Workcamp in Frankreich 2008
St. Georges de Mons
von Nadja Bemtgen
Hallo liebe Leute!
Ich war dieses Jahr(2008) vom 6.bis 26.July in einem Workcamp in Frankreich, in St. Georges de Mons ,einem kleinen Dorf in der Auvergne. Das heisst 3 Wochen lang Spass ohne Ende!
Geschlafen haben wir auf dem Camping in Zelten, jeweils zu zweit. Wir hatten eine bestimmte Summe pro Tag zur Verfügung, mit der wir unser Essen selber besorgen und danach zubereiten mussten. Zum Transport,(unsere Arbeitsplätze waren teilweise etwas entfernt), stellte uns die Gemeinde einen Minibus für 9 Personen zur Verfügung. Da wir zu 11 waren, blieben dann immer 2 Personen, natürlich jeden Tag eine andere Gruppe, « zu Hause » um das essen vorzubereiten.
Unsere Arbeit sollte « environnementale » sein, d.h für die Umwelt. Da unser kleines Dorf, das erste mal eine Workcampgruppe aufnahm, wussten die Leute nicht wirklich, welche Arbeit sie uns zumuten konnten… Dadurch hatten wir kein richtiges Projekt, sondern viele kleine Arbeiten, wie z..b das Säubern einer Quelle, eher eines Beckens, in den das Quellwasser floss. (also Pflanzen, Unkraut reissen, rundherum verputzen… usw.) Wir waren eine Gruppe von 11 Personen, davon 2 Männer und 9 Frauen ,alle zwischen 17 und 25 Jahren. Die Gruppe war sehr international( 3 Südkoreaner, 2 Spanier, 2 Deutsche, 1 Russin, 1 Serbin, 1 Franzose und 1 Luxemburgerin, Ich), was super interessant war. Leider war die Kommunikation etwas schwierig, da die Spanierinnen z.b nur Spanisch konnten ,aber sonst keiner wirklich gut Spanisch. Aber zurecht kamen wir trotzdem. =)
Nun zum besten des ganzen Camps: Der Kontakt mit der Bevölkerung! Gleich am ersten Abend wurden wir von zahlreichen Leuten des Dorfes empfangen,unter anderem von vielen Jugendlichen. Ab dem ersten Tag ,gab es kaum noch einen Abend/Tag an dem wir keinen Besuch hatten, ob von den Franzosen oder Marokkanern des Dorfes. Wir machten Musikabende mit Gitarre, gingen gemeinsam auf Feste und Partys. Einer der Marokkaner hat uns sogar an einem Abend traditionell marokkanisch gekocht! An einem anderen Abend wurden wir von einer französischen Familie zum Essen eingeladen. Die Gastfreundlichkeit war wirklich nicht zu übertreffen, was die « Ferien » zu den besten gemacht hat, die ich bisher hatte! Denn ich finde, dass das Ziel eines Workcamps eher ist neue Leute und Kulturen kennen zu lernen, als wirklich viel/hart zu arbeiten. Was mich am meisten beeindruckt und zugleich schockiert hat, war die Offenheit der Leute und zugleich (leider) die extreme Gruppenteilung zwischen de Nationalitäten, hauptsächlich zwischen Franzosen und Marokkanern, was extrem schade war, da beide soviel gemeinsam hatten. Unter anderem hat mich die Zufriedenheit der Jugendlichen, zum grössten Teil der Marokkaner überrascht, da die meisten unter (extrem) harten Bedingungen an wenig Geld kommen. Also insgesamt war es einfach nur eine Bereicherung, was Kultur und Kontakte anbelangt. Und diese nicht nur aus dem Einsatzland, sondern Weltweit (Russland, Südkorea …usw) Ein paar Muskeln mehr, werd ich dann doch wohl mehr haben nach der « schweren » Arbeit!! :-)
Gruss aus Luxemburg, Nadia.B
und viel Spass bei eurem Workcamp, den ihr auf jeden fall haben solltet, wenn ihr auf Abenteuer, Arbeit, Spass und Party steht!!!


