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Dienst vor Ort

Du wirst zu einem Freiwilligendienst in ein konkretes Projekt vermittelt. Die einzelnen Projekte sind zum Teil bereits auf der ijgd-Website einzusehen und werden ständig aktualisiert. So bald die Projekte vom BMZ als Einsatzstellen anerkannt sind, werden sie mit dem Status "anerkannt vom BMZ" versehen.

Der Freiwilligendienst wird, wenn nicht mit Freiwilligen und Projektpartner etwas anderes abgesprochen ist, zwölf Monate dauern. Zumeist gibt es neben dem konkreten Projekt vor Ort eine Partnerorganisation. Die Partnerorganisation teilt sich mit dem Aufnahmeprojekt die Aufgaben der Betreuung vor Ort. Das Projekt gewährleistet die Einarbeitung, Beschäftigung und fachliche Anleitung der Freiwilligen. Den Freiwilligen wird über die gesamte Zeit eine angemessene und kostenlose Unterkunft zur Verfügung gestellt und eine Verpflegung, die dem ortsüblichen Standard entsprechen soll, wird gewährleistet. Die Partnerorganisation stellt einen Mentor/eine Mentorin, der/die in der Regel im Umgang mit Freiwilligen erfahren und in der Lage ist, eine umfassende Betreuung zu leisten, wie z.B. das Abholen vom Flughafen, die Unterstützung bei der Integration ins Gastland und die Unterstützung bei akuten Problemen und Konflikten. Wir bitten unsere Partnerorganisationen gleich bei der Ankunft ein On-Arrival-Training durchzuführen.  Nach etwa 5 Monaten wird eine Zwischen-Auswertung durchgeführt, die von der jeweiligen Partnerorganisation eventuell mit Unterstützung der ijgd-Bonn durchgeführt wird. Die Seminare ermöglichen und fördern ein angemessenes Engagement der Freiwilligen in einem größeren Zusammenhang der Entwicklungszusammenarbeit.

Zudem hat der/die Freiwillige einen Anspruch auf die landesübliche Urlaubszeit. Dies wird mit der Partnerorganisation vertraglich geregelt.

Die Freiwilligen verfassen vierteljährlich einen Zwischenbericht, der dem weltwärts-Sekretariat und der Entsendeorganisation (ijgd) zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus erstellen sie einen Abschlussbericht, der vom weltwärts-Sekretariat auch für die Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden kann. Der Abschlussbericht ist in der landesüblichen Verkehrssprache auch dem Projektpartner auszuhändigen. Details zur Form der Berichte teilen die ijgd-Bonn vor der Abreise mit.

Während des Dienstes wird von den Freiwilligen ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit erwartet. Der Einsatz ist zugleich Bildungszeit und aktive Mitarbeit mit hoher Verbindlichkeit. Ist ein Freiwilliger/eine Freiwillige bei einer Dienststelle tätig, kann sich die Einsatzzeit mit der des Nachfolgers/der Nachfolgerin bis zu einem Monat überschneiden. So kann das Projekt verantwortlich übergeben werden.

ijgd-Bonn wird als Entsendeorganisation die letztendliche Verantwortung für das Projekt gegenüber dem BMZ haben. Deshalb ist ein regelmäßiger Kontakt zwischen den Freiwilligen und der Entsendeorganisation und eine frühzeitige Information bei Problemen und Konflikten hilfreich und notwendig. Bei Krisen und Notfällen sichert die Entsendeorganisation den Sofortkontakt zu den Angehörigen in Deutschland zu.