Workcamp auf Island

- Am Hafen von Stykkisholmùr

- Wie man zu elft in ein Auto passt…

- Beim Entrümpeln der Küste

- Blick auf Stykkisholmùr
Stykkisholmùr
in the Snaefellsness peninsula 2011
von Marie Pott
Vor dem Workcamp...
„Bist du verrückt? Du fliegst in deinen Ferien freiwillig nach Island um dort in einem Workcamp zu arbeiten???“ So oder ähnlich lauteten die meisten Reaktionen, wenn ich jemandem von meinen Plänen für den Sommer erzählte. Ich ließ ich mich jedoch nicht verunsichern und so saß ich schließlich Anfang Juli im Flugzeug in Richtung Keflavik.
Als ich mitten in der Nacht in Island ankam, war es immer noch hell und regnete leicht (typisch Island eben…). Mit dem Bus gelangte ich vom Flughafen, vorbei an jeder Menge Felsen und Geröll, zu meiner vorläufigen Unterkunft nach Reykjavik, die speziell für Workcampteilnehmer zur Verfügung steht. Obwohl es bereits sehr spät war dachte dort niemand daran schlafen zu gehen und ich traf bereits einige Leute, die mit mir am Workcamp teilnehmen würden. Zusammen hatten wir dann am nächsten Tag Zeit die nördlichste Hauptstadt der Welt noch ein wenig zu erkunden.
Jetzt geht's los...
Nach einigen Stunden Fahrt endlich angekommen, begannen wir damit die Schule, die uns als Unterkunft dienen sollte und den ca. 1000 Einwohnerort Stykkisholmùr zu erkunden. Die Umgebung war wirklich wunderschön. Der Ort bestand aus kleinen bunten Häuschen, hatte einen Hafen und einen Leuchtturm und lag direkt am Meer. Von der der Küste aus konnte man hunderte kleine Inseln sehen, blickte man weiter ins Land hinein erkannte man schon erste größere Berge, die Ausläufer des Hochlandes, die eine leicht bedrohliche Wirkung hatten.
Unser Workcamp...
In unserer Unterkunft gab es keine Duschen, das störte uns aber kaum, da wir freien Eintritt in das nah gelegene Freibad mit seinen beheizten Becken hatten, was wir auch jeden Tag ausnutzten. Unsere Mahlzeiten bekamen wir im Altersheim nebenan. Für manche war das Essen dort etwas gewöhnungsbedürftig, da es hauptsächlich Fisch und Lamm gab (typisch isländisch…), insgesamt war es jedoch vollkommen in Ordnung.
Am nächsten Tag begannen wir um 9 Uhr mit unserer Arbeit. Die erste Aufgabe war es eine nahgelegene Küste zu entrümpeln, was sich durchaus als nicht ganz einfach herausstellte. Die folgenden Arbeitstage verbrachten wir damit Lupinen auszureißen, einen Weg zu befestigen, Gras zu mähen und zusammen zu harken. Zum Mittagessen gingen wir stets zurück ins Altersheim und arbeiten dann bis vier oder fünf Uhr weiter an unserem Projekt.
Neben den Schwimmbadbesuchen, erkundeten wir in unserer Freizeit die nahgelegene Umgebung oder wagten es auch mal im eiskalten Ozean baden zu gehen. An den Wochenenden unternahmen wir eine Wanderung in die Berge, machten einen Bootsausflug und konnten mit einem geliehenen Auto die Halbinsel Snaefellsness erkunden.
Obwohl es in der Gruppe manchmal kleinere Meinungsverschiedenheiten gab, verstanden wir uns im Großen und Ganzen gut. Wir konnten viel voneinander über unsere unterschiedlichen Kulturen lernen und es war interessant miteinander ins Gespräch zu kommen.
Es kam sogar dazu, dass ich mir im Anschluss an unser Workcamp zusammen mit 3 anderen für einen Tag ein Auto lieh und wir uns einige weitere schöne Orte in Island ansehen konnten.
Und im Rückblick...
Insgesamt war das Workcamp eine einzigartige Erfahrung. Wo sonst hat man die Chance so viele aufgeschlossene junge Leute aus anderen Ländern kennen zu lernen, ein neues Land zu erkunden und ganz nebenbei etwas Sinnvolles zu tun? Mit einigen aus meinem Camp werde ich bestimmt noch lange in Kontakt bleiben und vielleicht hat man ja mal wieder die Gelegenheit sich zu treffen. Island ist ein wundervolles Land und eine Erfahrung, die jeder für sich selbst machen muss, da die Vulkaninsel in vielen Bereichen ganz anders zu sein scheint als der Rest der Welt.
Ich kann jedem, der einen etwas anderen „Urlaub“ sucht nur empfehlen an einem Workcamp teilzunehmen. Ich selbst würde es jeder Zeit wieder tun.
Gespannt was uns wohl erwarten würde trafen wir uns am darauffolgenden Morgen mit den anderen Leuten, die an unserem Camp teilnehmen würden. Während der Fahrt im Bus, der uns nach Stykkisholmùr zu unserem Projekt bringen sollte konnten wir uns schon alle etwas kennen lernen. Wir waren insgesamt 10 Teilnehmer und eine Gruppenleiterin und kamen aus vielen verschiedenen Ländern Nordamerikas und Europas. Ziel unseres Workcamps war es, die Umgebung zu verschönern und weitestgehend von Lupinen (einer Pflanze die sich wie Unkraut vermehrt und Islands natürliche Flora verdrängt) zu befreien. Nach einigen Stunden Fahrt endlich angekommen, begannen wir damit die Schule, die uns als Unterkunft dienen sollte und den ca. 1000 Einwohnerort Stykkisholmùr zu erkunden. Die Umgebung war wirklich wunderschön. Der Ort bestand aus kleinen bunten Häuschen, hatte einen Hafen und einen Leuchtturm und lag direkt am Meer. Von der der Küste aus konnte man hunderte kleine Inseln sehen, blickte man weiter ins Land hinein erkannte man schon erste größere Berge, die Ausläufer des Hochlandes, die eine leicht bedrohliche Wirkung hatten.