stadt. Jeder bereitet traditionelle Gerichte aus seinem Heimatland. Wir gaben dem Essraum eine bunte Verkleidung und führten später ein Lied in Deutsch, Englisch und Französisch auf (Horizonte).

 

Vom Workcamp-Eifer gepackt

Ich kann ein solches Erlebnis wirklich nur weiterempfehlen. Wir hatten schon nach einer Woche das Gefühl eine multikulturelle Großfamilie zu sein. Ich habe viel über andere Traditionen und Bräuche wahrnehmen und lernen können (da wir auch kleine Präsentationen über die verschiedenen Länder gemacht haben). Jeder einzelne war unglaublich verschieden aber zusammen waren wir eine Gruppe, die beim Steine Schüppen, wie Tanzen, Singen, Weinchen trinken viel Spaß haben konnte.

Ein sehr erfahrener volenteer (Freiwilliger) - unser italienischer Leiter berichtete uns über die zahlreichen Möglichkeiten in der Freiwilligenarbeit aktiv zu werden. Es hörte sich genial an und ich hoffe, dass nicht nur ich von diesem Eifer gepackt bin- sondern ich euch anstecken kann!