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Vor- und Nachbereitung

Die individuelle Vorbereitung

Mit der individuellen Vorbereitung solltest du spätestens beginnen, wenn du von uns die Vereinbarung bekommen hast.
Zur individuellen Vorbereitung gehören:

  • Spracherwerb – hierfür erhältst ggf. von uns eine finanzielle Unterstützung für einen Sprachkurs oder Lehrbücher
  • Visumsbeschaffung - wir unterstützen dich auch mit der Hilfe unserer Partnerorganisation bei der Visumbeantragung. Für die Kosten des Visums musst du selber aufkommen
  • die gesundheitliche Vorbereitung (wie z.B. Impfungen) - wichtige Gesundheitsinformationen werden wir dir zukommen lassen
  • Sammlung von Informationen über dein Gastland und Deutschland - wir werden dir Adressen ehemaliger oder aktueller Freiwilliger sowie ein Liste mit sinnvoller Lektüre geben. Eine eigenständige Recherche im Internet ist jedoch auf alle Fälle sinnvoll. Aber auch Wissen über Deutschland solltest du dir in dieser Zeit aneignen, da du im Gastland auch als ein Botschafter Deutschlands gesehen wirst und du wahrscheinlich mit vielen Fragen über dein Land konfrontiert wirst.

Aufbau eines Spenderkreises

Der Aufbau eines Spenderkreises ist auf der einen Seite für die finanzielle Sicherung des Programms wichtig, da das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) maximal 75% der zuwendungsfähigen Ausgaben finanziert. 25% der Ausgaben, die für die Entsendungen anfallen, werden von den entsendenden Organisation und den Freiwilligen (durch den Aufbau von Spenderkreisen) getragen.


Weiterhin  ist der Spenderkreis ein wichtiger Bestandteil des Programms und bietet eine gute Möglichkeit, dich individuell auf deinen Dienst vorzubereiten. Ziel des Programms ist auch, die zivilgesellschaftlichen Strukturen in Deutschland zu fördern. Die Spender können durch deine Berichte und durch den persönlichen Kontakt zu dir, Anteil an deinem lokalen Aufnahmeprojekt nehmen und somit Kenntnisse und Wissen über die Situation in deinem Gastland erwerben. Indem du diesen Spenderkreis wirbst, wirst du darstellen müssen, warum eine Programmteilnahme für dich sinnvoll ist. Dies wird dir bei deiner eigenen Motivationsklärung helfen. Wir erwarten von den TeilnehmerInnen viel Eigeninitiative und die Motivation, sich tatkräftig einzusetzen denn nur durch die Beteiligung aller Akteure kann die Umsetzung des Programms erfolgreich und von nachhaltigem Wert sein.

Vorbereitungsseminar

Die Bedeutung der Vorbereitungsseminare wird insbesondere durch die Ehemaligen immer wieder erneut bestätigt. Sie behandeln Themen wie Interkulturelles Lernen, Interkulturelle Kommunikation, Konfliktmanagement, Projektmanagement und Länderkunde. Die Seminare vermitteln den Freiwilligen ein realistisches Bild über die zu erwartenden Lebens- und Arbeitsbedingungen. Sie machen deutlich wie wichtig es ist, sich behutsam und mit Respekt Menschen in anderen Lebenslagen zu öffnen, um an deren Leben teilhaben zu können. Sie  führen ein in entwicklungspolitische Fragestellungen. Die Seminare werden von Ehemaligen begleitet, wodurch die zukünftigen Freiwilligen einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeit in Projekten erhalten.
Das Vorbereitungsseminar wird Ende Juli/Anfang August stattfinden.

Nachbereitungsphase

Nach dem Freiwilligendienst führen die ijgd im September ein verpflichtendes Nachbereitungsseminar durch. Es ermöglicht den Austausch mit den anderen Freiwilligen über die Erfahrungen vor Ort aber auch mit der Reintegration in Deutschland. Ein weiteres wichtiges Thema ist auch, die  Möglichkeiten des entwicklungspolitischen Engagement in Deutschland zu eruieren.
Jede/r Freiwillige/r hat ein so genanntes Seminartage-Konto. Insgesamt müssen 25 Seminartage nachgewiesen werden. Die Vorbereitung durch ijgd-Bonn in Deutschland umfasst 12 Seminartage, das Zwischenseminar im Gastland insgesamt mindestens 7 Seminartage, das Auswertungsseminar der ijgd-Bonn nach Rückkehr 5 Seminartage. Die meisten unserer Partnerorganisationen möchten gerne ein eigenes Vorbereitungsseminar nach der Ankunft durchführen. Da dies für unsere Partnerorganisationen aber nicht verpflichtend ist kann es sein, dass dir nach dem Freiwilligendienst bis zu 3 Tage auf deinem Seminartage-Konto fehlen. Um den Bedingungen von „weltwärts“ zu entsprechen wirst du in diesem Fall nach deiner Rückkehr ein weiteres Seminar besuchen müssen. Die sollte ein entwicklungspolitisches oder fachspezifisches Seminar bei einem anderen Träger sein.

weltwärts-Fonds

Nach dem weltwärts-Freiwilligendienst können die Freiwilligen dem weltwärts-Sekretariat weiterführende Initiativen und an den Freiwilligendienst anschließende Projekte vorschlagen. Ein weltwärts-Fonds sieht die gezielte Förderung der entwicklungspolitischen Informations- und Bildungsarbeit durch Rückkehrerinnen und Rückkehrer vor. Insbesondere werden öffentlichkeitswirksame Projekte zum Thema „Globales Lernen“ unterstützt. Projekte dieser Art greifen etwa persönliche Erfahrungen zu Themen und Problemstellungen aus der Entwicklungszusammenarbeit auf.