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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Workcamp in Frankreich

Unser Zeltplatz
Seifenkistenrennen

Ferien in der Auvergne - Langeac 2011

von Leonie Pulch

In den Ferien etwas Sinnvolles tun, am besten mit vielen motivierten, jungen Leuten aus aller Welt- nach diesen Kriterien suchte ich eine Ferienbeschäftigung im Internet. Schließlich stieß ich auf die Workcamps von ijgd und wusste: das wollte ich machen! Ich bekam einen Platz für das Workcamp in Langeac, einer kleinen aber durchaus hübschen Stadt in der Auvergne. Vor Ort schliefen wir in Zelten, außerdem gab es ein großes Zelt, indem die Mahlzeiten (von uns selber) zubereitet wurden und einen Tisch an dem gegessen wurde. Die Ausstattung wie Besteck, Töpfe, Teller usw waren eher dürftig und der Herd sehr veraltet, aber irgendwie hat man es doch immer geschafft, ein Essen auf den Tisch zu kriegen.

Die Arbeit bestand darin, ein Event zu organisieren das aus zwei Teilen bestand:
1. ein Rennen mit von uns gebauten Seifenkisten
2. eine Ausstellung unter dem Motto "Willkommen" auf die Beine zu stellen.
Außerdem gab es immer eine Gruppe die gekocht und den Abwasch gemacht hat; also ganz wichtig: bringt Rezepte mit! Täglich wechselten die Gruppen die Arbeit, sodass alle überall gleich oft waren. Mir persönlich hat vor allem die Foto-Austellung am meisten Spaß gemacht, hierfür durften wir mit Flüchtlingen 
z. B. aus dem Kongo oder Kaukasus reden,
mit ihnen Interviews führen und Fotos machen.

Jetzt noch kurz zu unserer Gruppe: Wir waren 15 Jugendliche davon waren ein paar aus Langeac die sich bereit erklärt hatten, mit uns auf dem Camping zu wohnen und uns zu helfen. Die restlichen Leute kamen aus den verschiedensten Ländern von Italien, Spanien, Deutschland bis hin zu einer Serbierin und Brasilianerin- also echt multi-kulti, was einen Teil des Reizes für mich ausmachte. Die Sprache war kein Problem, entweder sprachen die Leute Englisch oder Französisch, zur Not auch mal mit Händen und Füßen. Dazu kamen vier Campleiter, drei aus Frankreich, eine aus Deutschland. Für meinen Geschmack waren die von den Campleitern aufgestellten Regeln zum Teil etwas streng, da wir beispielsweise nicht alleine in einer Gruppe das Camping verlassen durften. Viel tun konnte man also nach "Feierabend" nicht, die Abende waren trotzdem nie langweilig, weil es immer etwas zu plaudern und lachen gab und wer wollte, konnte Spiele spielen. Die Aktivitäten sind aufgrund des knappen Budgets auch eher einfach gewesen, jedoch waren wir einmal Kanu fahren, was sehr viel Spaß gemacht hat weil wir an einer Stelle von "Klippen" springen durften (pures Freiheitsgefühl!) und einmal waren wir in einem Kletterpark, was auch witzig war.
Das Camping selber war eigentlich sehr schön, es gab beispielsweise einen Fluss zu dem man laufen, dort sitzen, Steinchen springen und plaudern konnte, jedoch sind die sanitären Anlagen sehr einfach und ich als Camping-First-Timer musste mich erstmal daran gewöhnen.

Alles in allem hat mir mein Aufenthalt sehr gut gefallen, vor allem durch die vielen Leute die man kennen und lieben gelernt hat.