ijgd-Fahrradkino ermöglicht erstes klimafreundliches Musikvideo der Welt
Sylva Ullmann
Man muss sich schon einiges einfallen lassen, wenn beim Dreh eines Musikvideos statt der üblichen 100 Kilowattstunden elektrischen Stroms nur eine Kilowattstunde verbraucht werden soll. Ein Abenteuer, das einen minimalen ökologischen Fußabdruck hinterlassen soll. Es wurde im November 2009 im Berliner Club Tresor umgesetzt und der Strom wurde mit den Fahrrädern des ijgd-Fahrradkinos produziert.
Und was macht ein klimafreundliches Video aus? Regisseurin Stephanie von Beauvais, die bereits Clips für deutsche Bands wie 2Raumwohnung und Tocotronic abgedreht hat, sagte dazu: "Wichtig ist, dass nicht nur die Organisation hinter der Kamera umweltfreundlich abläuft, sondern auch im Video die Aussage deutlich wird. Wir wollen ein stimmungsvolles Video machen." Auf Schweinwerfer wurde daher beim Dreh weitestgehend verzichtet – das von den Musikern per Pedalkraft erzeugte Licht war nicht nur die maßgebliche Beleuchtung, sondern auch ein Stilmittel des Videos. Der ökologische Fußabdruck wurde aber auch an anderen – nicht so offensichtlichen Stellen - verringert: Das deutlich reduzierte Equipment wurde umweltverträglich transportiert, das Catering war biologisch und aus regionalem Anbau und wurde auf Mehrweggeschirr serviert. Musiker und Crew reisten nicht mit dem Auto, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Die Location für den Dreh, der Techno-Club Tresor in Berlin, passte nicht nur mit seinem Industrie-Charme zum Drehbuch, sondern ist auch thematisch dem Energiesparen verbunden – hier fand die erste klimaneutrale Party Deutschlands statt.
Und das Video? Der Song heißt "Chamäleon" interpretiert von den Berliner Lokalhelden
Mellow und Pyro. Klimaschutz ist immer wieder Thema für die Musiker. Das Chamäleon steht im Song sinnbildlich für eine Gesellschaft, die sich transformiert und der ökologischen Situation anpasst.
Der Song ist auf
www.klimaklicker.de zu sehen und zu hören.

- Berlins Umweltsenatorin Katrin Lompscher radelte beim Earth Hour 2010 auf einem ijgd-Rad.
ijgd-Fahrradkino für den WWF bei der größten Klimaschutzaktion dabei
Einfach, wirksam und global – das ist Earth Hour, die größte Klimaschutzaktion, die es je gab. Am 27. März 2010 um 20.30 Uhr haben tausende Städte rund um die Welt für eine Stunde die Beleuchtung bekannter Gebäude und Sehenswürdigkeiten ausgeschaltet. Hunderte Millionen Menschen machten zu Hause für 60 Minuten die Lichter aus. Das ijgd-Fahrradkino sorgte am Brandenburger Tor in Berlin bei einer Aktion des WWF für klimafreundlichen Strom, erzeugt durch Muskelkraft.
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Diashow.
Und hier kommst du zum
Video auf youtube.
Mehr auf der
Website des Fahrradkinos.

