Teenage-Camp in Frankreich 2009

- Selbstegemachte Tracy-le-Mont (TLM) Kirschtorte!

- Inken und ich beim Arbeiten

- Ausflug

- Endlich Abkühlung
Tracy-Le-Mont 2009
von Daniela Söllner
CONCF 193 – meine Camp-nummer und ein paar Zeilen über die Arbeit und Unterkunft, diese Informationen hatte ich, mehr nicht. Aja, mein Zugticket nach Paris hatte ich auch noch.. Das war dann auch schon alles! So machte ich mich völlig ahnungslos und sehr erwartungsvoll auf die lange Reise nach Tracy-le-Mont (Frankreich). Mit 23 kg Gepäck und nach ca. 15 Stunden Zugfahrt (Salzburg-Paris) kam ich bestens gelaunt und mit großer Vorfreude in Paris an. Vom dortigen Nordbahnhof fuhr ich dann wiederum eine Stunde lang´ Zug und letztendlich kam ich in Compiegne, wo wir uns alle trafen, an. Ich war sehr gespannt und auch ein bisschen nervös, da ich noch sehr viele unbeantwortete Fragen in mir hatte. Gedanken wie: Wie und woher werden die Teilnehmer sein?
Verständigungsschwierigkeiten? Was, wenn ich mich mit den Leuten nicht verstehe? Oder wenn jeder mit Freunden kommt.. 100 Fragen hatte ich in mir... Jedoch beantworteten sich diese ganz schnell und ganz von alleine. Einige warteten schon am Bahnhof, jedes Gesicht war erwartungsvoll und auch ein wenig schüchtern gestellt, doch kamen gleich meine 2 jungen „Leader“ auf mich zu, sprachen mich an und bald darauf waren wir vollständigund fuhren mit Autos zu unserem Zielort- Tracy-le-Mont.
Dort angekommen suchte sich jeder ein Zelt und nebenbei lernten wir uns gleich ein wenig kennen. In unserer Gruppe waren: Koreaner, eine Deutsche, Italiener, Türken, ein Russe und ca. gleich viele französisch Teilnehmende wie Internationale Teilnehmer.. und ich als einzige Österreicherin. Unsere 2 Leader „Coralie“ und Romain“ waren 2 junge Franzosen. Wir schliefen drei Wochen in einem großen Garten, welcher sich einem „Haus“ (-Freizeitshaus, Bücherei, großer Festsaal, Küchen und WC´s anschloss. Wir arbeiteten an der Restaurierung eines großen Waschbeckens (ist ein Fußbecken oder vl. auch mit einem Kneippbecken vergleichbar).- Wir erlernten verschiedene Techniken wie zB.: Zementsorten zusammenzumischen und als diese Arbeit verrichtet war, kamen wir zu einer meiner Lieblingsarbeiten: „to dig“, also graben. Wir gruben eine lange Rinne auf einem Fußweg durch den Wald. Denn unsere Aufgabe war es, Wasserrinnen zu verlegen und an den letzten Tagen, als unsere super-Internationale Gruppe alles wieder zugegraben hatte, kreierten wir noch praktische und natürliche Holz-Stein-Stufen. Jeder Einzelne (fast jeder) bewies seine Motivation, auch wenn ich mir die Arbeiten etwas abwechslungsreicher und anstrengender erwartet hatte, war es im Endeffekt sehr lustig. (Ist ja auch klar, dass nicht jedem alles gefällt?!)
--> Diese Aussage wurde mir erst in Frankreich klar, denn dort erlebte ich es in diesen drei fast unbeschreiblichen Wochen hautnah und nun weiß ich, dass ich viel dazulernte, ich denn ich wurde auch mit eher weniger lustigen Sachen konfrontiert, doch das muss sich jeder bewusst sein, der diese einzigartige Reise eingeht! Ich bereue gar nichts, aber doch kam ich sehr dankbar wieder nach Hause nach Österreich, -wo es meiner Meinung nach noch immer das allerbeste und frischeste Trinkwasser der Welt gibt ;-)-, es war für mich völlig ungewohnt in einem Bett zu schlafen und vor allem eine Dusche für mich alleine zu habe und dort noch die Wassertemperatur zu steuern :). Denn wir bekamen die Gemeinschaftsduschen des Fußballvereines in TLM zur Verfügung gestellt und um zu Wasser zu kommen,(Einheitstemperatur- seeeehr heiß= musste man immer an einer Schnur ziehen. Auch war die Anlage drei km entfernt und wir mussten immer mit französischen super Rädern dort hin radeln. Aber auch das wurde zum Spaß!!!
Auch ein Highlight für mich waren die Wochenendausflüge.. Wir besuchten einen riiießen Adventurous-parc und probierten hier die Bungee-jumping Simulationen! Auch in Baumkronen kletterten wir herum wie Äffchen, nämlich im Hochseilgarten. An einem anderen Wochenende stellte uns ein pensioniertes Pärchen aus diesem kleinen Dorf ihren Swimmingpool zur Verfügung. Dies war ein wirklich toller Nachmittag und wir genossen den schönen, riesengroßen Garten. Man erkannte, dass diese Familie sehr wohlhabend war, denn der Großteil war ein wenig heruntergekommen. Darum war es noch schöner, wie wir am Ende sahen, dass sich die ganze Gemeinde riesig über unsere Hilfe freute. Auch machten wir einen Ausflug zu einer Burg (Pierrefonds). Doch dies waren nur einige „Ziele“, denn für mich waren die gesamten drei Wochen ein riesen Ausflug, ich empfehle es allen, probiert es aus, ich verspreche, es wird sicher Erfahrungen einbringen, welche dich in deinem ganzen Leben begleiten! Just do it ;-)