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INTERNATIONALE JUGENDGEMEINSCHAFTDIENSTE IJGD

weltwärts I

Willkommen auf den weltwärts-Seiten von ijgd-Berlin!

weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst initiiert und gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). ijgd wurde als Entsendeorganisation  vom BMZ  anerkannt. weltwärts versteht sich nicht als Entwicklungshilfe sondern ist ein Lerndienst, der jungen Menschen einen interkulturellen Austausch und Einblicke in entwicklungspolitische Zusammenhänge ermöglicht. Der Freiwilligendienst soll (jungen Menschen) globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen bewusst und durch die Arbeit mit den Projektpartnern als
gestaltbare Prozesse begreifbar machen. Er soll das Engagement für die „Eine Welt“ nachhaltig fördern durch die Unterstützung von Partnerprojekten und entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland. 

Wir entsenden im Rahmen des weltwärts-Programms in Partnerprojekte
zu Partnerorganisationen in Afrika, Südasien und Lateinamerika. Du 

  • ... bist zwischen 18 und 28 Jahren alt
  • ... interessierst dich für entwicklungspolitische Themen
  • ... hast Interesse an den Kulturen und Lebensverhältnissen in Entwicklungsländern
  • ... bist bereit, für mind. 11 Monate engagiert und tatkräftig in einem Projekt unserer Partnerorganisation mitzuarbeiten
  • ... willst dich vor und nach dem Auslandsaufenthalt entwicklungspolitisch einbringen
  • ...verfügst über gute Grundkenntnisse der Landessprache im Gastland
  • ... hast einen Haupt- oder Realschulabschluss mit (möglichst) abgeschlossener Berufsausbildung, oder die Fachhochschulreife, die allgemeine Hochschulreife oder vergleichbare Voraussetzungen

dann geh "weltwärts"! Alle Informationen zum Programmablauf, zur Vor- und Nachbereitung, zum Finanziellen, zur Bewerbung, sowie zu den Ländern und Projekten findest du in der rechten Menüleiste.

Kritik an weltwärts und Rolle der Freiwilligen

Seit Beginn von weltwärts gibt es kritische Diskussionen in der Öffentlichkeit und bei ijgd über den entwicklungspolitischen Anspruch des Programms. Eine Kernfrage ist: Was bringen Jugendliche ohne fachliche Qualifikation einem sog. Entwicklungsland? 90% der BewerberInnen im letzten Jahr hatten keine Ausbildung oder Studium abgeschlossen, können sie in einem Projekt in einem Entwicklungsland wirklich "helfen"? (weltwärts-) Freiwillige können keine qualifizierte Entwicklungshilfe leisten oder „die Welt verändern“, dies ist auch gar nicht der Anspruch des Freiwilligendienstes. Auch die ijgd arbeiten seit vielen Jahren mit ihren Partnerorganisationen auf dieser Grundlage zusammen (mit einigen bereits seit 1985). Die Freiwilligen können sich jedoch nach einer gewissen Eingewöhnungszeit vor Ort nützlich machen, lokal etwas im Kleinen bewirken und dabei selbst vielschichtige Lernerfahrungen machen. Die Erfahrung zeigt, dass es bei Freiwilligendiensten weniger um messbare Erfolge und messbare Leistungen geht. Vielmehr geht es darum, dass die Freiwilligen die Projekte sowohl durch Eigeninitiative als auch durch kreative Zusammenarbeit mit Inhalt füllen und den Freiwilligendienst zu einer für beide Seiten positiven Erfahrung machen. Aus Sicht unserer Partnerorganisationen

  • trägt weltwaerts als offizielles Regierungsprogramm zur Aufwertung von Freiwilligenarbeit weltweit bei
  • ermöglicht weltwärts eine längerfristige und effektivere Unterstützung der Projekte (bei selbstfinanzierten Freiwilligendiensten liegt die mittlere Dauer bei 3 Monaten)
  • ist das Ziel der Freiwilligendienste "Lernen und Handeln" miteinander zu verknüpfen
  • erlebt ein lokales Projekt durch das internationale Interesse und Engagement von jungen Freiwilligen eine Unterstützung und Aufwertung, die als "Hilfe zur Selbsthilfe" bezeichnet werden kann.

Das Projekt kann - durch die Parnerorganisation, die Freiwilligen und ihre Förderkreise, Verwandte und FreundInnen - Teil einer internationalen Gemeinschaft werden, die ihm in Zukunft ganz neue Kontakte und Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig zeigt die Erfahrung, dass das Programm den Freiwilligen als Individuen unter Umständen langfristig mehr nutzt als den Menschen vor Ort. Es ist daher wichtig was jede/r einzelne Freiwillige daraus macht. Setzen die Freiwilligen ihre Erfahrungen in Deutschland nach Rückkehr produktiv um oder nutzten sie die Erfahrung lediglich für die persönliche Entwicklung? RückkehrerInnen sollten "MultiplikatorInnen" werden - für den interkulturellen Austausch und entwicklungspolitische Zusammenhänge. Gerade das Engagement nach der Rückkehr ist eines der Kernziele des weltwärts-Programms.  Wir möchten alle Freiwilligen, die sich überlegen einen weltwaerts-Freiwilligendienst zu machen, auf folgenden Text aufmerksam machen, den eine Freiwillige nach Rückkehr in ihrem Abschluß-Bericht formuliert hat mehr