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Kitakyushu, Fukuoka 2009

"Schlafen Japaner überhaupt???" 

Das war mein erster Gedanke nach zwei Tagen Workcamp im japanischen Hiraodai bei Kitakyushu in Japan.

Name:Juliane SchlagAlter:22 JahreEinsatzstelle:Kitakyushu, Fukuoka 2009Inhaltliche Ausrichtung:Kids

Im Sommer 2009 organisierte ich dort mit zwei Koreanerinen, einem Belgier und einer weiteren Deutschen, sowie 15 Japanern ein Kidscamp. Bereits nach der Ankunft verstanden wir uns und prächtig. Wir waren alle ungefähr im selben Alter und hoch motiviert die gemeinsame Zeit für uns und die Kinder best möglich zu gestalten.

 

Die ersten Tage waren

erst einmal Aufräumen und Putzen angesagt. Trotz harter Arbeit und fast keinen Ruhepausen kam der Spaß nie zu kurz. Beim gemeinsamen Kochen oder am Abend unterhielt man sich immer sehr angeregt. Geschlafen haben wir auf den Tatamimatten eh viel zu wenig, da es immer früh raus ging. Hinzukamen die fast tropische Wärme des japanischen Sommers und Monsterinsekten. Aber die netten Leute der Umgebung standen immer mit Aufgeschlossenheit und Fächern zur Seite. So halfen wir auch bei einem Kulturfest im Dorf wo wir unter anderem Eis verkauften und traditionelle Tänze mit der lokalen Bevölkerung tanzten.

Die Arbeit mit den Kindern

forderte noch mehr Zeit da man von Aufstehen bis zum Schlafen alles gemeinsam machte. Die Kinder selbst sollten über die Kultur in anderen Ländern nachdenken. Durch den Kontakt mit Ausländern sollten sie die Angst vor Fremden überwinden. Die Sprache spielte dabei eine ganz entscheidende Rolle. In Japan sprechen nur wenige Leute verständliches Englisch, weshalb ich jedem der ein Workcamp in Japan besuchen will nahe lege, gutes Japanisch zu lernen. Man sollte auch körperlich fit sein und geistig bereit sich auf eine ganz andere Kultur einzulassen.

Dann kann man eine wirklich unvergessliche Zeit erleben

und, wie in meinem Fall, Freunde fürs Leben finden. Denn das wird nicht mein letzter Besuch im Land der Schlaflosen gewesen sein.

 

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