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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Teenage-Camp in Frankreich

Pays de Murat 2008

von Alicia North

 

Ich habe dieses Jahr zum ersten mal bei einem Workcamp in Frankreich mitgemacht Auf der Hinreise war ich ziemlich aufgeregt, weil ich Angst davor hatte, auf eine versammelte Gruppe als Neuling zu stoßen. Aber als ich ankam waren noch gar nicht so viele Leute da (und die kannten sich auch noch nicht).So hatte ich erst mal Zeit um in Ruhe mein Zelt zu beziehen, das ich mir mit einer Finnin teilte. Die Leute kamen dann so nach und nach, und am nächsten morgen waren wir komplett: 16 international Volunteers im Alter von 14-17Jahren. Es waren eine Finnin, eine Spanierin, ein New-Yorker, zwei Italiener, eine Belgierin und neun Franzosen. Ich war also die einzige Deutsche. Doch die Verständigung war gar kein Problem, denn weil kaum jemand die offiziellen Campsprachen Englisch und Französisch beide perfekt beherrschte, redeten wir alle einfach so drauf los ohne uns Gedanken über Grammatik zu machen.

 

Unsere Arbeit war zwar nicht - wie auf dem Infoblatt angegeben- einen Picknickplatz zu errichten, sondern einen Weg auszubauen. Das hieß also die Dornenhecken, die über den Weg wucherten, zurückschneiden, neue Regenrinnen in den Weg einlassen, Mauern zur Festigung bauen und schließlich den Weg komplett neu aufschütten, wobei uns ein Bagger half. Morgens sind wir gegen 7 Uhr aufgestanden, um dann um 8 zur Arbeit zu gehen, damit wir nicht in der Mittagshitze arbeiten mussten. Zum Mittagessen ging es dann wieder auf den Campingplatz und nachmittags arbeiteten acht Freiwillige. Am Wochenende arbeiteten wir nicht, dann sind wir ins Schwimmbad gegangen und auch mal in einen Hochseilgarten im Wald. Und in der Freizeit hatten wir immer genug Spielideen, ob Frisbee, Fußball oder Jungle speed oder einfach nur chillen. Lustig und interessant war auf jeden Fall auch zu sehen wie sich das Essen in anderen Ländern gestaltet.

 

Einmal bot uns die Finnin zum Frühstück typisch finnisches Schwarzbrot an. Ich kannte das schon, bei uns in Deutschland gibt es ja ähnliches Brot. Sie erklärte, dass sie in Finnland das Brot mit Butter und Käse oder Wurst essen. Doch die Franzosen aßen das Schwarzbrot wie sie es vom Baguette gewohnt sind: Mit Nutella und in die Milch getunkt. Angeblich schmeckte es aber gut.

 

Das Mittagessen bereitete immer ein cooking team vor, dass morgens für den ganzen Tag einkaufte und statt zur Arbeit zu gehen kochte. Abends kochte dann ein anderes Team. Über das Essen konnte man sich nicht beschweren, auch wenn manche Teams erst noch kochen lernen mussten; für mich als einzige Vegetarierin im Camp ließen sie immer eine Portion ohne Fleisch.

 

Insgesamt war die Atmosphäre unter uns im Camp sehr entspannt und respektvoll, denn alle hatten eine ähnliche Motivation, ins Camp zu kommen, nämlich um neue Leute kennen zu lernen und jede Menge Spaß zu haben. Das hat man auch gemerkt, denn alle waren sehr offen gegenüber anderen Kulturen und Sprachen. So entwickelte sich eine Campsprache. Alle sagten kaputt, grüßten sich mit Bella, wie wir es von den Italienern gelernt hatten, und sagten zum Essen ganz finnisch: hyvää ruaca alva! 

 

Diese zwei Wochen haben uns allen riesigen Spaß gemacht ich kann euch nur sagen: Macht auch mal mit bei einem Workcamp, ihr werdet diese Erfahrung nie vergessen! Aber geht am besten allein hin, nicht mit Freunden, die ihr schon kennt, denn so könnt ihr euch am besten integrieren!

Viel Spaß wünscht euch Alicia