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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Workcamp in Südafrika 2009

Name: Michaela G.

Hilltop - Winterworkcamp 2, Südafrika/ Mdantsane

Inhaltliche Ausrichtung: Informationen für eine Website zusammenstellen

Zeitpunkt: Juli/ August 2009

Dauer: 3 Wochen

 

 

 

Nach dem Abitur wollte ich unbedingt ganz weit weg und eine ganz andere Kultur kennen lernen. Südafrika hat mich sehr interessiert, weil ich die afrikanische Kultur echt spannend finde und auch schon viele beeindruckende Fotos von diesem wunderschönen Land gesehen habe.

Hilltop hat kein typisches Workcamp angeboten. Ich war die einzige Freiwillige dort und habe bei einer südafrikanischen Familie gewohnt. Die Familie lebte in Mdantsane, dem dritt-größten Township von Südafrika. Dadurch konnte ich das alltägliche Leben der Familie hautnah miterleben.

Die Oma der Familie (Virginia) hat für Hilltop als ‚Silence-Witness’ an der Ulwazi Highschool gearbeitet. Sie hat mit anderen Frauen auf dem Schulhof aufgepasst, dass nicht mit Drogen gehandelt wird, nicht geraucht wird, jeder Schüler im Klassenzimmer ist,…

Ich war jeden Tag an der Schule und habe Informationen gesammelt. Hilltop ist gerade dabei eine Website über die Schule zu erstellen. Ich habe viele Fotos gemacht, Lehrerprofile erstellt, Klassenlisten zusammengetragen und kleine Berichte geschrieben. Da ich dann noch Zeit hatte, habe ich den Lehrern geholfen und alle möglichen Sachen für sie am Computer erledigt.

Den Vormittag habe ich also immer in der Schule verbracht. Am Spätnachmittag war ich oft beim Fußballtraining dabei und habe zusammen mit anderen zugeschaut. Die Fußballmannschaft wurde von Virginia und ihrer Tochter gegründet, so waren die Jungs eben auch oft bei uns zuhause.

Alle haben dort gute Englischkenntnisse gehabt, manche konnten sogar besser Englisch als ich, andere konnten nur wenig sagen. Verständigen konnte man sich aber dann letztendlich mit jedem.

Während meines Aufenthalts wurde ich von einer anderen Deutschen betreut. Sie ist für ein Jahr in Südafrika und arbeitet als Freiwillige für Hilltop. Sie hat mich abgeholt und sich auch immer wieder erkundigt wie es mir geht. Ich wusste, dass sie mir geholfen hätte, falls es Probleme gegeben hätte. Durch sie habe ich mich gut betreut gefühlt und hatte jederzeit eine Ansprechperson.

Meine Zeit in Südafrika, war eines der aufregendsten Erlebnisse in meinem Leben. Es war interessant eine ganz andere Kultur kennen zu lernen. Ich erlebte so freundliche, offene, herzliche Menschen. Ich habe gesehen, was es heißt in Armut zu leben und es war nicht immer einfach damit umzugehen. Plötzlich merkt man, wie banal Probleme zuhause sind, wie glücklich wir uns schätzen können, was wir alles haben. Ich dachte immer, allen anderen um mich rum geht es besser als mir. Der eine hat die schöneren Klamotten, der andere hat mehr Geld um jedes Wochenende wegzugehen,… Ich habe gelernt, dass ich mit dem was ich habe mehr als zufrieden sein kann, dass ich allen Grund habe dankbar zu sein für das was ich habe.