Workcamp in den USA

- drei Freunde bei der Arbeit

- auf dem Weg zum Arbeitsort

- so sieht konzentriertes Arbeit aus...

- ...aber auch so kann harte Arbeit aussehen

- die Sonne genießen und Kraft tanken

- Freizeitgestaltung: Kanufahren

- Musizieren am Strand. Eine unserer Lieblingsfreizeitbeschäftigungen: Schwimmen
Montpelier, Vermont 2011
von Lisa Beneke
In den Herbstferien entschieden meine Freundin und ich uns für unsere Reise nach Vermont mit den ijgd und mit einem Mal stand ich am Flughafen in Frankfurt und winkte ein letztes Mal meinen Eltern zu, bevor wir die Sicherheitsschranken passierten.
Der darauffolgende Flug und die neunstündige Zugfahrt nach Vermont, Montpelier, verlief wie am Schnürchen. Am Bahnhof dort wurden wir dann direkt von unserem Leader Geoff begrüßt und zu unserer Bleibe für die nächsten drei Wochen gebracht, wo wir dann auch endlich die anderen Teilnehmer kennenlernten. Wir waren insgesamt 11 Leute, wobei zwei nur für eine Woche blieben.
Schon gleich am nächsten Tag lernten wir dann auch unsere Arbeit kennen. Wir sollten also die nächsten Wochen in den Parks dort arbeiten, Steine schleppen und die Wanderwege präparieren. Nicht ganz ohne wenn man bedenkt, dass es jeden Tag über 35°C waren und die Luftfeuchtigkeit doch etwas höher ist als hier in Deutschland.
Nach der Arbeit genehmigten wir uns alle erst mal eine Dusche in dem nicht weit entfernten Fitnessstudio und danach ging es weiter mit jeder Menge Aktion. Entweder standen wunderschöne Plätze zum Schwimmen inklusive Klippen zum Springen und Wasserfällen auf dem Tagesplan oder wir besuchten zwei Eiscremefabriken, das Kino, wo wir kostenlos einen Film anschauen durften und sogar kostenloses Popcorn bekamen oder wir gingen wandern.
Dann gab es meistens Abendessen. Wir machten immer einen Plan, wer für das Frühstück, das Mittagessen oder das Abendessen verantwortlich war. Bei uns fiel die Entscheidung öfters auf den Südkoreaner. Er war ein brillanter Koch und dazu machte es ihm noch riesigen Spaß. Natürlich kochte jeder Mal von uns. So gab es mal Französisch, mal Italienisch, Nordirisch, Deutsch und wie schon erwähnt sehr viel Südkoreanisch. Es schmeckte aber immer jedem.
Die Abende gestalteten sich meist so, dass wir alle zusammen saßen und spielten. Dabei lernten wir alle ein koreanisches Spiel kennen und amüsierten uns jeden Abend aufs Neue mit 21 (twenty-one), bei dem es darum geht, sich Dinge zu merken. Manchmal schauten wir uns auch einen Film an oder an speziellen Abenden unternahmen wir etwas mit unseren Leadern, wie z.B. eine Tanzstunde, einen Musikabend oder gemeinsames Grillen. Und so fielen wir eigentlich immer hundemüde ins Bett und quälten uns jeden Morgen aus dem Bett. Auch an den Wochenenden unternahmen wir sehr viel. Es blieb also nie viel Zeit für Langeweile oder gar Heimweh.
Leider verging auch so die Zeit viel zu schnell und schon bald mussten wir uns alle voneinander verabschieden. Doch ein Wiedersehen ist schon in Planung und die tollen Erfahrungen und Erlebnisse werde ich so schnell nicht vergessen. Es war ein Erlebnis, dass ich nicht missen möchte, und dass mich auf jeden Fall bereichert hat. Danach gönnten wir, meine Freundin und ich, uns erst Mal eine schöne Zeit in New York, was ich ebenfalls nur empfehlen kann.