deutsch  
INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Rückblick auf ein erfahrungsreiches Jahr



Romina Grajcar und Nicole Lehmann

Es ging vorbei wie im Flug - unser FSJ 2006/07. Es war ein Jahr voller Freude, Kreativität, Erfahrungen, Entwicklungen und Spaß. Der Anfang war schwer, merkwürdig und unvertraut. Wir lernten nicht nur neue Kollegen kennen, arbeiteten 40 Stunden in der Woche und mussten uns an neuen Orten zurecht finden. Wir fuhren auch fünf mal in diesem Jahr auf Seminare mit 26 anderen FSJlern, die wir zunächst nicht kannten.
Mit der Zeit fuchste man sich in die Arbeit ein, trotz allem gab es auch hin und wieder  Probleme, die es lösen galt, bei Bedarf mit der Unterstützung der Teamer. Die Aussicht auf die Seminare mit verschieden Themen wie Internationalität, Emanzipation, die sechs Säulen der ijgd, Musik, Tod und Sterbehilfe und Wellness&Fitness erfreute uns immer mehr, da man dort auch neu gewonnene Freunde wieder traf und einen "kleinen Urlaub" von der rein praktischen Arbeit verbringen konnte.

Nun ist es vorbei, unser FSJ, unsere Seminare unsere gemeinsame Zeit in unserer kleinen "Familie". Sie hat uns allen etwas gebracht: Viele haben durch ihr FSJ ihre Chancen, einen Ausbildungsplatz bzw. Studienplatz zu bekommen, erhöht und teilweise auch ihre Zusagen erhalten. Leute, die in ihrer Einsatzstelle angenommen wurden erhaschten sich einen Vorteil. Wir mussten wachsen und taten das auch, wir wurden selbständiger, reifer und auch selbstbewusster. Wir erkannten unsere Möglichkeiten, stießen an unsere Grenzen  und lernten (früh) aufzustehen und unseren Weg zu gehen. Wir fanden Freunde, mit denen wir lange Abende verbrachten, lachten, fluchten und weinten. Wir haben uns getröstet, uns angeschrieen, uns vertragen. Wir lernten neue Spiele, wie es ist, Rollstuhlfahrer zu sein, sich in einer für alle unbekannten Gemeinschaft einzuleben und Abschied zu nehmen.

Wir alle stehen hinter der Idee ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren. Wir empfehlen es jedem weiter, der im sozialen Sinne arbeiten möchte, kreativ sein möchte und  Lust hat, eine Erfahrung fürs Leben zu machen.