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UVIKIUTA - Mwika

Da saß ich also schon. Im Flugzeug nach Dar es Salaam, Tansania, wo ich die nächsten drei Wochen in einem Workcamp der Organisation Uvikiuta verbringen sollte. Ich konnte kaum glauben, dass es schon los geht, vergingen die Wochen vor dem Workcamp doch wie im Fluge mit Vorbereitungen und Vorfreude...

Name:Anna Lisa J.Einsatzstelle:MwikaInhaltliche Ausrichtung:Education and Culture (Painting classrooms and tree nursery in a school)

...Nachdem ich von meinem Auslandsaufenthalt aus Chile zurückkam und noch etwas Zeit bis zum Beginn meines Studiums blieb, beschloss ich, dass ich die Zeit mit einem weiteren Auslandsaufenthalt nutzen wollte und mir wurde bewusst, dass ich schon immer einmal nach Afrika reisen wollte. Also machte ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit, für einen begrenzten Zeitraum ins Ausland zu gehen. Ich wollte unbedingt einen Einblick in Kultur und Lebensweise der Menschen bekommen und nicht als „Pauschaltourist“ dorthin reisen. Ich wurde auch bald fündig und stieß auf die Seite von IJGD, die mit dem Format des Workcamps das für mich Perfekte anboten.

 

Nachdem ich mich angemeldet hatte, ging es auch schon relativ bald auf das Vorbereitungsseminar für alle AALA – Länder, an dem viele Teilnehmer ein Wochenende zusammenkamen, die im Sommer ein Workcamp absolvieren wollten. Es war super, sich mit anderen auszutauschen und die Vorbereitung wirklich gut und übergreifend. Speziell dieses Wochenende bestärkte mich in meinem Wunsch, nach Afrika zu gehen und bot viele Denkanstöße, die ich mit nachhause nahm.

 

Kurz darauf bewarb ich mich auch schon für ein Workcamp in Tansania. Das erste Workcamp, für das ich mich bewarb, war leider schon voll, doch bei dem zweiten Versuch klappte es. Es stand also fest: Ich würde im Juli vier Wochen in Tansania verbringen und dort mit einer internationalen Gruppe von Teilnehmern in einer Schule Klassenräume streichen und Zeit mit den Kindern verbringen. Das es aber soviel mehr werden sollte, als nur das, war mit zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Ich buchte meinen Flug und einen Monat später sollte es auch schon losgehen.

 

In Tansania angekommen, brauchte ich erstmal zwei Stunden, bevor ich mein Visa in der Hand hatte, da am Flughafen alles relativ chaotisch abläuft. Ich würde jedem empfehlen, das vorher anzufordern. Danach wurde ich vom Fahrer meiner Organisation in Empfang genommen, der auch schon einen weiteren Teilnehmer eingesammelt hatte und wir fuhren zum Center meiner Organisation. Der erste Eindruck von Dar es Salaam war wirklich ein kleiner Kulturschock. Ich fühlte mich wie in einer anderen Welt mit all diesen bunten Farben und dem geschäftigen Treiben auf der Straße. Doch es war auch wahnsinnig faszinierend und ganz anders, als ich mir es vorgestellt hatte.

 

Die erste Nacht verbrachten zwei andere Teilnehmer und ich im Center und am nächsten Tag kamen dann schon die restlichen Teilnehmer. Wir verstanden uns von Anfang an gut und ich war überrascht, wie viele verschiedene Nationen dabei waren.

 

Am nächsten Tag hatten wir dann einen Tag Orientierungsveranstaltung, was sehr informativ und gut war.

 

Im Camp nach 9 Stunden sehr ruckliger und schneller Busfahrt angekommen, war ich überrascht wie sehr sich die Region rund um Mwika, Kilimanjaro doch von Dar es Salaam unterschied, da auch das Klima um einiges kühler war.

 

In den folgenden Wochen hatten wir ein sehr abwechlsungsreiches Programm. Morgens arbeiteten wir in der Schule und mittags unternahmen wir unter anderem viele verschiedene Dinge oder hatten Suhahelistunde. Einmal trafen wir die Teilnehmer zwei anderer Workcamps bei einem Fußballspiel der Community gegen uns Volunteers. Es war super, sich mal auszutauschen und ich hätte mir noch mehr zusammentreffen mit den anderen gewünscht. Deren Workcamps waren allerdings leider schon fast zuende.

 

Ein ganz besonderes Highlight für mich persönlich war auch der Homestay. Der war leider erst in der letzten Woche des Workcamps, sodass ich nicht nochmal die Möglichkeit hatte, etwas Zeit mit der Familie zu verbringen. Trotzdem war es toll, einen kleinen Einblick und etwas engeren Kontakt mit Mitgliedern der Dorfgemeinschaft zu bekommen. Ich kam dann am letzten Tag des Workcamps nochmal zu der Familie zurück, um mich zu verabschieden und etwas in Swahili zu sagen (hatte ich ja bis dahin gelernt :-) ).

 

Ein weiteres Highlight war der Besuch in einem Massaidorf und natürlich die Safari. Eindrücke, die ich nie mehr vergessen werde!

 

Insgesamt kann ich sagen, dass das Workcamp mit Eindrücke und Erinnerungen verschafft hat, die unvergesslich sind. Das reicht vom Zusammentreffen mit den Kindern der Grundschule bis zum Zusammenleben mit den Dorfbewohnern, die uns so freundlich und herzlich aufgenommen haben, wie ich es selten erlebt habe. Aber auch die Erlebnisse gemeinsam mit der Gruppe waren toll. Ich würde mich immer wieder für ein Workcamp entscheiden und kann es nur jedem empfehlen. Eine unvergleichbare Erfahrung!

 

Tutaonana, Tanzania, ich komme wieder!

 

Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.