Workcamp in den USA
Philadelphia, Pennsylvania 2010
Von Valentin Käppel
Für wenig Geld in die Staaten
Grundsätzlich hab ich nach einer Gelegenheit gesucht, meine letzten Sommerferien während der Schulzeit möglichst kostengünstig in einem englischsprachigen Land zu verbringen. Die Vereinigten Staaten stellten hierbei selbstverständlich die für mich faszinierendste Möglichkeit dar. Da es besonders mit erst 18 Jahren sehr schwierig ist in den USA einen Job mit Unterkunft oder ähnliches für wenige Wochen zu finden, endete meine Suche im Internet vorerst erfolglos. Doch dann stieß ich durch einen Bekannten auf die Homepage der IJGD. Daraufhin meldete ich mich bei dem Workcamp in Philadelphia an. Eine Freundin, der ich auch zu diesem Workcamp riet, meldete sich ebenso an und schließlich hatten wir Glück und keiner von uns musste die lange Reise alleine antreten.
Herzliche Begrüßung
Als es dann soweit war und wir nach einem langen Flug in Philadelphia ankamen, mussten wir erstmal unser Gepäck durch verschiedene Buslinien bis zu der Unterkunft bringen. Die Busfahrer und Einheimischen auf der Straße waren gerne hilfsbereit wenn sie merkten, dass wir Probleme mit der Orientierung hatten. Endlich im CEDC-Gebäude in der Porter Street angekommen, wurden wir von den bereits erschienenen Workcampteilnehmern herzlich begrüßt und bekamen von den Spaniern gleich das erste Bier angeboten, was wir vorerst dankend ablehnten (es war kurz nach Mittag). Nach einer kurzen Führung von dem (schwer verständlichen) italienischen Co-Leader durch die verschiedenen Zimmer des chaotischen Hauses trafen so langsam auch die restlichen Teilnehmer ein. Nach ausführlicher Begrüßung und Aufstellung der Kochgruppen sollten wir am nächsten morgen unseren Camp-Leiter Ron kennen lernen.
Erst die Arbeit dann das Vergnügen
Während wir am ersten Tag im Haus blieben um dieses zu Putzen und einige Sachen zu reparieren, bestand unsere Aufgabe in den nächsten 2 Wochen hauptsächlich darin, eine Kirche von innen neu zu streichen und zu renovieren. Da sich diese fast direkt im Stadtzentrum Philadelphias befand, hatten wir die Möglichkeit, nach der Arbeit nochmal kurz die Einkaufsstraßen entlang zu bummeln.
Exotisches Essen, neue Sprachen lernen und schöne Abende auf der Dachteresse
Zur Gruppe lässt sich sagen, dass wir uns alle sehr gut verstanden haben und es eine wirklich lockere Atmosphäre gab. Fast alles was wir in unserer Freizeit unternahmen, sei es ins Schwimmbad zu gehen oder durch die kleinen Shops in der Southstreet zu bummeln, haben wir in der Gruppe getan. Jeder war daran interessiert, möglichst viel über die anderen Kulturen und Gewohnheiten zu lernen und natürlich auch stolz, typisches Essen oder ähnliches aus seinem Heimatland zu präsentieren. Während die Italiener hoffnungslos versuchten, Koreanisch und Deutsch zu lernen und der Spanier hauptsächlich damit beschäftigt war, Sangria und Mojito für die lustigen Abende auf der Dachterasse zu besorgen, gefiel es der Koreanerin, exotische asiatische Speisen für die Gruppe vorzubereiten.
Atlantic City
An dem einzigen Wochenende ergriff unser amerikanischer Camp-Leiter glücklicherweise die Initiative und wir fuhren mit einem der Greyhound-busse nach Atlantic city. Atlantic city ist eine Küstenstadt in New Jersey, in der es hauptsächlich riesige Hotels mit nicht weniger großen Casinos im Erdgeschoss gibt. Leider war das Wetter nach dem Casinobesuch nicht unbedingt wohlwollend mit uns und wir konnten nur eine kurze Zeit am Strand verbringen.
Was man mitnimmt
Es gab also nicht nur während den Fahrten durch die Stadt zu der Kirche und in Philadelphia viel neues zu entdecken. Die ganzen Erfahrungen die ich persönlich machen durfte und die vielen neuen und unbekannten Eindrücke und Anblicke die man in den USA zu sehen bekommt, kann man in einem kurzen Bericht eigentlich gar nicht beschreiben. Deshalb kann man eigentlich nur sagen...es lohnt sich wirklich, selbst an einem Workcamp in den großen Vereinigten Staaten teilzunehmen.




