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Teilnahmebedingungen "weltwärts in Asien, Afrika, Lateinamerika"

Wie alle Freiwilligendienste stellt auch das weltwärts-Programm bestimmte Anforderungen an Bewerber_innen. Auf die von weltwärts geförderten Einsatzstellen der ijgd-Berlin können sich junge Menschen bewerben, die

  • Interesse an den Kulturen und Lebensverhältnissen in Ländern des Globalen Südens haben, 
  • bereit sind, engagiert und tatkräftig in einer Einsatzstelle der Partnerorganisation mitzuarbeiten und am fachlich-pädagogischen Begleitprogramm teilzunehmen, 
  • zum Zeitpunkt der geplanten Ausreise mindestens 18 Jahre alt sind, bzw. bei Abschluss der Vereinbarung nach dem ersten Vorbereitungsseminar nicht älter als 28 Jahre alt sind,
  • über einen Schulabschluss oder eine anderweitige Eignung verfügen,
  • die deutsche Staatsbürgerschaft oder einen dauerhaften Aufenthaltstitel besitzen, (mindestens drei Jahre Aufenthalt in Deutschland  polizeiliche Anmeldung ist bei Aufenthaltsrecht vorzulegen), 
  • zum Zeitpunkt der Bewerbung über gute Grundkenntnisse der Sprache im Gastland verfügen (bzw. Englisch, Französisch, Spanisch).

Die ijgd-Berlin stellen je nach Einsatzstelle gegebenenfalls weitere Anforderungen an den_die Bewerber_in, da z.B. einige Einsatzstellen bestimmte Qualifikationen voraussetzen.


Wichtige Informationen:

  • Die ijgd-Berlin vermitteln Bewerber_innen in Einsatzstellen ihrer Partnerorganisationen in Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Teilnahme am weltwärts-Programm ist nur in anerkannten ijgd-Einsatzstellen möglich. Es ist nicht möglich, eigene Einsatzstellen vorzuschlagen und hierfür Unterstützung zu beantragen. Gefördert werden im Rahmen des weltwärts-Programms nur anerkannte Träger, die in Kooperation mit Projektpartnern einen Freiwilligendienst anbieten.
  • Die weltwärts-Einsatzdauer beträgt bei den ijgd-Berlin zwölf Monate.
  • Die Teilnahme am weltwärts-Programm ist für den_die Teilnehmer_in größtenteils kostenfrei.

     

Folgende Leistungen werden von den ijgd-Berlin im Rahmen der Förderung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gewährleistet:

  • Vorbereitungsseminar in Deutschland inkl. Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten nach Fahrtkostenregelung des ijgd-Programmbereichs "Afrika, Asien, Lateinamerika (AALA)",
  • Versicherungsschutz während des Auslandsaufenthalts: Dieser umfasst mindestens eine Auslandskrankenversicherung, Unfallversicherung inkl. Invalidität und Todesfall (Versicherungssumme i.H.v. 200 000 € mit 225% Progression), eine Haftpflicht- und Rücktransportversicherung.
  • Flug ins Gastland hin und zurück,
  • Taschengeld i.H.v. 100 € pro Monat,
  • Orientierungsseminar sowie Zwischen- und Endseminare im Gastland, durchgeführt von den Partnerorganisationen der ijgd,
  • Unterkunft und Verpflegung nach ortsüblichen Standards im Gastland,
  • Fahrtkosten im Gastland laut ijgd-AALA-Fahrtkostenregelung,
  • Betreuung durch ein_e Mentor_in,
  • Nachbereitungsseminar nach Rückkehr in Deutschland inkl. Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten nach ijgd-AALA-Fahrtkostenregelung.

     

Folgende Leistungen werden von den ijgd-Berlin nicht übernommen, sondern von dem_der Teilnehmer_in getragen:

  • Kosten im Zusammenhang mit der Visumsbeantragung und -erteilung (siehe Kostenauflistung),
  • Anschaffungskosten für Dinge des persönlichen Bedarfs vor und während des Freiwilligendienstes.

     

Sonstiges Finanzielles

  • Kosten für das Gesundheitszeugnis und Impfungen werden grundsätzlich von dem_der Teilnehmer_in bei der Krankenkasse zur Kostenübernahme eingereicht. Im Falle einer Ablehnung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse übernehmen die ijgd-Berlin die Kosten für das Gesundheitszeugnis und Impfungen sowie für die Malariaprophylaxe (maximal drei Monate), die von dem_der Tropen_ärztin empfohlen wurden und wenn sie von der Ständigen Impfkommission (STIKO) oder vom Auswärtigen Amt empfohlen und nicht anderweitig übernommen werden.
  • Im Rahmen des weltwärts-Freiwilligendienstes wird laut weltwärts-Richtlinie von dem_der Teilnehmer_in eine Spendenbereitschaft zur Programmunterstützung ausdrücklich erwünscht. Der_die Teilnehmer_in ist dazu angehalten, vor Ausreise zu beginnen, einen Förderkreis aufzubauen und pro Freiwilligenmonat 225€  zur Programmdurchführung beizutragen (für 12 Monate insg. 2.700€).

     

Gesundheit

  • Der_die Teilnehmer_in weist nach Zusage durch die Vorlage eines Gesundheitszeugnisses nach, dass er_sie physisch und psychisch gesund und belastbar ist und den Freiwilligendienst ohne gesundheitliche Einschränkungen antreten kann. Sie_er informiert die ijgd über entsprechende Vorerkrankungen. Die entsprechende Vorlage für das Gesundheitszeugnis erhält der_die Teilnehmer_in mit der schriftlichen Zusage.
  • Der_die Teilnehmer_in ist selbst verantwortlich für die Organisation des Gesundheitszeugnisses, die Impfungen/Malariaprophylaxe und für die Visumsbeantragung. Zur Unterstützung stellen die ijgd entsprechende Informationen bzw. Dokumente bereit.

     

Organisatorisches

  • Der Flug wird von den ijgd-Berlin für den_die Teilnehmer_in gebucht. Die endgültige Flugbuchung erfolgt frühestens nach dem Vorbereitungsseminar. 
  • Der_die Teilnehmer_in verpflichtet sich zur Teilnahme an mindestens 25 nachzuweisenden Seminartagen sowie zur fristgerechten Einsendung von zwei Zwischenberichten und einem Abschlussbericht. Erwartet wird darüber hinaus die Bereitschaft zum entwicklungspolitischen Engagement nach dem Freiwilligendienst. 
  • Die Rechte und Pflichten der Teilnehmer_innen und der ijgd-Berlin werden in einer weltwärts-Vereinbarung zwischen den ijgd-Berlin und dem_der Teilnehmer_in festgehalten, die von beiden Parteien unterschrieben wird. Diese Vereinbarung wird innerhalb einer vorgegebenen Frist nach dem Vorbereitungsseminar abgeschlossen. 
  • Dem_der Teilnehmer_in ist bekannt, dass er_sie sich durch die Teilnahme am weltwärts-Programm über den vereinbarten Zeitraum an die Entsendeorganisation und auch an die weltwärts-Richtlinie bindet. Grundsätzlich ist ein Abbruch des Freiwilligendienstes nicht vorgesehen.
  • Die Parteien verpflichten sich, in Konfliktfällen und bei grundlegenden Meinungsverschiedenheiten auf einvernehmliche Problem-/Konfliktlösungen hinzuwirken. Eine vorzeitige Beendigung des Freiwilligendienstes sollte daher nur als letztes Mittel und nach Ausschöpfung aller anderen geeigneten Möglichkeiten erfolgen (z.B. Änderung/Erweiterung der Arbeitsaufgaben, Wechsel der Unterkunft, Einsatzstellenwechsel, Wechsel zu einer anderen Partnerorganisation etc.).
  • Bedingungen für eine vorzeitige Beendigung werden in der Vereinbarung zwischen dem_der Teilnehmer_in und der ijgd-Berlin festgelegt. 
  • Eine Veränderung der konkreten Arbeitsaufgaben innerhalb des beschriebenen Programms und ein Wechsel in eine andere – vom BMZ anerkannte – weltwärts- Einsatzstelle derselben Partnerorganisation kann aus sachlichen Gründen erforderlich sein und entbindet nicht von der Verpflichtung zur Mitarbeit, solange keine unzumutbaren Arbeitsbelastungen damit verbunden sind. Die Bedingungen in Bezug auf eine eventuelle Veränderung der Einsatzstelle während des weltwärts-Freiwilligendienstes sind in einer Vereinbarung zwischen dem_der Teilnehmer_in und den ijgd-Berlin sowie im "Memorandum of Understanding" festgehalten. 
  • Planung, Vorbereitung und Durchführung der Programme vor Ort liegen in der Verantwortung der jeweiligen Partnerorganisation in Absprache mit den ijgd-Berlin. 
  • Die Rechte und Pflichten der Partnerorganisation im Gastland sowie der Einsatzstelle im Gastland sind in einem Vertrag zwischen den ijgd, der Partnerorganisation und der Einsatzstelle schriftlich fixiert worden. Das „Memorandum of Understanding“ ist bei den ijgd und beim BMZ in englischer Sprache hinterlegt und wurde von den ijgd, der Partnerorganisation und der Einsatzstelle unterschrieben.
  • Sollte der Freiwilligendienst in einer bestimmten weltwärts- Einsatzstelle aus organisatorischen, inhaltlichen oder sicherheitstechnischen Gründen nicht (mehr) möglich sein, informieren die ijgd-Berlin den_die betreffende_n Teilnehmer_in zum schnellst möglichen Zeitpunkt und vereinbaren eine Alternative bzw. organisieren die Rückreise. Voraussetzung ist die Erreichbarkeit der Teilnehmer_innen.

     

Die ijgd-Berlin behalten sich vor, in folgenden Fällen von der Teilnahmezusage bzw. der Vereinbarung zurückzutreten:

  • bei Nichterscheinen der Teilnehmer_innen bei dem Vorbereitungsseminar,
  • bei Verhaltensweisen oder Eigenschaften, die von dem_der Teilnehmer_in gezeigt werden, die ein wesentliches Hindernis bei der Entsendung in das Gastland bedeuten könnten,
  • wenn in der Bewerbung, dem Gesundheitszeugnis oder in der Vereinbarung zum Thema Gesundheit falsche Angaben gemacht werden oder wenn eine Erkrankung, Behandlung oder Behandlungsbedürftigkeit der Teilnehmer_innen bekannt wird und ein Risiko für die Teilnahme im Programm darstellt,
  • bei nicht vorhersehbarer höherer Gewalt, die die Teilnahme erheblich erschweren, gefährden oder beeinträchtigen würde,
  • wenn sich der_die Teilnehmer_in nicht in ihm_ihr möglicher und zumutbarer Weise um ein Jahresvisum bemüht hat,
  • wenn der_die Teilnehmer_in die für die Teilnahme am weltwärts-Programm erforderlichen Unterlagen (z.B. Abitur- oder Abschlusszeugnis) nicht bis spätestens vor Ausreise bei den ijgd-Berlin einreicht.

     

Die ijgd behalten sich die Geltendmachung der bis dahin aufgewendeten Kosten (insbesondere der Seminarkosten und Flugstornokosten) vor, sofern eine anderweitige Kostendeckung nicht möglich ist. 

  • Nach Beendigung der Vereinbarung besteht kein Anspruch mehr auf die oben beschriebenen Leistungen. Ein Anspruch auf die Rückzahlung von eingebrachten Spenden besteht nicht. 
  • Eine wiederholte Teilnahme am weltwärts-Programm ist nur in begründeten Ausnahmefällen und nach angemessener Zeit möglich.