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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Workcamp in Serbien

Sonne satt in Kosjeric
Ich beim Sprayen
die Musik-Gruppe
Performance
und noch mehr Performance

Königlich Kreativ in Kosjeric

von Lisa Weiß

 

Jeder einzelne Tag der 2 Wochen in meinem Workcamp in Kosjeric, ein liebenswürdiges 14.000 Einwohner Kaff in Westserbien, war fantastisch, ja königlich:
Jeder Tag war gegliedert durch die Mahlzeiten. So gab es von 9 – 10 Frühstücksbuffet, 13 bis 14 Uhr Mittags-Menü und 19:30 Abendessen. Hierfür konnte unsere Gruppe aus 40 TeilnehmerInnen gemeinsam in das Dorfrestaurant gehen, wo und ein netter Chefkellner für unser Wohl sorgte.


Zwischen den Essenszeiten trafen sich unsere Campgruppen „Music“, „Performance“, „ Art Performance“ und „Street Art/Mural Painting“ (das war meine!) um an ihren jeweiligen gemeinsam entwickelten Projektideen zu arbeiten. Innerhalb von 2 Wochen realisierten die Musiker eine Stunde Konzert voller frei komponierter Songs, die Performance-Teilnehmer visualisierten Improvisationen, die  kurze Geschichten vermittelten – in Zusammenspiel mit dem Konzert. „Art Performance“ entwickelte eine große Überaschungsaktion am Bahnhof von Kosjeric, außerdem entstand eine Ausstellung von freien künstlerischen Projekten. In meiner Gruppe wurden Außen- und Innenwände einer Grundschule bemalt und besprayt, weitere Wände der Stadt wurden ganz unterschiedlich bestückt, außerdem wurden Objekte für den öffentlichen Raum gebaut. So konnte ich bspw. neben den gemeinschaftlichen Wandmalereien 2 Metallkuben und eine Tapete realisieren. Am Ende des Camps wurden alle entstandenen Projekte vorgestellt, bei einem Event in Kosjeric und danach auch in Belgrad. Die Zusammenarbeit in und zwischen den Workshops funktionierte so gut, dass es einige gemeinschaftliche Projekte gab, die Unterstützung durch die Campleitung war toll.


Gemeinsame Projekte gab es auch außerhalb der Gruppen: Teilnehmer organisierten Untericht in Capoeira oder traditionellem Tanz, wir tanzten eine Space Parade im crazy Kostüm durch die ganze Stadt, moderierten fremdsprachige Radiosendungen, bereiteten den International Evening vor und verschlangen schließlich das Vorbereite; stürmten die Freibad-Rutsche, fütterten 7sieben kleine süße Hundebabies, saßen am Flussufer, aßen Eis und guckten in die Sonne. Und dann gab es noch die Abende im Cafe Breza. Von dem kann das Großstadtnachtleben noch einiges lernen. Im Breza war immer was los. Nacht für Nacht verbrachten wir tanzend, quatschend, Bier und Rakija schlürfend entweder draußen in der lauen, serbischen Sommernachtstimmung oder drinnen im vibrierenden Party-Fieber zwischen Holztisch, Bar, Tanzfläche und Klo. Wir hatten sie alle: Karaoke, Kino, Konzerte, Elektro Djs, 80er Motto oder einfach nur After Work Dancing. An zwei Tagen wurden wir auf eine Exkursion mitgenommen, zu genialen Orten in Natur und Stadt mit Klassenfahrt-Stimmung im durchweg positiven Sinne.


Übernachtet haben wir in 2-3er Gruppen in Gastfamilien, was eine sehr tolle Erfahrung war, um eine Basis zu haben sich gegenseitig besser kennen zu lernen und Freundschaften zu schließen.
Und das Land: Schön, spannend, vielseitig. Und die Leute: Liebenswürdig, hilfsbereit, offen, witzig, ernsthaft und gelassen zugleich.


Wie man ein wenig raushören kann: Es war sehr schön. 14 Tage, in denen wir einfach nur zusammen sein konnten, um uns auszutauschen, etwas zu erschaffen und eine richtig gute Zeit zu haben. Danke Kosjeric – wir waren kreativ und haben gelebt wie Könige. Ziveli!