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Ich habe das Gefühl, dass die Arbeit die ich leiste gewürdigt wird und dass ich einen Beitrag leisten kann.

Name:WilliamEinsatzstelle:"Sonnenhof" MarmoutierInhaltliche Ausrichtung:Wohnheim für Menschen mit Behinderung

Anfangs wusste ich nicht genau was ich zu erwarten hatte. Neben der Information über die Einsatzstelle, die ich von den ijgd bekommen habe, habe ich mich auch anderweitig informiert, jedoch hatte ich kein vollständiges Bild davon, wie meine Aufgaben im Detail aussehen würden und ob ich hier vorwiegend positive oder negative Erfahrungen machen würde. Auf dem Vorbereitungsseminar der ICE in Frankreich bin ich dann den Freiwilligen der letzten Jahre begegnet, die ihren Freiwilligendienst in derselben Einrichtung wie ich geleistet hatten. Durch ihre Berichte bekam ich ein klareres Bild von dem was ich hier zu erwarten hatte und sie hatten überwiegend positives über die Einsatzstelle zu erzählen. Durch die Berichte der Ehemaligen stiegen meine Motivation und Vorfreude nochmals.

Meiner Meinung nach hat mir das ijgd-Seminar geholfen mich auf den Freiwilligendienst insgesamt vorzubereiten, es hat insgesamt das Konzept und den Gedanken hinter einem Freiwilligendienst verdeutlicht. Das ICE-Seminar hat mich, mit Sprachkurs und kultureller Information dann explizit auf das Einsatzland vorbereitet.

Ich hatte einen äußerst positiven Start und ich bin immer noch sehr zufrieden mit meiner Situation hier im Projekt. Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und geduldig vor allem auch was sprachliche Schwierigkeiten angeht und die Arbeit mit den Bewohnern macht mir großen Spaß. Ich wurde schnell akzeptiert und praktisch vollkommen eingebunden.
Meine Tätigkeit als Freiwilliger in einem fremden Land hat es mir ermöglicht neue, interessante Leute von überall her kennenzulernen, wie ich es mir in kaum einem anderen Szenario vorstellen könnte. Zudem befinde ich mich in einem konstanten Lernprozess ich lerne hier eine neue Sprache, ich lerne eine andere Kultur kennen zudem lerne ich viel, über unterschiedliche Länder, deren Kultur, deren Gesellschaft und deren Probleme, von den Menschen denen ich hier begegnet bin.

Ich habe keine direkten Vorgaben bezüglich meiner Aufgaben hier, ich verbringe einerseits viel Zeit mit den Bewohnern, spiele mit ihnen gehe spazieren etc., andererseits helfe ich den Mitarbeitern wo ich kann, sei es beim Vorbereiten des Essens, beim Abwasch oder beim Duschen und Anziehen der Bewohner. Man hat mich nie dazu aufgefordert Dinge zu tun die mir potentiell unangenehm sein könnten, jedoch helfe ich mittlerweile überall mit, da ich mir wünsche vollkommen eingebunden zu sein.

Das Verhältnis zu meinen Mitarbeitern ist äußerst gut, ich verstehe mich mit so gut wie allen ausgezeichnet. Es gab bisher keine Probleme oder Auseinandersetzungen und insgesamt herrscht ein gutes Arbeitsklima. Ich habe das Gefühl, dass die Arbeit die ich leiste gewürdigt wird und dass ich einen Beitrag leisten kann. Man hat uns (mir und der anderen Freiwilligen) auch Rückmeldung zu unserer Arbeit gegeben, die ist äußerst positiv ausgefallen und mich persönlich zusätzlich motiviert hat.

Ich habe zur Aufnahmeorganisation nur gelegentlich Kontakt und überwiegend nur dann wenn es um formale Dinge geht, mit den ijgd verhält es sich bisher ähnlich, denn es gab bisher keinen Anlass intensiver und regelmäßiger Kontakt zu führen, da es mir hier bisher sehr gut geht und ich mit meiner Situation zufrieden bin.

Ich wohne gemeinsam mit einer anderen Freiwilligen in einer 5-Zimmer Wohnung, die sich in dem Gebäude befindet in dem ich auch arbeite. Die Wohnung ist mit allem Notwendigen ausgestattet, sie ist sauber und recht groß.

Bisher war das schwierigste, das es zu meistern galt, die Sprache, jedoch wird es sukzessiv besser.
Ich habe viele schöne Momente hier erlebt. Das großartigste an dieser Erfahrung ist das konstante Lernen und das Kennenlernen neuer, interessanter Personen von unterschiedlichster Herkunft. Ich habe viele neue Freunde gefunden, vor allem unter den anderen Freiwilligen. Man ist durch seine gemeinsame Tätigkeit verbunden, sodass unterschiedliche Nationalität, Kultur und Sprache weniger Hindernisse darstellen, als das sie einen intensiven Austausch begünstigen.

Ich bin sehr zuversichtlich was die nächsten Monate angeht, ich bin zufrieden hier in meiner Einsatzstelle, mit meiner Wohnsituation und den allgemeinen Lebensbedingungen. Ich freue mich darauf weiterhin viel zu lernen und neue, interessante Leute kennen zu lernen.
 

Viele Grüße, William
Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.