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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

MTV in Salatiga/ Indonesien

Mein Projekt Waisenhaus in Salatiga/ Java startete am 28.08.07 und ging bis zum 24.11.07.


Das Waisenhaus ist Muslimisch, bestehend aus 14 Jungen im Alter von 12 – 18 Jahren, den Waiseneltern Ibu Anis u nd Ba Hamam und dem angrenzenden Studentinnenwohnheim, in dem 15 Mädchen im Alter von 14 bis 25 Jahren wohnen.

Ich habe im ersten Stock in einem Zimmer gewohnt in hygienischen Verhältnissen. Ich hatte mein eignes Bett, einen Schrank und einen Tisch. Das Bad, sowie Küche und Wohnzimmer habe ich mir mit den Heimeltern geteilt.
Im Zusammen leben mit den Eltern habe ich morgens und abends zusammen gegessen und Aktivitäten in der Ramadanzeit zusammen gestaltet.
Mein Projekt war hauptsächlich das Unterrichtem der Jungen in Englisch. Hierbei habe ich mir den Unterricht unter der Woche von 16 – 18 Uhr selbst geplant, Materialien eigenstaändig gekauft und alleine durchgeführt.
Durch einen abwechselungsreichen, aktiven Unterricht mit immer wiederkehrenden Ritualen habe ich die Jugen dazu motiviert die englische Sprache in ihren Alltag zu integrieren. Nach kurzer Zeit haben sieAktivitäten ausßerhalb des Unterrichtes in englisch beschreiben können und Englischsmalltalk mit einander führen können.

In dem ich bahasa Indonesien gelernt habe konnte ich mich erst richtig mit ihnen über persönliche Dinge austauschen. So habe ich erst eine Beziehung aufbauen können. Ich merkte das die Jungen noch motivierter sind englisch zu lernen, wenn ich Interesse an der Landessprache zeige.

Jeden Tag fand ein interkultureller Austausch zwischen mir, den Kindern und der Gemeinde statt. Immer wieder wurde ich gefragt warum ich grade Indonesien gewählt habe, wie das deutsche System aussieht, was ich hier gerne esse und wer ich überhaupt bin. Einen richtigen Zunagng zu der sehr gegenteiligem Kultur habe ich bekommen, indem ich die Sprache gelernt habe.

Ausserlhalb des Unterrichtens viel es mir schwer Aktivitäten mit den Jungen zu planen und zu durchführen. Das Waisenhaus ist stark geschlechter getrennt und legt großen Wert auf die Einhaltung religiöser Werte und Normen. Als Frau war es mir verboten Aktiviäten außerhalb des Waisenhausgeländes zu unternehmen oder welche in kleingruppen durchzuführen.

 Der Alltag jedens Jungen beginnt um 4:30 Uhr mit bethen und anschließenedem Islamunterricht und kochen für das Frühstück, danach von 7 -13 Uhr Schule mit anschließendem Essen kochen und Hausaufgaben, von 16 – 18 Uhr mein Unterricht. Danach haben die Jungen wieder Abendessen gekocht, gebethet und wiederholt den Koran in der Zeit von 20 – 22 Uhr auswendig gelernt.
Am Sonntag blieb mir die Möglichkeit nachmittags mit ihnen Badminton zu spielen oder „Salty-eggs“ auf dem Gelände herzustellen.


Die Jungen haben in dem Waisenhaus keinerlei Möglichkeiten sich spielerisch aus zu probieren. Der Gemeinschaftsraum ist gefliest und leer. Sie haben einen Fernseher, den sie Samstagabends benutzen dürfen und eine gemeinschaftliche Gitarre.

In dem ich Wasserfarben und Blockblätter, Musikinstrumente und Stifte  organisierte regte ich die Kreativität im Rahmen meines Unterrichtes an. Die Kinder hatten immer riesigen Spaß daran ihre Gedanken kreativ umzusetzen. So habe ich viel mit ihnen musiziert und gemalt.

Ich in der Anfangszeit von 2 Monaten war ich die einzige Voluntärin in Salatiga. In der Stadt können nur wenige Menschen englisch sprechen. In der ersten Zeit habe ich mich ausserhalb der zwei Stunden täglichem Unterricht alleine und Nutzlos gefühlt.

Ich habe versucht konstruktive Ideen in den Waisenhausalltag mit einzubringen.
Oftmals scheiterte es an dem strukturiertem Tagesplan der Kinder,an religiösen Vorschriften oder an Umsetzungsschwierigkeiten.
Es fiel mir schwer, alleine sowohl mit meinen kleinen Indonesischsprachkenntnissen oder mit den wenigen Englischsprachkenntnissen meiner Schüler Projekte zu realisieren. Ebenfalls musste ich dazu die Materialien selbst bezahlen und beschaffen.
Mein Unterricht empfand ich als sehr erflogreich. Auch habe ich eine sehr persönliche Be3ziehung zu meinen Schülern aufbauen können.
 
In Reflektionsrunden mit IIWC habe ich mein Problem angesprochen, es wurde zur Kenntnis genommen und mir versichert, dass sie mit den Waiseneltern in Kontakt gehen würden, - doch leider ist daraufhin keine Verbesserung erfolgt.
Die Kommunikation mit dem Heimeltern war zuerst gut. Der Heimvater hatte jedoch nur einmal in den drei Monaten gefragt, was ich in meinem Unterricht machen würde.
Ich stellte fest das er und seine Frau sehr beschäftigt sind mit anderweitigem Unterricht an Univrersitäten.
In Kooperation mit IIWC habe ich mich dann an zwei anderen Projekten beteiligen können, die ich neben meinem Waisenhausunterricht planen und durchführen konnte.
Hierbei habe ich in Zusammenarbeit mit der NGO Setara und einem weiteren Voluntär mit Straßenkindern arbeiten können. Auch habe ich mich einem zwei-wöchigem Kultur – Workcamp in Bali anschließen können.
An den Wochenenden blieb mir der Freiraum herumreisen zu können.

In Allem war meine Zeit in Indonesien sehr abwechselungsreich und bereichernd. Ich hatte die Möglichkeit, indem ich alles selbst organisierte, meinen Vorstellungen und Ideen üeber soziale Projekte einen Raum geben zu können.

Dadurch, dass in den ersten zwei Monaten keine weiteren Voluntäre in Semarang und Salatiga waren, konnte ich mich vollkommen auf die neue Kultur einlassen und  die Sprache schnell und gut lernen. Ich hatte schnell das Gefühl von dem land angenommen zu werden als Mitglied und nicht als Touristin.
Die für mich zuständige NGO IIWC hat sich in meiner Zeit weiterentwickelt und  Netzwerkarbeit zwischen ihnen und den jeweiligen Projekten in ihre Arbeit integriert und neue Ziele für eine gute Kommunikatuon zwischen Voluntär, Projekt und Kooperationspartzner formulieren können.

Claire Winkler