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Ich hoffe, dass ich mein handwerkliches Geschick noch weiter verbessere und ich viele Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderungen sammle. Mein erster Tag im Camphill war sehr schön. Gleich nach meiner Ankunft habe ich einen kleinen Spaziergang durch das Dorf unternommen...

Name:ArturEinsatzstelle:Camphill Village Kimberton HillsInhaltliche Ausrichtung:Anthroposophische Einrichtung für Menschen mit Behinderung

...und wurde dabei von einer Vielzahl von Menschen bei meinem Namen angesprochen, was mich sehr überrascht hat, da ich ja erst seit einigen Minuten da war. Dieses Phänomen erklärte sich aber sehr schnell. Bevor ich angekommen war wurden nämlich kleine Steckbriefe von mir in jedem Haus verteilt. So wussten die Bewohner mehr über mich als ich über sie. Das Dorf hat mich sofort mit seinem Charme begeistert. Es liegt mitten zwischen Feldern und Wäldern, was einen irgendwie in Ruhe versetzt und einem ein Grundglücksgefühl verleiht. Was mich anfangs ein bisschen eingeschüchtert hat, war der Fakt, dass paar Kilometer entfernt von uns ein Atomkraftwerk liegt, aber darüber habe ich mir nur am Anfang ein paar Gedanken gemacht.


Ich wohne in einem kleinen Haus namens Kerrin, dass vorher mal eine große Garage war. Meine Familie besteht aus R., S. (Houseparents) und deren Tochter, E., zweite Coworkerin, und zwei Villagern. Ich bin total zufrieden mit meiner Wohnsituation! Meine Houseparents sind super freundlich und ich fühle mich sehr willkommen. E. ist auch super nett!! Sie ist eine Landworkerin was zufolge hat, dass sie nicht so oft im Haus ist, was aber nicht schlimm ist, da ich öfter mal mit ihr einen Kaffee trinken gehe oder wir einfach abends zusammen was machen. Mein Haus ist klein und hat seinen eigenen Charm erfordert aber viel Arbeit. Ich führe viele Reparaturen mit meinem Housefather durch, was ziemlich viel Spaß macht, da ich so auch meine Fähigkeiten verbessern kann und es mir generell Spaß macht was zu reparieren. Ich arbeite aber nicht nur in meinem Haus, sondern auch in anderen Häusern in der Village. Die machen besonders Spaß, da ich da was mit Leuten mache, die ich sonst nicht so oft sehe. Hinzu kommt noch, dass jedes Haus seine speziellen Eigenheiten hat, was alles noch viel interessanter macht.


Mein Tag ist in zwei Abschnitte geteilt morning und afternoonworkshop. Morgens arbeite ich immer in einen der Häuser. Da wird dann hauptsächlich gekocht, aber auch aufgeräumt und mit den Villagern gearbeitet. Nachmittags bin ich zweimal die Woche in den Obstgärten. Das heißt Äpfel pflücken, Äpfel pflücken und Äpfel pflücken. Das hört sich etwas langweilig an, macht meistens aber echt sehr viel Spaß! Manchmal fahren wir unsere Äpfel auch zu einem kleinen Unternehmen, dass sie dann zu Apfelsaft presst, der einfach unglaublich süß und gut schmeckt!! In diesem Workshop arbeite ich auch mit den Villagern zusammen. Die pflücken dann einfach Äpfel mit oder bringen Äpfel zum Kompost.
Dreimal in der Woche arbeite ich in der Dairy, dort arbeite ich mit Kühen und repariere Sachen.
Das ist mein absoluter Lieblingsworkshop! Ich bin super viel an der frischen Luft und lerne durch die handwerklichen Tätigkeiten viel dazu!


Mein ganzer Aufenthalt hier ist ein Highlight! Ich fühle mich super wohl und wüsste nicht was besser sein könnte!
Ich hoffe, dass dieses Jahr einfach weiter so verläuft, wie es momentan ist! Ich hoffe, dass ich mein handwerkliches Geschick noch weiter verbessere und ich viele Erfahrungen im Umgang mit Menschen mit Behinderungen sammle.
 

Viele Grüße, Artur
Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.