deutsch  
INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Workcamp in Frankreich

Commentry 2009

von Marie Reckers

 


Mein Aufenthalt in Frankreich war in Commentry in der Auvergne.  Das Camp fing am 26.6.09 an und endete am 10.7.09. Insgesamt waren wir 6 Mädchen und 4 Jungen plus zwei Animateure, Eric und Fanny. Die Leute kamen aus Italien, Türkei, Serbien, Armenien, Philadelphia, Québec , Süd Korea und Deutschland.

Die ersten Tage hab wir uns kennengelernt, aber nicht mit Spielen, man hat einfach so gefragt und sich unterhalten. Am ersten Abend haben ein großes Essen gehabt mit den Vorsitzenden der Organisation (das Essen war Tarte au Frommage, Kuchen, Rotwein …).


Nach den ersten zwei Tagen haben wir angefangen die ersten Festivals aufzubauen. Es war eine sehr schwere Arbeit, da die anderen Mädchen keine Kraft hatten schwere Sachen zu tragen…


Beginn der Festivals:
Das erste Festival war in Colombier, es waren zwei Bands dort, welche richtig gut waren. Währenddessen mussten wir Bedienen und Umfragen verteilen. Es ging bis ca. zwei Uhr nachts und wir mussten direkt danach alles abbauen.  Vor jedem Festival durften zwei oder drei Personen mit den Gruppen/Bands zu abend essen.
Das zweite Festival in Hyds ist ausgefallen, da, nachdem wir alles augebaut hatten, es anfing sehr stark zu regnen, also mussten wir alles wieder abbauen. Es war sehr anstrengend, da wir am Vorabend so lange wach geblieben sind, alles abbauen mussten und morgens früh aufräumen und das andere Festival aufbauen mussten. Doch dafür waren Abends die Gruppen von Hyds bei uns in unserer Wohnung und haben A-Kapella gespielt.


Beim letzten Festival war es am besten, das es das größte Festival war mit 7000 Personen und die Band Shaka Ponk dort war, die einfach nur der hammer ist! Dieses ging bis vier Uhr morgens und danach musste alles wieder abgebaut werden und somit war es auch schon sechs Uhr morgens bis wir ins Bett gehen konnten.
Die restlichen Tage haben wir andere Sache unternommen. Ein Tag waren wir am See, dann ein Tag in Vichy, woher das Produkt auch her kommt, dann haben wir ein Tag Städte, Kirchen und Burgen rundum Clermont-Ferrand besichtigt. Abends haben wir dann noch dort zu abend gegessen. Einen Tag vor den Festival.


Vor den Festivals haben wir einen Tag bei einem Pétanque Spiel mitgespielt, hier heißt das Spiel Boules. Es waren viele aus der Umgebung dort  und wir haben uns mit zwei Gruppen angemeldet. Es war sehr lustig mit den Franzosen so einen Wettkampf zu machen. Zum Schluss hat dann jede Gruppe Preise bekommen. Auch wir, obwohl wir die Letzten waren, haben Preise bekommen.


Am letzen Abend haben wir für die anderen Leute der Organisation gekocht und danach noch gefeiert bei uns im Raum. Es war sehr lustig und hat Spaß gemacht.
Am anderen Morgen war der tränenreiche Abschied…
Im großen und ganzen war es eine super Erfahrung und ich würde es immer wieder tun! Und mein Französisch hat sich auch verbessert :)

Workcamp in Frankreich 2008


Kanu-Tour

Issoire 2008

von Natalie Anasiewicz

 

„Jedes Abenteuer ist nur eine Entscheidung von dir entfernt“ (Lisz Hirn)

Diesen Sommer 2008 werde ich wohl nie vergessen. Ich habe mich trotz anfänglicher Skepsis meiner Freunde auf ein Abenteuer eingelassen, dass mir so viele schöne Erinnerungen hinterlassen hat, die ich mit euch allen teilen möchte. Dieses Abenteuer hieß: Workcamp!

 

Und hier  wird wohl das Bedenken meiner Freunde deutlich: Das kleine Wörtchen „work“ (eng: arbeiten) passt so gar nicht  in das Bild vieler junger Leute in den Ferien. Doch wer auf solch einer oberflächlichen Betrachtungsweise gleich eine Abneigung gegenüber diesem Projekt entwickelt, dem entgeht eine fantastische, lehrreiche und einmalige Zeit,- so eine wie ich in Issoire, einem kleinen Städtchen in der Auvergne in Frankreich verbracht habe. Fr 3 Wochen ließ ich den Alltag hinter mir und machte mich auf die Reise. Angekommen, lernte ich meine 12-köpfige Gruppe kennen mit der ich zusammen in einer Turnhalle leben würde. Hier  traf sich sozusagen die ganze Welt- von Spanien über Russland bis nach Japan. Schon gleich am ersten Tag schienen  wir ein unzertrennliches Team zu sein, in dem wir gemeinsam unsere Mission: „Verschönerung eines Pfades am Fluss“ in Angriff nahmen.

 

Von 8 Uhr bis 13 Uhr (mit Pausen und einigen Arbeitszeitverkürzungen) sägten, schnitten und schleiften wir. Auch wenn die Arbeit manchmal erschöpfte und eintönig war, so halfen die vielen glücklichen Gesichter und netten Gespräche der Einwohner uns zu motivieren die Mission bestmöglich zu erledigen. Nach der Arbeit erwartete uns „zu Hause“ ein leckeres und abwechslungsreiches Essen, da jeden Tag zwei Personen  „daheim“ blieben und ihre traditionelle Küche für uns zubereiteten. Nachdem wir nun mit neuer Energie geladen den restlichen Tag „ frei“ hatten, war unser Ideenfluss an Aktivitäten nicht zu bremsen.

 

Jeden Tag unternahmen wir etwas aus eigener Initiative oder wurden vom städtischen „Maison des Jeunes“ (franz: Haus der Jugend) eingeladen. Hier haben wir Jugendliche aus Issoire kennen gelernt, die sich schnell zu uns gesellten und so gut wie jeden Abend mit uns verbrachten. (Die Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft dieser Menschen war einzigartig. Sie brachten uns einen Fernseher, DVDs, boten uns an die Wäsche  zu waschen…). Auch Jeunesse&Reconstruction zusammen mit der Stadt Issoire unterhielt uns prächtig. Ein Ausflug  in ein kleines Freibad, ein Trip mit dem Kanu und Bogenschießen versüßten unseren Aufenthalt. Wenn wir  abends mal nicht unterwegs waren, so unterhielten wir uns auf englisch  oder französisch über Gott und die Welt. Es war sehr spannend über den asiatischen Alltag zu hören „ life“  und unverfälscht von Japanern und Koreanern. Genauso interessant war es aber auch sich über  Erfahrungen, Hobbies, Tipps und Tricks  gemeinsam am Tisch mit einer Tasse Tee und  Keksen auszutauschen. Bei so viel Spaß störten nicht einmal mehr die Feldbetten in der Umkleidekabine, die uns als Schlafstätte gedient hat. Denn geschlafen haben wir sowieso kaum. Viel zu kostbar war  die  Zeit dazu, in  der ich so viele neue Freunde kennen gelernt habe, die ich jetzt schon vermisse und auf ein Wiedersehen hoffe.

 

Hätte ich mich durch das Verb „work“  einschüchtern lassen, dann wäre mir all dies, was ich in einer sehr knappen Zusammenfassung verfasst habe, und vieles mehr entgangen.
WORKCAMP ! – dahinter steckt viel mehr als Arbeit!
Schaut doch einmal selbst nach!