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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

VIVE MEXICO

Projekt: Urpi, Ayacucho

Kinderbetreuung im Waisenhaus

März 2009

fast 3 Wochen

Schon länger hatte ich überlegt an einem Workcamp teilzunehmen und ich wollte seit längerem nach Peru reisen und dort mit der Bevölkerung in Kontakt zu treten. Nach einigen Recherchen, wie ich das miteinander kombinieren kann, habe ich mich entschieden an einem Workcamp von der Partnerorganisation VIVE MEXICO in Peru teilzunehmen. Es gab zwei Projekte zur Auswahl, an denen ich teilnehmen konnte. Ich habe mich für das Projekt Urpi entschieden, weil mich die Beschreibung des Projektes angesprochen hat und ich gerne mit älteren Kindern arbeiten wollte.

Nachdem ich zwei Wochen durch Peru gereist bin, habe ich mich auf den Weg nach Ayacucho gemacht, einer Stadt im zentralen Bergland Perus, um an dem Workcamp teilzunehmen. Ich kann jedem empfehlen entweder vor dem Workcamp oder nach dem Workcamp noch einige Zeit durch Peru zu reisen, da Peru ein sehr vielfältiges und sehr schönes Land ist. Außerdem konnte ich auf der Reise meine Spanischkenntnisse wieder auffrischen, sodass ich mich gut mit den Jungs im Waisenhaus unterhalten konnte. Die Sprache innerhalb der Workcampgruppe ist zwar Englisch, jedoch ist es ein großer Vorteil Spanisch zu sprechen, um mit den Jungs im Waisenhaus Zeit zu verbringen, aber auch um mit der peruanischen Bevölkerung in Kontakt zu treten. Als ich in dem Haus ankam, in dem wir Freiwillige während des Workcamps wohnten, haben mich die anderen Teilnehmer, die schon vor mir ankamen, freundlich begrüßt. Ich habe dann die letzte freie Liege bezogen und habe mir ein Zimmer mit drei anderen Freiwilligen während des Workcamps geteilt. Insgesamt waren wir 13 Teilnehmer aus fünf Ländern (Kanada, USA, Südkorea, Israel, Deutschland). In dem Haus sind drei Schlafräume, eine Küche, ein Bad und ein Esszimmer. Außerdem gab es eine Dachterrasse und einen kleinen Innenhof. Am ersten Tag haben wir gemeinsam die schöne Stadt Ayacucho erkundet und waren auf dem Markt, auf dem wir täglich die Lebensmittel gekauft haben. Ayacucho ist eine übersichtliche Stadt und bietet alles was Mensch zum Leben braucht.

Am nächsten Tag sind wir in das Waisenhaus Urpi gegangen, in dem wir während der drei Wochen des Workcamps gearbeitet haben. Als wir Freiwillige dort ankamen, wurden wir von den meisten Jungs herzlich und mit Umarmungen begrüßt. Einige Jungs waren zu Beginn schüchtern und zurückhaltend, aber mit der Zeit konnten wir auch zu ihnen mehr Vertrauen gewinnen. Wir haben jeden Tag (Montag bis Samstag) sechs Stunden mit den Kindern verbracht. Vormittags haben wir drei Stunden mit den älteren Jungs (11-15 Jahre) verbracht, weil sie nachmittags zur Schule gehen. Nachmittags haben wir mit den jüngeren Jungs (6-10 Jahre) Zeit verbracht, weil sie vormittags zur Schule gehen. Wir haben den Jungs bei ihren Hausaufgaben geholfen, haben mit ihnen Spiele gespielt, gebastelt, waren an einem Tag mit ihnen Eis essen und haben mit ihnen Fußball gespielt. Wir haben eine Weltkarte an einer Wand des Waisenhauses mit den Jungs gemalt. Manchmal haben wir uns auch einfach nur mit ihnen unterhalten und sie waren daran interessiert, wie wir in unserem Land leben und haben uns viele Fragen gestellt. Es hat mir viel Spaß gemacht mit ihnen Zeit zu verbringen und es war schön zu sehen, wie sehr sich die Jungs gefreut haben, dass wir Zeit mit ihnen verbracht haben. Jeden Tag blieben immer zwei Personen der Gruppe im Haus, um für die Gruppe Frühstück zu machen, Essen einzukaufen, zu kochen und um das Haus sauber zu machen. Abends saßen wir meistens gemeinsam in dem Esszimmer, um uns zu unterhalten, Karten zu spielen oder wir sind ins Zentrum gefahren. Sonntags war unser freier Tag und wir haben gemeinsam Ausflüge in die Umgebung von Ayacucho gemacht. An dem ersten freien Sonntag sind wir nach Wari und nach Quinua gefahren , an dem zweiten Sonntag sind wir wandern gewesen und am dritten freien Sonntag sind wir nach Ica gefahren.

Am Ende unseres Aufenthalts in Urpi gab es eine Abschiedsparty für uns Freiwillige. Das war sehr schön, aber als wir uns von den Kindern verabschieden mussten, waren wir traurig. Ich habe die Jungs während der Wochen, die ich mit ihnen verbracht habe, liebgewonnen und jetzt denke ich häufig an sie und ich werde versuchen wieder nach Ayacucho zu fahren, um sie zu besuchen. Ich bin sehr froh, dass ich mich entschieden habe an dem Workcamp in Ayacucho teilzunehmen, weil ich eine schöne Zeit mit den Jungs im Urpi und den anderen Freiwilligen des Workcamps verbracht habe mit vielen tollen Erfahrungen, neuen Freunden und schönen Erinnerungen.