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Ich habe mich glaube ich in Brooklyn verliebt, zumindest in das Viertel „Brooklyn Heights“.

Name:AlexEinsatzstelle:Project HospitalityInhaltliche Ausrichtung:Project Hospitality ist eine Non-Profit-Organisation in Staten Island, New York, die umfassende Dienstleistungen für hungrige und obdachlose Menschen anbietet.

Auf dem Weg zum Flughafen war ich total nervös. Bin ich bereit? Was wenn ich Heimweh bekomme? Mit solchen Gedanken saß ich am Flughafen. Ein weiterer Freiwilliger und ich hatten denselben Flug gebucht, was mir die Angst ein bisschen genommen hat. Zum Glück war es ein Direktflug. Am JFK gab es zum Glück keine Probleme und wir haben ein Jahr Aufenthalt bekommen! Wir wurden am Flughafen abgeholt und uns ein paar Spots auf Staten Island gezeigt. Meine Wohnung ist okay, aber nicht mehr und nicht weniger. Der deutsche Standard liegt auf jeden Fall über dem US-amerikanischen, das ist mir klar geworden. Aber nach einer kleinen Putzaktion und Anschaffung von notwendigen Haushaltswaren ist die Wohnung lebenswert. Ich habe nur Angst, dass meine Wohnung auch mal überflutet werden sollte. Es ist das erste Mal, dass ich alleine wohne und ich bin gespannt, wie es wird.

Der Van ist gewöhnungsbedürftig und hat einige Gebrauchsspuren. Doch mittlerweile bin ich dran gewöhnt, so ein großes Auto zu fahren. Die Straßen sind jedoch verbesserungswürdig und die anderen Autofahrer*innen sind rücksichtslos. Es ist jedes Mal ein Abenteuer und ein holprige Fahrt. Der erste Manhattan Besuch war eindrucksvoll. Die Stadt ist wunderschön und vielseitig. Einer der Gründe, warum ich hier bin, ist, dass ich mein Englisch verbessern möchte. Oftmals bin ich unter Druck und bekomme nur falsche Sätze raus oder mir fallen Worte nicht ein. Trotzdem finde ich es total aufregend, mit den US-Amerikaner*innen zu reden und ich hoffe, dass es besser wird. Nach ein bis zwei Wochen hatten wir langsam den Arbeitsalltag in unseren Köpfen. An unseren freien Tagen wurden wir aber oft gebeten, irgendwelche Jobs zu erledigen. Wir haben gemerkt, dass immer irgendwas Unerwartetes passieren kann. Generell ist die Kommunikation von den US-Amerikaner*innen untereinander nicht unbedingt die beste.


Die Arbeit ist vielseitig, dadurch, dass wir an jedem Tag etwas anderes machen. Donnerstags zum Beispiel ist der härteste Tag. Neue Anlieferungen in die Pantry (Speisekammer) schleppen ist sehr anstrengend. Aber man bleibt fit und erhält ein kostenloses Workout. Das Highlight bis jetzt war Manhattan und Brooklyn! Die Skyline ist atemberaubend und man kriegt nicht genug von ihr. Keine Fahrt auf der Fähre wird langweilig. Wir haben uns auch bei einer „Fußballliga“ angemeldet und spielen jetzt jeden Dienstagabend im Brooklyn-Bridgepark - Pier 5. Es macht sehr viel Spaß, auch wenn die US-Amerikaner*innen nicht die besten Fußballer*innen sind. Man lernt neue Leute kennen und spielt direkt vor der Skyline. Ich habe mich glaube ich in Brooklyn verliebt, zumindest in das Viertel „Brooklyn Heights“. Es ist so schön! Nicht nur ein kalter Betonjungle, denn die Straßen sind mit Bäumen geschmückt, was dem Ganzen ein bisschen Leben und Wärme schenkt. Dort könnte ich mir auf jeden Fall vorstellen zu wohnen und wenn man drei bis vier tausend Dollar für Miete übrig hat, sollte das auch kein Problem sein. Was nicht ist, kann ja noch werden.
Ein negatives Erlebnis war, dass ich ein Ticket bekommen habe, weil ich mein Handy am Steuer gehabt habe. Glücklicherweise musste ich das Ticket nicht zahlen! Nie wieder Fotos machen wollen während der Fahrt! Lektion gelernt.

Nächstes Jahr möchte ich noch mehr Englisch lernen und auch schon ein bisschen besser sprechen können. Ich möchte noch mehr neue Leute kennenlernen. Außerdem möchte ich im nächsten Jahr auf jeden Fall Urlaub nehmen! Ich habe nämlich schon Vorstellungen von Urlaubsorten. Ein Ziel wäre Los Angeles und ein Traum wären die Bahamas. Leider ist beides sehr teuer und ich werde wohl nur einen Urlaubsort bereisen können. Ein paar Städte besuchen wie Washington, Philly und eventuell Toronto ist auch in meiner Planung. Aber was letztendlich möglich ist und passieren wird, sehe ich dann nächstes Jahr! Außerdem möchte ich in New York schöne Sachen unternehmen, beispielsweise Jet Ski fahren! Ein paar Tower sowie Skybars erkunden und das, obwohl ich Höhenangst habe. Ich freue mich auch riesig über Besuch, denn es gibt ein paar Leute die mich besuchen kommen wollen. Unter anderem meine Mutter, mein bester Freund und eine gute Freundin von mir. Ich hoffe mal, dass alle auch wirklich kommen. Bis jetzt ist alles gut und es gibt nichts, was mir auf dem Herzen liegt. Aber sobald es was gibt, werde ich mich an euch wenden! Ich freue mich riesig auf das Zwischenseminar und alle Leute wieder zu sehen. Aber weil das Vorbereitungsseminar schon so schön war, habe ich da keine Bedenken. Ich hab mir ein Konto bei Santander eingerichtet. Ich hatte einen sehr freundlichen Mitarbeiter und es ging circa 45 Minuten aber alles problemlos. Unser Stipend bekommen wir in Form von Checks, die wir dann an Automaten, in Filialen oder per Smartphone einlösen können.

 

Viele Grüße, Alex
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