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Workcamp in den USA

Alle Einsteigen!
Freizeit im Central Park
Im 3D Kino mit unseren Klienten
Disney World Florida
Trip nach Washington
In Atlantic City

Mein Workcamp bei Sprout in New York

von Sarah Gollnast 2009

 

Sprout ist eine Organisation, die Urlaubsreisen und Tagesaktivitäten für Behinderte organisiert und durchführt. Dazu benötigen sie die Hilfe vieler Volunteers aus der ganzen Welt. Wobei man sagen muss, dass die meisten „Vols“ aus Europa kommen. Wenn man nicht gerade auf einem Vacationtrip (Urlaubsreise) ist wohnt man im HIHostel in New York in der upper westside. Im Hostel ist man in 10er oder 12er Zimmern untergebracht. Im Sommer soll es manchmal so sein, dass die Vols von Sprout zusammen einen eigenen Raum teilen. Da im Herbst nicht so viele Vols da waren, wurden wir gemeinsam mit den normalen Hostelgästen untergebracht. Das trägt allerdings auch dazu bei neue Kontakte zu knüpfen und ich fand es deshalb auch gar nicht schlimm. Die Zimmer im Hostel sind überwiegend in Ordnung. In den Betten kann man schlafen ohne ein Rückenleiden zu bekommen ;) Ansonsten bietet das Hostel eine gut ausgestattete Küche, einen Aufenthaltsraum mit Fernseher,
weitere Aufenthaltsräume, einen netten Garten (Terasse) und vor allem viele verschiedene Aktivitäten für die Hostelbewohner an. Die meisten davon sind umsonst oder sie sind sehr billig und wenn man teilnimmt ist es fast garantiert, dass man neue Kontakte knüpft. Die Badezimmer im Hostel könnten als Minuspunkt gesehen werden, wenn man aber nicht so zimperlich ist und sich Flip Flops zum duschen anzieht kann man damit gut klarkommen.

Ansonsten bietet New York jede Menge Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen und es wird garantiert nicht langweilig!


Soviel zur Freizeit zwischen den Trips ;) Wird man auf einen Trip geschickt, erfährt man dies meist ein paar Tage vorher. Man bekommt dann meist schnell mit wer die anderen Vols sind die mit einem zusammen fahren. Jeder Volunteer bekommt vor Antritt des Trips einen Informationshefter über den Trip und die teilnehmenden Klients. Diesen sollte man vor Antritt des Trips lesen! Wenn es losgeht treffen sich die Vols mit den Klients im Hostel. Dort werden alle wichtigen Informationen und die Medikamente mit den Agencies oder den Angehörigen der Klients ausgetauscht und das Taschengeld übergeben. Wenn man nicht gerade zum Zielort des Trips fliegt oder man mit dem Schiff fährt (was
meistens der Fall ist), dann fährt man mit einem Van. Diese können einem im ersten Moment Angst machen, weil sie sehr groß sind. Sie sind aber gar nicht so schwer zu fahren und mit der Automatik kommt man auch schnell klar. Die Vans müssen gut gepackt werden. Das ist wichtig, weil man alle Klients und ihr Gepäck, in einem Van unterbringen muss. Das erscheint Anfangs manchmal unmöglich, hat aber auf allen meinen Trips am Ende doch geklappt ;) Hat man das ganze Gepäck im Van kann man die Klients in den Van bringen. Diese brauchen in der Regel Hilfe beim einsteigen, da der Van sehr hoch ist. Dafür benutzt man einen kleinen Hocker. Man muss aber trotzdem daneben stehen, den Hocker
festhalten und den Klients Hilfestellung durch Handreichen etc. geben. Dann kann es losgehen... Auf den Trips gestaltet man die Tage gemeinsam mit dem Team von Vols. Die Wünsche der Klients werden mit Bezug auf das vorhandene Budget in die Planung miteinbezogen. Einer der Volunteers kümmert sich den gesamten Trip über um das Budget und dieser macht auch am Ende die Abrechnung. Der „Primary-leader“
(jemand der vorher schon auf Trips war) hat immer die letzte Entscheidung und ist zuständig für die vergabe der Medikamente an die Klients.
Insgesamt unternimmt man auf den Trips mit den Klients sehr viele schöne Dinge, von einfachen Sachen wie Bowling bis hin zu Besuchen von Disneyworld und Seaworld, Boattrips, Dolphinwatching… was es eben gerade in der Umgebung gibt, auf das alle Lust haben und es muss bezahlbar sein. Ganz wichtig (vor allem für die Klients) ist das Essen. Bei Sprout gibt’s immer üppige Mahlzeiten und immer drei am Tag, wobei Lunch und Dinner oft warme Mahlzeiten sind. Aufgrund des Budgets gibt’s daher oft viel Fastfood. Hat man genug Budget kann man teurere Restaurants besuchen. Die Hotels, die man besucht, sind in der Regel in Ordnung und man kann mal wieder ein paar Nächte in einem gemütlichen Bett schlafen…schöner Nebeneffekt…

Alles in allem bin ich von meiner Zeit bei Sprout total begeistert und würde es sofort  wieder machen! Ich kann wirklich sagen, es war eine der schönsten Zeiten in meinem Leben!


Ich würde dieses Camp jedem empfehlen, der Lust hat mit Menschen mit Behinderung zu arbeiten und sehr belastungsfähig ist. Denn es macht sehr viel Spaß, ist aber auch sehr anstrengend, weil man auf den Reisen 24 Stunden täglich im Einsatz ist und die Trips sind in der Regel zwischen 3 und 7 Tagen lang.