Zum Inhalt springen

Ich würde es jedem empfehlen ein Workcamp, MTV oder jegliche andere Form von

Freiwilligenarbeit im Ausland zu machen. Man lernt so viele neue Dinge, über sich selbst und

Andere. Es ist ein wunderbares Gefühl, zu wissen, dass die eigene Arbeit sinnvoll ist und

etwas erreicht.

Name:Eva L.Alter:22Einsatzstelle:Daily Centre for Children with DisabilitiesInhaltliche Ausrichtung:Kids/Education/Disabilities
Weiter zur Länderseite Beispielien

Erfahrungsbericht – MTV in Moldawien 04.02.19 - 08.03.19

Vorbereitung

Zuerst habe ich in der ijgd Datenbank nach Workcamps/ MTVs geschaut. Da ich im Winter(Februar – März) ins Ausland gehen und innerhalb von Europa bleiben wollte, wurde die Auswahl begrenzt und ich konnte mich leichter entscheiden, wohin ich gehen wollte. Das Projekt „Daily Centre for Children with Disabilities“ in Moldawien hat mich direkt angesprochen und ich fand es spannend in ein Land in Osteuropa zu gehen über welches ich so gut wie nichts weiß. Nachdem ijgd den Kontakt zu der Partnerorganisation in Chisinau, Moldawien hergestellt hatte, hatte ich ein Skype Interview. In diesem wollte meine Koordinatorin mich kennenlernen, meine Motivation wissen und mir die Möglichkeit bieten Fragen zu stellen. Das lief alles einwandfrei und sie fand, dass ich in das Projekt passe. Dann musste ich nur noch meinen Flug buchen und dann ging das Abenteuer – 5 Wochen in Moldawien – auch schon los.

Unterbringung

Mein Mentor Denis hat mich vom Flughafen abgeholt und mich in meine Wohnung gebracht. In Chisinau habe ich in einer WG mit anderen Freiwilligen gewohnt, was großartig

war. Ich habe mit Bonnie aus Frankreich, Lucy aus den Niederlanden und Klara aus Tschechien zusammengewohnt, ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt. Die Wohnung war in einem klassischen Plattenbau, von innen jedoch in einem guten Zustand. Im Voraus war mir natürlich bewusst, dass ich die dortige Situation nicht mit deutschen Standards vergleichen kann. Ich war sehr froh darüber, dass wir fast immer warmes Wasser zum Duschen hatten und sogar auch einen Filterhahn in der Küche, sodass wir das Wasser aus der Leitung trinken konnten und das Trinkwasser nicht im Supermarkt kaufen mussten.

Arbeit

Gearbeitet habe ich in einem Tageszentrum für Kinder mit Behinderungen. Auf meiner Arbeit hat auch eine andere Freiwillige, Elodie aus Frankreich, gearbeitet. Unsere Aufgabe war es die Betreuer/Erzieher in ihrer Arbeit zu unterstützen und uns auch eigene, kreative Aktivitäten für die Kinder auszudenken. Wenn die Kinder in das Zentrum kommen haben sie verschiedene Sessions, u.a.: Gymnastik, Logopädie, Psychotherapie, Beschäftigung im Bastel – und Spielraum. Aktivitäten, die Elodie und ich uns selbst ausgedacht haben, waren z.B.: Kekse backen, Rasseln aus leeren Klopapierrollen basteln, Anhänger für den 1. März machen und Frühlingsblumen aus Papier basteln.

Typischer Tagesablauf

Ich habe montags bis freitags von 10-16 Uhr im Projekt gearbeitet. Morgens bin ich mit dem Trolleybus 30 Minuten zur Arbeit gefahren. Nachmittgas zur „rush hour“ konnte der Rückweg auch mal 1,5 Stunden dauern. Wenn man das vermeiden will, kann man versuchen einen Platz in einem „Maschutka“ zu ergattern. Das sind Mini Busse (so groß wie ein Sprinter) welche in ihrer Route sehr flexibel sind. Um damit zu fahren, muss man sich an den Straßenrand stellen und die Hand raushalten. Wenn man wieder aussteigen will, muss man das dem Fahrer mitteilen. Dieser hält dann am gewünschten Ort an. Manchmal war ich also erst gegen 17 Uhr oder später zuhause. Dann hatte ich ein bisschen Zeit für mich und abends haben ich und meine Mitbewohner meist zusammen gegessen.

Freizeit

In Chisinau haben sehr viele EVS-Freiwillige gearbeitet. Gleich am ersten Tag haben mich meine Mitbewohner in die facebook Gruppe der EVS Community in Chisinau hinzugefügt. So habe ich schnell viele andere tolle Leute kennengelernt. Jedes Wochenende haben wir etwas zusammen gemacht, z.B.: Pub Crawl, wandern, Wein- und Musikfestival auf dem Weingut Cricova, Ausflug nach Tiraspol (Transnistrien), Women's March Demonstration, etc.

Fazit

Ich würde es jedem empfehlen ein Workcamp, MTV oder jegliche andere Form von Freiwilligenarbeit im Ausland zu machen. Man lernt so viele neue Dinge, über sich selbst und Andere. Es ist ein wunderbares Gefühl, zu wissen, dass die eigene Arbeit sinnvoll ist und etwas erreicht. Und zum Schluss sind es natürlich die Menschen, die man dort kennenlernt, die den Auslandsaufenthalt ausmachen. Ich hatte das Glück so viele andere tolle Menschen aus aller Welt kennenzulernen und bin immer wieder erstaunt wie in so kurzer Zeit Fremde zu Freunden werden können.

Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.