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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

MTV an einer Schule in Seit 6 Tai/ Isan

Warum?
Warum nach Thailand? Warum ein MTV?
So genau wusste ich die Antwort nie. Thailand weil es mein Traumziel war. Ein MTV um mal eine andere Erfahrung als ein Urlaub in dem einem Land zu haben.

Vorbereitung
Viele haben sich beschwert über die Seminare, weil viel Zeit (2 Wochenenden) und viel Sprit verbraucht wurde. Doch warum immer beschweren, okay es hat sich ein bisschen hingezogen, doch wurde uns auch viel Hilfreiches mitgegeben. Ich habe auch viel von andern Freiwilligen mitbekommen, die gar keine oder nur eine geringe Einführung hatten und dadurch vielleicht ein paar Probleme mehr. Man kann einen nicht auf alles vorbereiten, aber dass ist doch auch etwas gutes, wo wäre man ohne die eigenen Erfahrungen.

Projekt
Zuerst dachte ich, ich würde nach Ranong gehen Wiederaufbauhilfe machen, doch dass stellte sich schnell als falsch heraus. Es gab schon genug Freiwillige, die dort mithalfen. Nach kurzeitiger Enttäuschung stellte ich mich darauf ein etwas völlig anderes zu machen. Umweltprojekte, Unterrichten und noch mal Unterrichten standen zur Auswahl. Schnell fand sich eine Gruppe aus vier Leuten mit dem gleichen Ziel Unterrichten und unser zweites Projekt sollte ein Drama oder Festival sein.

Die Gruppe
Wie schon gesagt, fanden wir uns sehr schnell zusammen, zwei Iren und zwei Deutsche. Unser Motto lautete „Kaputt in Kambutscha“ oder „Komisch in Kambutscha“, kaputt weil Damien den Fuß in der ersten Woche sich verletzt hatte und mir mein kleiner Finger, bei dem Versuch mir zu zeigen wie man Thaidancing macht etwas demoliert wurde. Komisch weil wir schon ein lustige Truppe waren Damien, Cordelia, Sarah und Sarah, wobei die erste oder zweite Sarah hinterher nur mit Ihrem Nickname Uma angesprochen wurde um nicht noch größere Verwirrung zu stiften.

Das Dorf Seit 6 Tai
Das Haus von Greenway liegt in einem kleinen Dorf im Isan. Wegbeschreibung: Provinz Buriram, liegt im Nordosten Thailands, Amper Ban Kruat, nächst größerer Ort oder Marktplatz ist Nikhom. Das Dorf hat ca. 300 Einwohner, die Hunde nicht mitgezählt. In der Umgebung gibt es ein paar Reisfelder und viele Kautschukwälder. Die Hauptstrasse des Dorfes führt nach Kambodia, welches etwa 5 Kilometer entfernt liegt. Die Sprachen die gesprochen werden sind Thai und Lao (da die damaligen Thaigebiete zu Laos gehörten). Die meisten Menschen des Dorfes arbeiten in den Kautschukwäldern auf den Reisfeldern oder haben Vieh. Oder viele der jungen Frauen wie auch Männer arbeiten in den Grosstädten wie Bangkok oder Korat. Die Großeltern übernehmen die Aufgabe der Kindererziehung. Das Dorf hat an jedem Ende der Hauptstraße (insgesamt 2) einen Grenzposten mit Schranke. Die Posten sind nicht mehr Besetzt, doch auch heute ist das Verhältnis von Thailand zu den Kambodschanern nicht das Beste.

Das Unterrichten – Die Schulen
Zu zwei Schulen hatten die vorigen Freiwilligen schon Kontakt und wir nahmen noch zu zwei weiteren Kontakt auf. Der erste Kontakt war eigentlich sehr einfach, wir vier haben uns einfach per Anhalter (das normale Fortbewegungsmittel) auf den Weg zu den Schulen gemacht. Haben gesagt, dass wir gerne Englisch Unterrichten würden und schon hatten wir die ersten Probestunden.

1. Versuch und es geht weiter...
Erster Probeversuch war schon der kalte Sprung ins Wasser, in einer Klasse mit sieben jährigen Thais und einem Lehrer ohne Englischkenntnisse. Erst gar keine Ahnung was ich machen sollte, dann beschloss ich die Farben zu lehren, weil die auch ohne große Kenntnisse einfach zu vermitteln sind. Dann wurden die Schulen aufgeteilt jeder Freiwillige in eine Schule.

Meine Schule heißt Nikhom 8 school und liegt ca. 10 Gehminuten von dem Dorf Seito 6 Tai entfernt, in dem Dorf Seito 5. Ich habe die beiden Klasen von den vorherigen Freiwilligen übernommen, die ältesten Schüler 14 bis 16 und hinterher auf Anfrage eines Mädchens auch noch eine Klasse im Alter von 11. Erst habe ich nicht gewusst was ich unterrichten soll und im Nachhinein gesehen zu schwierige Sachen versucht den Schülern beizubringen. Bis ich eines Tages einfach meine Schüler gefragt habe, habe an die Tafel mehrer Möglichkeiten zur Auswahl gegeben und die Antwort war Kommunikation. Ab dann habe ich meinen Unterricht neu aufgerollt und angefangen einfache Kommunikation wie „How are you?“ „I’m happy.“ oder “Are you hungry?” „Yes I am.“ zu lehren. Was ich denke auch den größeren Nutzen hat. Immer wieder gern gesehen war auch das Spiel Hangman, nur ich konnte es hinter nicht mehr sehen. In der Klasse mit den jüngeren Schülern war es da schon einfacher, da habe ich Tiere und Körperteile den Kindern beigebracht. Zum Schluss hatte ich einen guten Draht zu vielen meinen Schülern und werde die Zeit nicht so schnell vergessen. Auch die Lehrer werden mir noch länger im Gedächtnis bleiben, viele konnten schlecht bis gar kein Englisch, aber waren dafür umso freundlicher und hilfsbereiter.

Dafür dass ich gar nicht unterrichten wollte und nie gewollt hatte, waren es wunderschöne drei Monate in der Schule, die ich nicht missen möchte. Ich kann nur jedem Raten versucht es auch, vielleicht mit ein bisschen mehr Einführung in das Thema Unterrichten.

Evening Teaching
Zweimal die Woche, dienstags und Donnerstag haben wir in einem anderen Dorf (Seito 3) Kinder von 6 – 15 Jahren, die Freude am Englisch lernen hatten, unterrichtet. Mit vielen Spielen und Körpersprache und ein bisschen lehren, war dies eine andere schöne Erfahrung. Die Kinder waren aufgeweckt, super lieb und es war  immer wieder schön, wenn sie Thailieder gesungen haben.

Zweites Projekt ein Drama oder ähnliches?
Leider haben wir es nicht geschafft dieses Projekt zu verwirklichen, es gab mehrer Gründe die uns im Weg standen. Erst mal die Zeit, sie vergeht schneller als man denkt. Und dann war auch die Frage mit wem, wann wo und Geld spielt auch noch eine Rolle. So beschlossen wir, dass dieses Projekt nicht durchführbar ist, vielleicht schaffen es die nächsten Freiwilligen.

Und sonst...?
Kartenspiele, Lustige Diskussionen und Ausflüge in die Umgebung. Thai-kochen, Thai essen und versuchen Thai zu sprechen haben viel Zeit in Anspruch genommen, aber auch genauso viel Spaß gemacht. Das Haus von Greenway verschönern (je nach dem wie man es sieht?) und auch immer mal wieder sauber machen, Wäsche per Hand waschen und viele andere nette Erfahrungen habe ich gemacht. Auch immer wieder schön waren unsere wöchentlichen Ausflüge zum Evening Markt in Ban Kruat, wo natürlich auch galt „Handel ist ein Muss“.
Danke

Dank an Greenway für die nette Einführungswoche und unser schönes Haus. Danken möchte ich meiner tollen Gruppe, ohne die es wahrscheinlich nur halb so schön gewesen wäre Cordi, Dam, Uma und natürlich Tom und Cle es war super toll mit euch und auch das Essen dank euch immer super lecker. Dann möchte ich meinen Lehrern danke sagen, weil sie mir bei allen möglichen Dingen geholfen haben und mich überall hingefahren haben. Danke allen Thais und allen Freunden die wir neu gefunden haben. Nicht zu vergessen Dank an unsere Nudelküchen im Dorf, die uns gut und oft mit leckerem Thai essen versorgt haben. Und ein großes Dank an meine Schüler, die zwar nicht immer motiviert aber immer sehr super nett waren.

Last but not least
Ich habe viele neue Dinge gelernt, gesehen und viele neue Erfahrungen gesammelt. Ich wünsche euch auf jeden Fall alles erdenklich Gute bei euren Projekten und habt eine schöne Zeit, egal wo es euch auf der Welt hin verschlägt.

Good Luck

Sarah Waberg  Mail schreiben