Workcamp auf Island in Pörsmörk
Wandern unter Nordlicht
August 2006
von Anja Köster
Kurz ein paar Zeilen der Begeisterung und ein paar Fotos. Ich habe früher viele Camps in Berlin gemacht und war aktiv bei ijgd im Arbeitskreis Mahlzeit. Nachdem ich nun einige Jahre im Arbeitsleben bin, war es ein Versuch mal wieder ein Camp zu machen und es war eine großartige Entscheidung! Island ist ein wundervolles Land das ich zum vierten Mal besucht habe und dieses mal mit Camp war absolut genial! Ich war in einem Camp mit 14 Teilnehmern aus 9 Nationen! Geleitet von einer Französin und einem Schweizer und jeder konnte ausreichend Englisch. Ein Glücksgriff.
Noch dazu war unser Projektleiter der isländische "Wanderverein", die all die Hütten betreiben und die Wanderwege machen. Daher hatten wir die Gelegenheit einen Hochlandweg, den Laugavegur zu wandern. Das war der absolute Wahnsinn. Insgesamt sind wir in diesem Camp mehr gewandert als arbeiten gegangen. Die Isländer kennen Arbeit nur gegen Geld und finden diese Freiwilligenschiene irgendwie seltsam (die Touristen kommen und sammeln Müll???) Auf Island gibt es keine Arbeitslosigkeit... Das heißt wir wurden bei schönem Wetter auch ganz einfach mal wandern geschickt oder wir haben uns Arbeit gesucht. Die Sachen die wir gemacht haben waren sinnvoll: Holztreppen in steile Hänge bauen oder eine vom Wetter recht mitgenommene Hochlandhütte streichen. Wenn es keine Arbeit gab, haben wir Workshops zu japanischen Schriftzeichen oder slowenischer Karatetechnik bekommen - ein Camp voller Bereicherung :)
Ich kann Island Workcamps nur empfehlen! Allerdings muss man wissen: die Isländer sind ein gemächliches Volk und Organisation & Information ist nicht perfekt. Einmal angenommen, kann das für so machen "deutschen Menschen" eine heilsame Erfahrung sein! Und wenn man wie ich im September auf Island ist, kann man mit etwas Glück auch Nordlichter sehen und alle Desorganisation ist vergessen.
Liebe Grüße,
Anja Köster
|
|
|


