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Ich wollte nach der Schule unbedingt ein Jahr einen Freiwilligendienst im Ausland machen, um die Chance zu nutzen ein anderes Land und eine andere Kultur, sowie eine andere Seite des Lebens kennen zu lernen. Aus diesem Grund habe ich mich intensiv im Internet informiert um diesen Traum zu verwirklichen.

Name:JessieEinsatzstelle:Foyer de l‘Enfance

Meine Eltern haben mich dabei sehr unterstützt, mir geholfen herauszufiltern, was genau ich möchte und mir bei der Organisation geholfen und mich beruhigt, sobald ich zu aufgeregt wurde. Dadurch, dass ich in meinem Freundeskreis nicht die einzige bin, die einen Auslandsfreiwilligendienst, hatte ich immer jemanden, mit dem ich über meine Motivationen, Erwartungen und Ängste sprechen konnte, sodass ich nie alleine war.

Ich habe sowohl an dem Vorbereitungsseminar des IJGDs teilgenommen, als auch an dem des ICEs und fand beide Seminare sehr hilfreich. Zum einen war es eine gute Möglichkeit andere Voluntäre kennen zu lernen und sich mit ihnen über alles Auszutauschen. Des Weiteren, haben mir beide Seminare geholfen mich zu beruhigen, als ich aufgeregt wurde, indem ich Fragen stellen konnte und das Gefühl hatte super vorbereitet zu sein und so weniger nervös war. Dadurch konnte ich den Anfang in meinem Projekt selbstsicherer angehen.

Der Start in mein Projekt hat sehr gut funktioniert, als erstes habe ich alle Kinder kennengelernt und dann wurde mir von meiner Tutorin alles erklärt, wir haben meine Arbeitszeiten besprochen und meine Arbeit wurde mir erklärt. Danach durfte ich direkt anfangen mich mit den Kindern zu beschäftigen. Meine Kollegen haben mir am Anfang viel geholfen, ich konnte ihnen folgen und erstmal beobachten, was genau zu tun ist. Bei Fragen konnte ich immer jemanden Fragen und so habe ich mein Projekt schnell kennengelernt.

Meine Aufgaben bestehen hauptsächlich darin, die Kinder in ihrem alltäglichen Leben zu begleiten und sie zum Beispiel in die Schule zu bringen, mit ihnen zu essen, nach draußen zu gehen und einfach mit ihnen zu Spielen. Diese Aufgaben machen mir Spaß und ich komme mit ihnen gut zurecht, zumal, ich auch immer nach Hilfe fragen kann, wenn ich Schwierigkeiten habe. Ich habe das Gefühl, dass die Kinder mich immer mehr respektieren und integrieren und aus diesem Grund wird es auch immer leichter mit den Situationen zurecht zu kommen.
Eine weitere Aufgabe ist es kleine Projekte mit den Kindern zu machen, so studiere ich zum Beispiel grade einen Tanz für die Nikolausfeier ein.
Ich fühle mich bei meinen Kollegen, sicher aufgehoben und bekomme Hilfe wann immer ich Hilfe brauche. Außerdem habe ich das Gefühl, dass mir in meinem Projekt viel zugetraut wird und ich viele Aufgaben sehr selbstständig angehen darf, was das Gefühl ein Teil des Teams zu sein verstärkt.
Jeden Dienstag ist bei uns Reunionstag, an dem wir über die allgemeine Situation im Pavillion, die Kinder und neue Projekte sprechen. An diesen Reunionen nehme auch ich Teil (es sei denn es ist ein Kind da, auf das ich dann aufpasse). Ich erachte die Reunionen als sehr sinnvoll, weil ich so weiß, was genau vor sich geht und geplant wird.

Mit meiner koordinierenden Organisation halte ich recht viel Kontakt, zumal ich letzte Woche auf einem Zwischenseminar in der Bretagne war, wo wir zusammen die Gegend erkundet haben, uns mit den anderen Voluntären ausgetauscht habe und über unsere ersten drei Monate in dem Projekt reflektiert haben. Dazu kommen monatliche Elsass Treffen, mit den anderen Voluntären, die vom ICE organisiert werden.

Auch mit den IJGD habe ich ein bisschen Kontakt (zum Beispiel dieser Zwischenbericht hier). Zudem haben die IJGD meine Blogadresse, sodass ihr meinem Blog folgen könntet falls es euch interessiert.
Ich finde den Kontakt zu beiden Organisationen sehr hilfreich, weil ich so weiß, dass ich immer jemanden habe, an den ich mich wenden kann und auch, weil ich mir durch die Zwischenberichte, etc. Zeit nehme über die vergangene Zeit und meiner Fortschritte nachzudenken und so über meine eigene Situation reflektieren kann und besser damit umgehe.

Sicherlich gab es zwischendurch ein paar kleine Probleme, oder Dinge, die mir am Anfang nicht gefallen haben, allerdings war es nie etwas ernstes, sondern nur Dinge die jeder andere Mensch in jeder anderen Situation auch hat und die sich mit der Zeit lösen oder an die man sich gewöhnt. An sich bin ich ganz zufrieden und habe mich gut eingelebt.

Ich freue mich auf die kommende Zeit und kann es kaum erwarten die Kinder auch mal in anderen Situationen zu erleben, wie zum Beispiel Festtage, etc. und meine Beziehung zu den Kindern immer weiter zu verstärken. Auch der Gedanke daran sich immer weiter einzuleben und zu beobachten, wie sich meine Lebensweise ändert und ich mich immer mehr an das französische Leben anpasse. Desweiteren bin ich darauf gespannt die Vorweihnachtszeit in Straßburg zu erleben.

Viele Grüße, Jessie
Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.