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Meine ersten Erfahrungen in Camphill Soltane

Die ersten Tage in Camphill Soltane waren sehr aufregend, weil es vieles Neues zu erleben gab. Neue Coworker, die alle aus unterschiedlichen Orten kamen, die Wohnumgebung, die Lebensweise von Soltane die Studenten und Residentes. Das alles war sehr interessant zu erleben.

Name:OlgaEinsatzstelle:Camphill Soltane, Glenmoore, Pennsylvania (USA)

Die erste Woche in Soltane war eine Orientierungswoche mit sehr vielen neuen Informationen, über alles was mit Soltane zu tun hatte. Hier hatte man auch gut die Gelegenheit alle etwas besser kennen zu lernen und ein Überblick zu bekommen wer wo zusammenlebte. Mich hat es überrascht wie nett und offen alle zu einem waren, jeder war dran interessiert wo man her kam und wer man ist. Nur vier Tage nach meiner Ankunft war mein 25ter Geburtstag und ich war sehr überrascht das ein paar Coworker eine kleine Feier für mich organisiert haben, ich hatte richtig viel Spaß, es war eine super Gelegenheit alle noch besser kennen zu lernen.


Was mir aber etwas schwer viel die ersten Wochen war die Sprache. Erstmal damit zurecht zukommen den ganzen Tag nur Englisch zu hören und zu probieren alles zu verstehen hat mir abends schon Kopfschmerzen bereitet, aber das hat sich zum Glück geändert und so fällt mir auch das sprechen auch viel einfacher als noch am Anfang. Ich lebe mit drei Coworkern und 5 Residenten im Gewain-Haus eines von 8 Häusern hier in Soltane. Zwei von den Coworkern sind auch aus Deutschland. Die Verlockung also deutsch zu sprechen ist hier besonders groß. Die Hausmutter wohnt mit ihrer Familie, (ihrem Ehemann und drei Kindern) im Haus nebenan. Es gibt Abende, da haben wir alle zusammen Dinner und dann, ist richtig Stimmung im Haus, weil die Kinder alle auf trapp halten. Mein Zimmer ist im Obergeschoss vom Haus. Ich hatte das Glück eines der größten Zimmern zu ergattern mit eigenem Badezimmer und begehbaren Kleiderschrank. ( Was will Frau mehr?:D) Ich fühle mich sehr wohl mit meinem Zimmer und auch mit den Menschen mit denen ich zusammen lebe. Die Residenten sind fast alle über 40 Jahre und schon ihr halbes Leben hier in Soltane. Es ist eher ein ruhigeres und entspanntes Haus im Gegensatz zu den anderen Häusern, wo überwiegend jüngere Studenten leben.


Das Camphill ist eher ländlich gelegen und ca. 45 Minuten von Philadelphia entfernt. Um einen herum ist viel Natur und Ruhe und nachts kann man hier den schönsten Sternenhimmel sehen den ich jemals gesehen habe. Ich mag die Umgebung sehr besonders im Sommer und Herbst war es einfach nur schön. Natürlich finde ich auch Philadelphia beeindruckend die vielen Hochhäuser und die vielen Menschen, immer was los und so viel zu sehen. Bei Nacht ist alles beleuchtet und die Skyline erglänzt in tollen Farben. Immer wenn ich das sehe, realisiere ich erst das ich wirklich in Amerika bin, weil es einfach so anders ist als Deutschland.


Die erste Wochen war ohne die Resistenten, diese sind erst später nach und nach angereist. So hatten wir erstmals die Möglichkeit mit der Hausmutter über die Bewohner zu sprechen und vorab zu wissen was uns erwarten wird. Auch wie das tägliche leben sein wird, welche unsere Aufgaben im Haus sein werden und wie unser Stundenplan in den Work Areas und in Classes aussehen würde. Als dann alle im Haus angekommen waren, hat unsere Hausmutter immer zur Seite gestanden, wenn fragen offen waren oder wir Hilfe brauchten. Das hat einem gut geholfen und mit der Zeit war die Routine da und man kannte die Bewohner auch besser. Wir haben jeden Montag ein Hausmeeting, wo wir immer Probleme besprechen können, was ich sehr hilfreich finde. Ein kleines Highlight für mich persönlich ist einfach wie sehr ich die Lebensweise hier mag. Das Community leben und die Anthroposophie die dahinter steckt. Ich kann es nicht mit einer Einrichtung in Deutschland vergleichen, zu mindestens nicht wo ich bisher gearbeitet habe. Es ist irgendwo auch inspirierend.


Ich bin gespannt wie das nächste Jahr für mich wird. Ich bin sehr gerne in der Orchard-Crew und würde gerne noch mehr über das Arbeitsfeld erfahren. Wir arbeiten sehr viel draußen und sind viel mit Pflanzen und Früchten beschäftigt. Natürlich möchte ich weiterhin soviel wie möglich von Amerika erkunden und mein Englisch weiterhin verbessern. Ich fühle mich sehr wohl hier im Camphill Soltane ich habe mich sehr gut eingelebt und hoffe, dass es weiterhin soviel Spaß macht, hier zu sein. Obwohl in letzter Zeit viele Veränderungen hier vorgehen und mein Haus davon betroffen ist bin ich optimistisch. Es ist einfach eine tolle Möglichkeit neue Erfahrungen hier zu sammeln die mir in meinen zukünftigen Arbeitsleben vielleicht weiter helfen können.

Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.