Ein Blick zurück nach vorn
Ehemalige ijgd-Aktive treffen sich in Alfeld
Sylva Ullmann
Es gab verschiedene Namen dafür: Klassen-, Oldie-, Ehemaligentreffen. Es war lange vorbereitet und doch ein Versuchsballon - das Treffen von ehemaligen ijgd-Aktiven. Vom 7. bis 9. September fand es dann tatsächlich in Alfeld in der Villa Ruhe statt. "Endlich gibt es sowas", war oft bei der Eröffnungsrunde zu hören.
Die Mischung der TeilnehmerInnen war bunt und interessant - die ältesten zählten über 75 Lenze, die jüngste Teilnehmerin gerade sieben Wochen. Insgesamt kamen rund 40 Menschen nach Alfeld - manche nur die kurz und wären doch gerne länger geblieben. Diese Spanne lässt erahnen, dass es ein interessantes Treffen war, bei dem es viel zu hören und zu erzählen gab. Nicht nur die Vereinsgeschichte wurde durch Erlebnisberichte plastischer. Es wurde deutlich, wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen das Vereinsleben beeinflusst haben. Das klingt stark nach einer sehr ernsthaften Veranstaltung. Die war es auch, denn es gab zwei Arbeitseinheiten - wie bei ijgd-Seminaren. Die ersten Ideen für die 60-Jahrfeier von ijgd im Jahre 2009 wurden gesponnen und später konkretisiert. Ein Ergebnis davon findet ihr auch in diesem Newsletter. Klickt hier. Aber so ein Wochenende ist viel länger und hat Platz für weit mehr.
Es sollte auch etwas Workcampluft durch Alfeld wehen. So musste einiges rund um die Villa Ruhe bewegt werden - Erde, um Unebenheiten im Garten zu beseitigen; Unkraut von der Kräuterspirale in den Abfall; Rasenschnitt auf den Kompost. Ein Teil der Gruppe bewegte sich in einen Nachbarort, um dort beim Bau eines Strohballenhauses mit anzupacken. Wie der Name vermuten lässt, werden diese Häuser nicht aus Ziegel und Mörtel, sondern aus Strohballen gebaut, die dann mit Lehm verputzt werden. Die Aufgabe des Bautrupps war es, Strohballen für die Dachisolation heranzuschaffen und diese ins Dachgeschoss zu transportieren. Für mehr blieb keine Zeit, denn wir hatten die Gelegenheit, das Dorf näher kennen zu lernen und mehr über diese noch ungewöhnliche Bauweise zu lernen.
Auf dem Programm standen zudem eine Stadtführung in Alfeld, eine Grillparty und Tanz mit DJ Olaf.
Und war das nun eine einmalige Veranstaltung? Wenn es nach den Teilnehmerinnen und Teilnehmern geht - und auch nach denen, die gerne gekommen wären, aber verhindert waren - dann sollte dies regelmäßig stattfinden. "Das ist auch eine Form der Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements", war mehrfach zu hören...
Hier einige Eindrücke von dem Wochenende:
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