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Moijala 2012

„Was wusstest du über Finnland bevor du hierhergekommen bist?“ fragte mich unser Campleiter am ersten Tag während unserer Vorstellungsrunde.

 

„Da gibt’s eine Menge Seen und Wälder“ antwortete ich aus einem Impuls heraus.

Name:Julia HussAlter:20 JahreEinsatzstelle:Moijala 2012Inhaltliche Ausrichtung:Environment

Jetzt nach meinem Workcamp in Finnland kann ich dies nur bestätigen, doch dank dieses Workcamps verbinde ich wesentlich mehr damit. In diesen zwei Wochen habe ich eine unheimlich tolle Zeit erlebt, habe die verschiedensten Menschen getroffen, mehr über ihre Kultur erfahren und die nette Gastfreundschaft der Finnen kennengelernt.

 

Doch erst einmal von Anfang an

Mein Abendteuer Workcamp begann am 19. August als ich voller Aufregung und Erwartung aus dem  Zug von Helsinki nach Hämeenlinna stieg. Schon auf dem Bahnsteig traf ich glücklicherweise eine meiner „Mitworkcamperinnen“, die wie sich herausstellte auch aus Deutschland kommt. Nach kurzem Warten auf dem Parkplatz hinter dem Bahnhof trafen wir schließlich auf die anderen Teilnehmer, die aus Korea, Japan, Tschechien, Frankreich und Estland kamen und unseren finnischen Campleiter. Nach einer ersten kurzen Vorstellungsrunde ging es mit Taxis zum Projektort  Mojala, der etwa 20 Min. von Hämeenlinna entfernt liegt.

Erwartungsvolles Ankommen

Voller Erwartung trafen wir  schließlich in  unserem Zuhause für die kommenden  zwei Wochen ein. In Mojala finden normalerweise verschiedene Aktivitäten für behinderte Menschen statt, doch während der Ferien sind keine Kurse und somit hatte unsere Workcampgruppe das Gelände für sich. Ilona eine Mitarbeiterin aus Mojala begrüßte uns freundlich und nach dem wir unser Gepäck im Wohnhaus abgestellt hatten wurden wir auch gleich wie in Finnland üblich mit einer Tasse Kaffee empfangen. Gegen Abend trafen auch noch die letzten drei Teilnehmer ein: Zwei Spanier und eine weitere Deutsche. Innerhalb der Gruppe stellte sich schon am ersten Abend eine wunderbare Gemeinschaft ein und bei traditionellem finnischem Essen und ersten Gesprächen lernten wir uns  besser kennen.

Unsere Arbeit

Sie bestand für die folgenden zwei Wochen bestand darin Büsche und Gestrüpp zu entfernen, denn das Gelände, auf welchem sich ein Gemeinschaftshaus, ein Wohnhaus und ein alter umgebauter Stall befinden, war über die Jahre hinweg stark verwachsen. Teilweise legten wir auch neue Beete an und pflanzten einige kleinere Stauden. Es gab jeweils drei Arbeitsgruppen im Freien und ein Küchenteam das die verschiedenen Mahlzeiten zubereitete.

Nach der Arbeit

Wir verbrachten oft Zeit am See der nur wenige Meter von Mojala entfern liegt. Wir gingen schwimmen, kanufahren,  und machten Bekanntschaft mit der typischen finnischen Sauna, wovon es in Mojala gleich zwei gibt: eine traditionelle alte Holzsauna am See und eine Modernere im Wohnhaus. Wir als Gruppe lernten uns besser kennen, brachten uns gegenseitig verschiedene Spiele bei und an unserem freien Wochenende besuchten wir Hämeenlinna.

Nach dem Workcamp

Ich verbrachte noch einige Tage in Helsinki, was ich jedem der vorhat ein Workcamp in Finnland zu machen nur raten kann. Zum einen lohnt sich ein Besuch der Hauptstadt auf der anderen Seite fand ich noch Gelegenheit mit einigen Workcampteilnehmern die restliche Zeit in Finnland zu verbringen. Ein kleiner Teil des Workcamps kam einige Wochen später sogar zu mir nach Deutschland, denn die zwei Koreanerinnen besuchten mich in meinem Zuhause in der Nähe von Stuttgart.
 
Das Workcamp in Finnland war eine unglaublich tolle Erfahrung bei der ich viele tolle Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern kennenglernt habe. Ich hoffe, dass wir auch weiterhin noch in Kontakt bleiben.

 

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