Workcamp in Frankreich

- Teilnehmergruppe aus Eauze

- Willkommen bei den Sonnenblumen
Éauze 2008 -
Willkommen bei den Sonnenblumen
von Sylvia Bark
Wir trafen uns alle in Auch am Bahnhof, wo wir abgeholt worden sind, um nach Eauze weiterzufahren. Nach kurzer Zeit verstanden wir uns prächtig.. Den beiden aus Tschechien sollte ich gleich meine spärlichen Tschechischkenntnisse vorstellen, was zum Lachen geführt hat, da ich die Wörter viel zu langsam und falsch betont habe! Im Gegenzug stellten sie ihr Deutsch unter Beweis, was so viel besser auch nicht war. Die Ausländer haben nämlich nicht nur Probleme mit unserer komplizierten Grammatik, sondern auch mit unseren vielen langen Wörtern, wie z.B. Kaffeemaschine, Staubsauger und Kleiderschrank!
Untergebracht waren wir in den Fußballumkleideräumen der Sportanlage von Éauze, einer 4400 Seelenstadt. Überrascht wurden wir 2 Tage später, als tatsächlich Fußballer auftauchten. Von nun an hieß es, dreimal die Woche einen Raum für sie wieder freizumachen. Anschließend, um wieder dort schlafen zu können, musste jedesmal geputzt werden!
Für die Arbeit teilten wir uns selbst in zwei Gruppen ein, da eine Gruppe Gestrüpp kürzen sollte und die anderen zum Anstreichen antreten sollten. Natürlich konnte man sich abwechseln, doch jeder hatte seine Priorität gesetzt und es gab auch keine Probleme damit. Vormittags wurde gearbeitet und die Nachmittage wurden gefüllt mit Museumsbesuch, Weingutbesichtigung, Erkundung der Umgebung mit den Minibussen, die besonders für Sonnenblumenfans sehr empfehlenswert ist!
Die Führungen wurden von den Einheimischen organisiert und waren nur auf französisch, d.h. kaum einer hat was mitbekommen, da die Franzosen unglaublich schnell sprechen! Auch fanden des öfteren ein Picknick am See statt, zusammen mit zwei Einheimischen, die uns immer gefahren haben und teilweise auch Essen mitbrachten. Wir kamen noch in Kontakt mit einigen Stadtbewohnern, weil wir uns vorstellen sollten und gegen Ende des Camps wurde von Ihnen ein Barbecue organisiert. Besonders stolz sind sie auf Ihren Wein, sowie den Floc de Gascogne und Armagnac, beides typische Produkte für diese Gegend. Wenn mal doch so eine Art Langeweile aufkam, fingen wir zu dritt an, Origami zu falten, was total witzig war, da endlos Papier gefaltet wurde und uns die anderen für verrückt erklärt haben. Einer kam dann auch mal mit seinem Spiel Qui (?) an. Das war so was wie Kegeln, nur das man nicht rollen, sondern werfen musste und um zu treffen, brauchte man eine Strategie, welche wir sehr bald herausfanden: Man stelle sich nur die richtige Person vor, welche dort liegt....
Ansonsten hatten wir jeden Abend, wenn wir nicht gerade unterwegs waren, unsere Privatpartys, welche auch immer draußen stattfand. Die zwei Nachbarn haben sich daran nicht gestört. Da wir eine bunt gemixte Gruppe aus 7 Nationen waren, war unser tägliches Essen äußerst abwechslungsreich!
Ich möchte nächstes Jahr wieder an einem Workcamp teilnehmen. Es bringt super viel Fun und am Ende hätte ich mir gewünscht, dass es noch 1-2 Wochen länger ginge!