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Meine ersten Erfahrungen in Padua

Die Tage nach meiner Ankunft waren sehr entspannt, da wir zu dieser Zeit die Stadt erkundeten und langsam, von einem ehemaligen Freiwilligen von unserer Einsatzstelle, eingearbeitet wurden.

Name:Paolo S.Alter:19 JahreEinsatzstelle:Università degli Studi di PadovaInhaltliche Ausrichtung:Betreuung und Beleitung von Studierenden mit Behinderung

Ebenfalls waren unseren ersten Tage von sehr gutem und warmen bis heißen Wetter geprägt, das im Gegensatz zu dem in Deutschland stand. Genau wie das Wetter ist auch die Innenstadt von Padova meist sehr schön, es gibt ein reiches Kulturangebot und die Menschen sind meist sehr zuvorkommend und nett. Nur leider fällt es mir immer noch recht schwer, mich gediegen auf Italienisch auszudrücken, da ich vor dem Beginn meines Freiwilligenjahres keine einzige Stunde Unterricht in dieser Sprache genommen hatte. Mit der Wohnung, die wir zur Verfügung gestellt bekommen haben, bin ich, obwohl sie hellhörig ist, sehr zufrieden. Wir haben alle relativ große Zimmer (ich das größte ;) ), die Wohnung ist sehr sauber, wir haben einen Balkon und alle Geräte sind soweit funktionstüchtig und selbst die Waschmaschine kam nach einigen Wochen an. Die Menschen hier sind wie oben schon erwähnt sehr nett, auch wenn viele hier einen sehr eigenen Fahrstil haben, trinken recht viel Kaffee und suchen meist Köperkontakt.
Obwohl die Kommunikation auf Italienisch noch etwas zu wünschen übrig lässt, haben wir schon einige Bekannte in Padova. Es sind zwar viele Erasmusstudenten unter ihnen, jedoch haben wir auch durch den ehemaligen Freiwilligen einige Italiener kennengelernt. Mit den Behördengängen ist alles glatt verlaufen  und wir sind auch in einem Sprachkurs angemeldet, der so manch wichtige Informationen vermittelt.
Unsere Einsatzstelle könnte besser nicht sein. Wir sind dafür da die Studenten mit Behinderung von ihren Wohnhäusern in die Aulen, umgekehrt oder von Aula in Aula zu begleiten. Die Studenten sind meist sehr nett und ich persönlich unterhalte mich mit vielen von ihnen sehr gerne. Da wir im Schichtsystem arbeiten kann man auch mal in der Woche ausschlafen, was sehr angenehm ist. Mir fehlt hier nichts, ich bin mit der Einsatzstelle sehr zufrieden, nur das Wetter wird schlechter.
Mein Highlight war hier in Vicenza auf einem Hardcorekonzert gewesen zu sein. Es war sehr interessant mit anzusehen wozu die Leute, die alle sehr offenherzig waren hier abgehen. Das war mit Abstand das beste Ereignis in Italien. Doch manche Momente sind für mich immer dann schwierig, wenn es an der Sprache hapert. Ansonsten bin ich mir manchmal nicht sicher, ob mein Verhalten, dass in Deutschland toleriert wird, hier angemessen ist. Ich möchte jedenfalls die Sprache besser beherrschen, um endlich wieder ordentliche Bücher lesen und mich mit Italienern ordentlich austauschen zu können. Ansonsten bin ich immer noch auf der Suche nach einem gescheiten und bezahlbaren Sport und natürlich möchte ich noch weiter das Land und deren schöne Städte erkunden. Die Leistungen, die ich erhalten, sind die folgenden:
150 € Taschengeld + 200  € Verpflegungsgeld
• Onlinesprachkurs
• Appartement mit 3 anderen Freiwilligen
• Den Dienstwagen darf  ich nur zu beruflichen Zwecken benutzen
• Internetzugang zu Hause und im Büro

Ciao Paolo
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