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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

Workcamp in den USA

Baxter, Maine 2009

von Florian Schmitz

 

Nach dem alle 8 Teilnehmer ohne große Verspätung aus unseren Heimatländern(Südkorea, Frankreich, Österreich und Deutschland) am Flughafen von  Bangor/Maine eingetroffen sind und von unseren Betreuern Jodi und Bob in Empfang genommen wurden ging es erst noch mit dem Auto ca. 150km in Richtung Norden, nach Millinocket wo sich jeder müde durch die lange Reise nach einem Bett sehnte.

 

Millinocket liegt im Norden von Maine am Rande des Baxter State Park, hat 6000 Einwohner und bot das Ambiente eines netten Dorfes mit Einkaufsmöglichkeiten und verschiedenen Museen, wie z.B. dem Schneemobilmuseum. Durch die Forstwirtschaft war Millinocket in früheren Jahren eine Hochburg der Papierindustrie, nach Schließung der Papiermühlen reduzierte sich die Zahl der Einwohner und man konzentrierte sich auf den Tourismus.

 

Untergracht waren wir im Baxter State Park selber, welcher sich ca. 40km von Millinocket befindet. Unsere Unterkunft, bestehend aus einem großen Blockhaus bot entgegen aller Erwartungen und Ankündigungen luxuriöse Einrichtung, wie Duschen inkl. Warmwasser, sowie elektrische Beleuchtung gespeist durch eine Solarzelle sowie Etagenbetten mit bequemer Matratze. Als Kochgelegenheit war die große Küche inkl. Backöfen perfekt um uns optimal  selber zu verpflegen Die Nähe zu Flüssen und Seen war ideal zum Baden nach der  Arbeit, eine große Wiese bot die Möglichkeit ausgiebig Frisbee oder Fußball zu spielen.

 

Bei unserer Arbeit war neben Kreativität meist handwerkliches Geschick gefragt, neben kleineren Gärtnerarbeiten wie das Schneiden von Bäumen hatten wir die Aufgabe einen 4km langen Weg durch den Wald zu schlagen und eine Brücke über einen 15m breiten Fluss zu erneuern.
Gestartet wurde Montags bis Freitags um Uhr morgens bis ca. 16Uhr Nachmittags, mit Pausen natürlich. Das Brückenprojekt hat mich am meisten fasziniert. Ich war erstaunt mit welchen primitiven technischen Hilfsmitteln wir große Baumstämme und schwere Steine bewegen konnten und wie man mit Geschick und Fantasie Probleme lösen konnte. Die hohe Luftfeuchtigkeit hat die Arbeit natürlich erschwert, nichts desto trotz hat es riesen Spaß gemacht zu sehen wie das Projekt mit großen Schritten voran kam.

 

Die Freizeit an den Wochenenden gestalteten wir weitesgehend dadurch, den riesigen State Park zu erkunden, den Mt. Katahdin zu erklimmen, Elche und Bären zu beobachten oder an einer der zahlreichen Stromschnellen der Flüssen oder an den Seen zu baden. Uns wurde netterweise ein Kleinbus und Benzin zu Verfügung gestellt, welcher uns im riesigen Park erst wirklich die Möglichkeit gab mobil zu sein. Abgerundet haben wir die Wochenende durch weitere Aktivitäten wie Rafting oder ausgiebigen BBQ´s. 

 

Ich war sehr angetan, wie viel Dankbarkeit und Anerkennung uns für unsere Arbeit  von den Einheimischen entgegen gebracht wurde, was einen natürlich unheimlich gefreut hat etwas Nützliches für die Allgemeinheit zu tun. Uns wurde jegliche Unterstützung zu Teil. Ich hatte immer den Eindruck, dass alles bis ins kleinste Detail ordentlich geplant wurde und dass wir in keiner Situation allein gelassen worden sind. Das Camp war eine super Möglichkeit um neue Leute und deren Kultur kennen zu lernen, sich gemeinnützig an einem sinnvollen Projekt zu beteiligen und als Gruppe viele schöne Erfahrungen zu machen.