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Midsummer in Finnland

Mit seiner Lage direkt an einem See bietet das Itä-Karjalan-Camp perfekte Voraussetzungen für Workcamper, die neben dem Engagement in einer internationalen Gruppe die Erholung durch Baden, Saunagänge und Lagerfeuer zu schätzen wissen.

Name:Johann M.Alter:19Einsatzstelle:PunkaharjuInhaltliche Ausrichtung:Restauration

Atmosphäre und Unterbringung

Das Workcamp, an dem ich vom 11. bis 25. Juni 2017 teilgenommen habe liegt in Punkaharju, im Südosten Finnlands. Äußerlich bietet das Lager durch seine Lage und die es umgebende Natur bereits eine Idylle, für die gute Atmosphäre sorgt die Bewohnerschaft. Alle dort arbeitenden Einheimischen sind freundlich und aufgeschlossen, und sowohl die Gruppen von Kindern aus Russland als auch die internationalen Jugendlichen fühlen sich sichtlich wohl.
Auch die Unterbringung ist zu empfehlen, wer keine Luxusansprüche stellt, wird mit den gemütlichen und sogar mit Kochgelegenheiten ausgestatteten Bungalows zufrieden sein; das Essen schmeckt auch nach zwei Wochen noch gut.

Unsere Arbeit

Als Arbeit war laut der Campbeschreibung die Vorbereitung des Mittsommerfestes angegeben. Zwar fand diese Feier am Ende auch statt, jedoch nicht direkt im Camp, und ohne unsere Vorbereitung. Stattdessen beschränkte sich die Arbeit auf die Mitwirkung im Lager und die Instandhaltung des Geländes. So verrichteten wir abwechselnd Küchendienst, hatten relativ viel Gartenarbeit im Programm, kümmerten uns um die Reinigung des Strandes und des Seeufers und hatten verschiedene andere Aufgaben.
Insgesamt ist die Arbeit die Schwachstelle dieses Workcamps gewesen. Sie entsprach größtenteils nicht der Campbeschreibung und war wenig strukturiert, sodass am Ende nur vergleichsweise wenig und uneffektiv gearbeitet wurde und die Arbeitsatmosphäre sich nicht entwickelt hat.

Sauna, See und Lagerfeuer...

Die Gruppe von 11 Jugendlichen hat sich dennoch gut verstanden, was auch an den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten lag.

Saunaliebhaber und Wasserratten kamen voll auf ihre Kosten. Auch die organisierte Fahrt nach Savonlinna und die Wanderung zum finnischen Forstmuseum waren ein Erlebnis. Mehrmalige Lagerfeuer auch mit anderen Gruppen zusammen führten zu einem regen Austausch, ich persönlich habe mich auch mit einer Gruppe von Gleichaltrigen aus ganz Finnland angefreundet.
Höhepunkt des Camps war natürlich der Juhannus (finnisch für Mittsommer), wo mit einem großen Lagerfeuer, Musik, Würstchen und Getränken mit den Einheimischen zusammen gefeiert wurde.

Im Großen und Ganzen...

...war das Midsummer-Camp für mich eine tolle Erfahrung, von der ich froh bin, sie gemacht zu haben. Die Natur und das Lager selbst hätte ich mir nicht besser wünschen können, und in der Gruppe habe ich mich ebenfalls sehr wohl gefühlt. Einzige Wehmutstropfen waren wohl die Arbeit und die Camporganisation, durch die das Workcamp am Ende vielleicht seinem Namen als solches nicht ganz gerecht wurde. Wer damit jedoch kein Problem hat und sich gerne an der finnischen Natur erfreuen möchte, für den steht einem Aufenthalt in Punkaharju nichts mehr im Wege!

 

Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.