Workcamp in den USA
Workcamp Sommer in St Louis, Missouri 2011
von Esther Gerschmann und Anna Nielsen
Die langen Sommersemesterferien standen an und man wollte was Besonderes machen. USA, das wäre was! Meine Freundin, mit der ich das Camp am Ende zusammengemacht habe, hatte die Idee mit dem Workcamp. Da wir nicht wussten was wir wollten und eh schon recht spät mit der Bewerbung waren, passte am Ende St Louis, Missouri am besten.
Ich realisierte das erste Mal, dass wir wirklich etwas in diese Richtung machen, als wir die Flüge gebucht haben. Durch den Stress in der Uni verging die Zeit bis zum Abflug verdammt schnell und schon ging es ans Koffer packen und ab nach Tegel, Amsterdam, Detroit und schlussendlich St Louis. Nach dem doch etwas längeren Flug bis zum Wunschort wurden wir schon von freiwilligen Helfern abgeholt und zum Haus gefahren in dem wir alle nun 3 Wochen zusammen wohnen sollten. So langsam trudelten auch alle anderen ein. Etwas nichts wissend und verschüchtert kamen wir uns dann aber doch alle nach einiger Zeit näher.
St Louis ist heiß -es ist so heiß, dass man schwitzend in die Dusche geht und genauso wieder rauskommt. Morgens Arbeit - Lunch - Arbeiten - Freizeit - Dinner bei Nachbarn aus der Gegend, die sich auch für den Erhalt und die Restauration von Old North St Louis einsetzen.
Wir wurden immer herzlich aufgenommen und überragend gut gewirtet.
Im Haus hatten wir alles was wir brauchten. Neben Guitar Hero, richtigen Betten waren die gemeinsamen Abende an der Feuerschale legendär. Diese wurden nur von den gemeinsamen Partynächten übertroffen bei denen man sich spätestens kennengelernt hat.
Und schon verstanden wir uns als große Familie. Die Arbeit in St Louis war spannend und aufregend, da man immer irgendwas Neues gefunden hat - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Bei unseren Aufräumaktionen haben wir alles Erdenkliche Gefunden und uns gefragt warum Leute solche Dinge wegschmeißen. Generell gilt St Louis als eine sehr gefährliche Stadt bis auf einen Raub den wir alle gut Überstanden haben, haben wir davon aber nicht viel mitbekommen und fühlten uns auch immer sicher. Wir wurden überall hingefahren und haben viel von der Stadt sehen können. Unser Gastgeber und auch unser Vorgesetzter waren stets sehr bemüht uns mit verschiedensten Aktivitäten zu beschäftigen, sodass wir wirklich viel Verrücktes erleben durften.
Insgesamt war es eine super herzliche Atmosphäre und ich habe mich wie zu Hause gefühlt. In diesen 3 Wochen sind Freundschaften entstanden, die sich über den gesamten Globus verteilen.
St Louis war auf jeden Fall genau die richtige Entscheidung!




