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"Built a better place for all"

Wer nach einem lebendigen Camp sucht und die Gesellschaft von Menschen aus gemischten Ländern erleben will, wer ein Bisschen mehr von Auvergne erfahren will, wer Lust auf Unterhaltungsspiele hat und etwas weniger wert auf Luxus legt, der ist bei diesem Camp genau richtig!

Name:Grigori O.Alter:32 JahreEinsatzstelle:Stadtpark von IssoireInhaltliche Ausrichtung:Renovierung, Kunst

Nach der erfolgreichen Anreise mit dem Fernreisebus nach Issoire...

...warteten auf mich bereits die Campleiterin und eine Kollegin von Jeunesse auf mich. Wir fuhren sofort zu unserer Unterbringungsstätte in einer Sporthalle, wo wir einige Vorbereitungen für die Anreise der Gruppe getätigt haben. Anschließend haben wir unsere Gruppe vom Bahnhof abgeholt.

Es kamen: zwei spanische und zwei südkoreanische Mädels, eine Frau aus Russland und eine aus Serbien, ein Belgier und sogar ein Mann aus Mexiko. Wir waren zwei Leute aus Deutschland und unsere Campleiterin war Franzosin.

Unsere Sporthalle besaß insgesamt mehrere offene Duschstellen und vier Toiletten, die sich jeweils zu zweit in jedem Flügel befanden. Unsere Küche befand sich auf der anderen Straßenseite schräg gegenüber der Sporthalle in den  Stadionsräumlichkeiten unter der Tribüne.

Für die kommende Woche wurden täglich zwei Leute für den Koch/ Küchendienst angesetzt, die dann die gesamten Einkäufe für den laufenden Tag tätigen sollten und zwei Leute für den Geschirrspüldienst. Der Küchendienst musste die Einsatzstelle zwei Stunden vorm Arbeitsschluss verlassen, um für das leibliche Wohl vom Rest der Gruppe zu sorgen.

Am übernächsten Morgen begann es mit der eigentlichen Arbeit:

In einer ca. drei km von uns entfernten Parkzone mussten wir zunächst eine Holztischsitzbankkombination auf einem Platz einbauen. Hier sollte zunächst ein ca. 20 cm tiefes Becken entstehen. So teilten wir uns täglich in zwei bis drei Mannschaften auf, die sich mit Schaufeln und Hacken körperlich betätigt haben. Innerhalb der ersten Woche gruben wir ziemlich viel, sodass nach ein paar Tagen das Becken auf der Plattform bereits tief genug war, um die Tischkombination dort zu platzieren.

Unsere Freizeit

Dann kam das erste Wochenende, wo wir das faszinierende fast 20 min. lange Feuerwerk zu  Ehren des Unabhängigkeitstages am 14. Juli zu beobachten hatten, sowie eine Militärparade davor. Zwischendurch besuchten wir auch eine Kletterhalle und unternahmen zwei ganztägige Ausfluge: einmal zur  Grottenwanderung und eine längere Fahrt nach Clermont – Ferrand, von da aus auf die Vulkane von Puy–de–Dôme. Allgemein hatten wir genügend Zeit für Freizeitaktivitäten gehabt: nach der Arbeit, die in der Regel von 8 – 12:30 Uhr andauerte, gingen wir viel spazieren und hatten einen guten Kontakt zu Einheimischen geknüft, insbesondere zu Leuten aus dem Haus der Jugend, die uns in den ersten Tagen sehr freundlich empfingen. Abends gingen alle in der Regel tanzen, wovon ich aber kein großer Fan war, da in unserer Gruppe bei solchen Veranstaltungen leider ein deutlicher Alkoholkonsum dominierte.

In der zweiten Woche...

...setzten wir unsere Tischinstallation fort, indem wir diesen mit Zement in der Erde verankerten. Als Nächstes kam dann auf dem Hügelgipfel der Bau einer einfachen Holztreppe in einer Grube. Unsere Leiter brachten schwere Holzbrocken samt mehreren Eisenstangen vorbei und wir starteten zunächst mit der Säuberung der Fläche von Steinen und Ästen. Stufe für Stufe ebneten wir einen Teil  der Gefällenfläche, setzten einen Holzbrocken drauf und befestigten es vorne mit zwei Eisenstangen. Jeder hatte die Chance, sich hierbei zu beteiligen und somit stellten wir die Treppe Ende zweiter Woche fertig.

Der kreative Teil der Arbeit

Nun kam in der dritten Woche der kreative Teil der Arbeit zu uns: auf dem Gelände vom Haus der Jugend sollten wir Holztische und Wände auf verschiedene Art nach eigener Phantasie bemalen und gestalten. Unser Team zeigte dabei außerordentliche künstlerische Fähigkeiten: wir nahmen Graffitisprays in die Hand und erstellten  außergewöhnliche Gestalten auf den Holzbrettern, die von uns vorher geschliffen wurden. Der Mexikaner malte zweimanngroße Asterix und Obelix Figuren an die Wand, die sich an das davorbestandene Bild  wunderbar geknüft haben. Die Mädels versahen die Sitzbank – und Tischplatten mit bunten Blumen und anderen kontrastreichen Motiven.  Anschließend kam ein großes Harry Potter Symbol auf eine Tischplatte, das von seiner mächtigen Ausdruckskraft überzeugte! Persönlich war ich von der künstlerischen Begabung unserer Gruppe sehr beeindruckt, auch wenn ich zu diesem Teil der Arbeit nur einen geringen Beitrag geleistet habe.

"Pushcar-competition"

Kurz vor unserer Abreise unterstützten wir noch das Wagenrennen von Kindern auf einem Fussballfeld, das vorhin für die Rennstrecke umgebaut wurde. Es waren sogenannte Pushcars (Schubwagen), die von Kindern in Ihrer eigenen Werkstatt vorher gebaut wurden und beim Start über den gesamten geschlingelten Rennweg von zwei Kindern geschoben werden mussten. Wir waren übrigens vorhin auch im HdJ ein wenig in den Bau von diesen Wagen miteinbezogen. Dies war für uns ein ebenfalls unvergessliches Erlebnis!

Unser internationales Festessen

Und selbstverständlich, wie jedes Jahr, erwartete uns der internationale Tag mit dem Festessen. Jeder bereitete köstliche Spezialitäten von seinem eigenen Land vor und es ist allen sehr gut gelungen! Zu diesem Abend kam selbst der Bürgermeiseter samt seinen Kollegen, Leute aus dem HdJ und noch andere Bekannte und Verwandte von Besuchern vorbei. Wir genossen unseren sehr angenehmen Abend mit vielen interessanten Unterhaltungen!

Fazit

Damit ist unser Camp zum größten Teil beschrieben, mir hat er wirklich schön zugesagt! Ich fand die uns zugeteilten Arbeiten interessant und habe die auch gerne ausgeführt.

Insgesamt bestand unsere Gruppe überwiegend aus netten Leuten aus verschiedenen Ländern, die durch ihren ehrenamtlichen Einsatz sowohl bei der Arbeit als auch bei den Freizeitaktivitäten einen erheblichen Beitrag für die kulturelle Entwicklung geleistet haben! Hilfsbereitschaft und Kontaktfreudigkeit waren bei uns großgeschrieben! Manchmal hat es jedoch an Empathie gefehlt. Ein lokaler Journalist machte zum Schluss ein Photo von uns und setzte es als Titelbild zu seinem Artikel über unser Projekt in der französischen Zeitung „La Montagne“.

Wer nach einem lebendigen Camp sucht und die Gesellschaft von Menschen aus gemischten Ländern erleben will, wer ein Bisschen mehr von Auvergne erfahren will, wer Lust auf Unterhaltungsspiele hat und etwas weniger wert auf Luxus legt, der ist bei diesem Camp genau richtig!

Video vom Camp

Folgt diesem Link, um ein Video über Grigoris Camp anzusehen:

https://drive.google.com/file/d/0B_QyJM0kNhSoS2NBcE1pSEZWMzg/view

 

Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.