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Eigentlich habe ich dieses Camp nur ausgewählt, weil es gut in meinen Zeitplan passte und ich in Restaurationsarbeiten etwas Erfahrungen sammeln wollte. Dass dies eines der besten Erlebnisse meines Lebens wird, hätte ich nicht gedacht.

Name:Jonna M.Alter:23Einsatzstelle:Le Fort de L'AiguilleInhaltliche Ausrichtung:Natur & Renovation

Aber fangen wir von vorne an: Ende Mai hieß es für mich Sachen packen und das erste Mal in ein Flugzeug steigen. Überhaupt das erste Mal, dass ich mich richtig im Ausland aufhalten sollte und das auch noch alleine. Meine Aufregung war dementsprechend groß. Zum Glück wurde ich gut von meinen Ansprechpartnerinnen bei der ijgd darauf vorbereitet, indem sie mir alle Fragen beantworteten, die ich mir so stellte.

Nachdem ich die Prozedur von Flug und Bahnen hinter mich gebracht habe (die Streiks machen das Bahnfahren in Frankreich nicht so einfach), wurde ich am Abend am Bahnhof von Rochefort von unseren Teamleitern abgeholt. Dies zu organisieren, war nicht einfach, hat aber doch noch geklappt. Ich habe die Organisation kontaktiert und sie haben mir gut weitergeholfen.

Das Camp
Wir kamen im Camp in Fouras an und ich fühlte mich sofort wohl! Wir waren auf einem Campingplatz direkt am Meer untergebracht. Der Platz verfügte über mehrere Waschräume und sogar einen Pool. Es waren große Zelte aufgebaut, die sich je drei Personen geteilt haben. An Matratzen und Decken wurde auch gedacht. Außerdem gab es ein großes Küchenzelt.

Unsere Gruppe bestand aus zehn Teilnehmern (aus Japan, Süd-Korea, Taiwan, der Türkei, Kanada, Russland und Deutschland), zwei Teamleaderinnen und zwei Technical-Leaders. Vom ersten Tag an, hatten wir einen tolle Gruppengemeinschaft. Da immer in unterschiedlichen Gruppen gekocht, geputzt oder gearbeitet wurde, kam jeder mit jedem in Kontakt.

Die ersten Tage dienten dem Kennenlernen und der Organisation. Wir lernten unseren Arbeitsplatz und die Umgebung kennen. Hierzu bekamen wir Fahrräder, um alles zu erkunden. Außerdem wurden wir von Sponsoren und der Bürgermeisterin bei einem Treffen willkommen geheißen. Die ganze Zeit über, wurden wir von den Anwohnern freundlich aufgenommen und auch unsere Teamleaderinnen kümmerten sich um jedes unserer Anliegen.

Die Freizeit
Allgemein konnten wir uns über einen Mangel an Aktivitäten nicht beschweren (Fahrradtour, Ausflug nach La Rochelle und auf eine Insel, Stadtrundfahrt, Straßenfest, Essen gehen Strandbesuch, etc.). Der Museumsleiter von Fouras, der das Projekt betreute, kam uns oft besuchen und organisierte tolle Überraschungen und Aktivitäten für uns. So gab es eine Museumsführung, eine Bootstour oder ein Boot Camp am Museum, mit Klettern, Kickboxen und einer Kajaktour (Muskelkater garantiert). Manchmal machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn während es in Deutschland um die 30°C heiß war, regnete es in Woche zwei durchgehend. Aber für solche Fälle gibt es ja Kartenspiele und manchmal konnten wir, aufgrund des Wetters nicht arbeiten, was uns gefreut hat. Obwohl es dazu gar keinen Grund gab.

Die Arbeit
Mit vier Stunden Arbeit am Tag, inklusive einer halben Stunde Pause mit Kaffee und Kuchen, hatten wir es gut getroffen. Es wurde sehr auf Arbeitssicherheit geachtet (ständig wurden wir ans trinken erinnert) und unsere Technical-Leaders haben uns gut betreut. Sie sorgten immer für Spaß an der Arbeit und mit einem Sitznachbar, mit dem man sich gut unterhalten konnte, verging die Zeit wie im Flug.

Unsere Arbeit war in vier Schritte unterteilt:

1. Wand von Pflanzen und Erde (und Schnecken) befreien

2. Mit Hammer und Pickel den alten Zement aus den Fugen schlagen

3. Neuen Zement in die Fugen streichen

4. Zementreste abbürsten

Bis auf schmerzende Arme vom Zement schlagen, hat es Spaß gemacht. Wir kamen sogar so gut voran, dass unsere Gruppenleiter als Überraschung die Wand abgebürstet haben und wir so die letzten Tage frei hatten. Nach der Arbeit, hatte das Cooking-Team jeweils bestehend aus zwei Personen das Essen am jeweiligen Tag vorbereitet. Es gab immer genug Auswahl.

Fazit
Insgesamt war das Camp toll organisiert, auf unsere Wünsche angepasst und es wurde viel für unsere Gruppendynamik getan. Ein Treffen der Gruppe ist für 2021 in Nepal geplant und falls das nicht klappt, gehe ich mit einem Haufen Erfahrung, tollen Erinnerungen und einem tränenreichen Abschied daraus zurück!

 

Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.