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Besonders schöne Momente erlebe ich fast jeden Tag. Dazu gehört zum Beispiel, wenn sich Senioren an meinen Namen erinnern können oder mich schon morgens im Bett mit einem breiten Grinsen begrüßen und mir sagen, wie froh sie sind, dass ich sie füttere.

Name:EvaEinsatzstelle:EHPAD St. CroixInhaltliche Ausrichtung:Wohnheim für Senioren und Seniorinnen

Ich habe mich sehr auf meinen Freiwilligendienst gefreut. Ich war und bin immer noch sehr motiviert. Ich glaube, ich hatte keine speziellen Erwartungen. Ich war natürlich sehr gespannt, weil ich überhaupt nicht wusste, was auf mich zukommen würde. Leider hatte ich nicht die Möglichkeit, die vorherige Freiwillige aus meinem Projekt zu treffen.

Die Vorbereitungsseminare waren schön aber teilweise zu lang. Ich habe von dort viel mitgenommen und es hat Spaß gemacht, die anderen Freiwilligen richtig kennen zu lernen. Auf dem zweiten Seminar hatte ich einen Französischkurs, welcher sehr sinnvoll war. Da ich aber leider krank geworden bin, musste ich früher abreisen und konnte nicht mehr bis zum Ende teilnehmen. Trotzdem war auch dieses Seminar sehr hilfreich.

Die ersten Tage fiel es mir sehr schwer, alleine zu sein. Ich musste mich viel ablenken, aber das hat dann schließlich ganz gut funktioniert. Ich habe schnelle Fortschritte bei der Bewältigung meiner Arbeit gemacht. Auch meine Senioren machen von Tag zu Tag Fortschritte. Einige von ihnen sprechen plötzlich wieder mehr und andere laufen in den Frühstücksraum, anstatt im Rollstuhl geschoben zu werden.

Meine Hauptaufgaben sind: Servieren des Frühstücks im Essensraum und auf den Zimmern, Servieren des Mittagsessens und das Füttern, „gouter“, spazieren gehen, Spiele spielen und Abendessen servieren.
Ich komme mit den Aufgaben super zurecht! Morgens ist es immer sehr stressig, vor allem  wenn ich alleine da bin. Die Arbeit macht mir großen Spaß und mit den Senioren komme ich wirklich sehr gut zurecht. Einige sind mir schon sehr ans Herz gewachsen. Manchmal gibt es noch Probleme bei der Verständigung aber die sind nicht weiter schlimm. Einige sprechen auch noch deutsch, was es dann etwas einfacher macht.

Mein Verhältnis zu meinem Team ist sehr gut. Eine der Ärztinnen spricht deutsch und hat mir in der Anfangszeit sehr viel geholfen und sich ein bisschen um mich gekümmert. Wenn ich irgendein Problem habe, kann ich auch immer zu ihr kommen. Unser Team im Seniorenheim ist sehr vielseitig, wir kommen fast alle aus unterschiedlichen Ländern. Es ist spannend mit Menschen aus Taiwan, Haiti und anderen afrikanischen Ländern zusammen zu arbeiten. Auch die Direktorin ist sehr nett und bemüht um mich. Ich habe mich schon mit ihrer Tochter getroffen, was wirklich schön war.

Der Kontakt zu meiner Aufnahmeorganisation ist gut. Der Kontakt über Email ist immer unkompliziert und schnell, was sehr angenehm ist. Auch mein Kontakt zum ijgd ist sehr gut.

Im Seniorenheim gibt es natürlich auch traurige Momente. Schon zwei Senioren sind verstorben, seit ich hier bin. Ich musste erst lernen, damit zurecht zu kommen. Ich kann mir vorstellen, dass der Abschied noch trauriger werden wird, wenn ich mich noch besser eingelebt habe und die Senioren noch besser kenne.
Besonders schöne Momente erlebe ich fast jeden Tag. Dazu gehört zum Beispiel, wenn sich Senioren an meinen Namen erinnern können oder mich schon morgens im Bett mit einem breiten Grinsen begrüßen und mir sagen, wie froh sie sind, dass ich sie füttere. Auch wenn eine ältere Dame wieder anfängt alleine zu essen, freue ich mich sehr.

Ich blicke den nächsten Monaten mit Freude entgegen! Ich freue mich jeden Tag auf die Arbeit und auf mein Team. Ich hoffe, ich lerne weiterhin so schnell französisch. Ich möchte Strasbourg noch mehr erkunden und viele Reisen unternehmen, um die anderen Freiwilligen zu besuchen. Ich freue mich sehr auf die Weihnachtszeit in dieser wahren Weihnachtsstadt!
 

Viele Grüße, Eva
Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.