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Durch meine Freunde, die sich bereits im letzten Jahr für einen Freiwilligendienst beworben haben, habe ich erstmals von der Möglichkeit des Auslandsfreiwilligendienstes erfahren. Nachdem ich dann mein Abitur bestanden hatte wurde diese Möglichkeit dann auch interessant für mich.

Name:SaskiaEinsatzstelle:Rathfredagh Cheshire Home

Meine Familie blickte der Sache jedoch erst eher skeptisch entgegen und war sich nicht recht sicher, ob es das richtige für mich ist. Als dann die Abreise geradezu vor der Tür stand und ich mir bis dahin soweit alles alleine organisiert hatte ( Flüge etc.), war meine Familie stolz auf mich und sich sicher das ich dieses Jahr gut meistern würde.  Auch von meinen Freunden erhielt ich viel Unterstützung und sie waren mindestens genauso gespannt wie ich. Und auch ohne an einem Vorbereitungsseminar teilgenommen zu haben, fühlte ich mich dank der Unterstützung meiner Freunde und meiner Familie gut vorbereitet.

Über meine Erwartungen an meinen Auslandsfreiwilligendienst habe ich mir erstmals richtig Gedanken gemacht, als ich bereits im Flugzeug Richtung Irland saß. In diesem Moment habe ich besonders darüber nachgedacht, wie ich mich selbst in diesem Jahr verändern werde würde. Ich hoffe um einiges selbstständiger zu werden und besser mit Problemen umgehen zu können. Außerdem möchte ich offener gegenüber anderen werden, damit ich hier so viele Leute wie möglich kennenlernen kann.  Darüber hinaus motivierte mich auch noch mein Englisch zu verbessern und die irische Kultur besser kennenzulernen.

Während der ersten Wochen in meinem Projekt war ich zwar dauerhaft müde und ausgelaugt aber war sehr froh dieses Projekt gewählt zu haben. Denn die sowohl die Bewohner als auch die meisten Mitarbeiter in Rathfredagh haben mich sehr herzlich empfangen und mich direkt in alles miteinbezogen, worüber ich sehr froh war.  Zu meinen Aufgaben zählt hauptsächlich die soziale Integration der Bewohner von Rathfredagh, dazu arbeite ich zusammen mit drei anderen Freiwilligen im Activity Room und organisiere dort Aktivitäten im Haus oder auch Ausflüge zu Konzerten, Festivals oder einfach nur ein Mittagsessen in der Stadt. Mit diesen Aufgaben komme ich im Großen und Ganzen ganz gut zurecht, auch wenn es manchmal schwer sein kann, einige Bewohner zu motivieren an den Aktivitäten teilzunehmen.

Jeden Freitag haben wir ein Meeting mit dem Management von Rathfredagh und unserem Ansprechpartner im Projekt, um Fragen oder Ungereimtheiten zu klären und unseren Arbeitsplan für die nächste Woche zu erstellen. Das wöchentliche Meeting empfinde ich persönlich als sehr hilfreich, da wir dadurch regelmäßig die Möglichkeit haben Probleme zu lösen und auch Fragen zu beantworten.
Eine immer noch teilweise schwierige Situation für mich, ist die Kommunikation mit den Bewohner. Denn einige von ihnen haben durch ihre Erkrankung Sprachprobleme erlitten, was es somit noch schwerer für mich macht sie zu verstehen. Doch daran gewöhne ich mich langsam und die Verständigung wird immer besser.

Den nächsten vier Monaten blicke ich aber dennoch mit gemischten Gefühlen entgegen, da ich einerseits gespannt bin was noch alles auf mich zu kommen wird aber auch froh darüber bin, was ich alles schon geschafft habe. 

Viele Grüße, Saskia
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