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Anreise
18.30, Bahnhof Lannemezan


Noch eine halbe Stunde bis wir abgeholt werden. Nach ewigem Warten in Toulouse (wo ich, wie um alle Klischees zu erfüllen, überpünktlich war, genaugenommen 12 Stunden vor Treffzeitpunkt ) erscheint mir das wie die Erlösung.

Name:Vera S.Alter:18Einsatzstelle:BareillesInhaltliche Ausrichtung:RENO

 Ob die alle zum Workcamp kommen? Wahrscheinlich nicht... Ich könnte ja mal Konversation machen, vielleicht mit dem Mädchen dort, das schaut nett aus. Wie spreche ich sie am besten an? Hallo, ich beobachte dich schon seit 10 minuten und rätsle ob du auch hier für das Workcamp bist? -
"Hi! Ich bin Grecia"
Oh - gut, dass Telepathie noch funktioniert!
"Bist du auch für Concordia hier?" [...]
Und so habe ich meine erste Freundin im Camp gefunden.
Um halb 10 waren wir dann komplett am Esstisch versammelt. Die Bilanz: 6 Franzosen, 2 Mexikaner, 1 Italiener und ich. Hatte ich mich nicht neulich erst über meine eingerosteten Französisch Kenntnisse beschwert? Das Schicksal ist mir wohlgesonnen.

Freizeit
Am zweiten Abend kam dann die essentielle Frage auf: Was für Kartenspiele kennt ihr? Nach ein paar Runden "Arschloch" zum Aufwärmen (das ist neben UNO scheinbar das einzige universelle Kartenspiel) packt dann jemand seinen Pokerkoffer aus "Lets play".. Sau gerne, aber kann mir bitte jemand Poker erklären? Ja, also man hat zwei Karten auf der Hand und wettet darauf wie unwahrscheinlich die Kartenkombination zusammen mit den Tischkarten ist. Easy? Easy.

Daneben haben wir natürlich auch Ausflüge unternommen. Zum Beispiel an den traumhaften Lac de Barreilles oder zum Canyoning.

Auch gab es einige Begegnungen mit den Dorfbewohnern (nein, nicht wie in Werwolf, was übrigens auch ein recht universelles Spiel ist). Gleich am ersten Wochenende gab es eine kleine Vorstellungsrunde, für die das Dorf lokales Essen mitgebracht hat.

Das Essen
In den ganzen drei Wochen gab es nur zweimal Nudeln und dreimal Reis, und das bei zwei warmen Mahlzeiten am Tag! Von Tortillas über Lasagne bis hin zu Tiramisu, das Essen war einfach göttlich!

Die Arbeit
War es eine alte Mühle (Anno 1800) zu renovieren. Ein Teil der Arbeit war es ein Loch in der Mauer mit Steinen und Mörtel zu füllen. Vereinfacht gesagt ist es wie Tetris und Mörtel ist der Joker.
Außerdem war das Dach löchrig, weshalb wir die Dachbalken ausgetauscht und das Dach neu gedeckt haben.
Außerdem cool: wir haben schneller gearbeitet als erwartet und hatten deswegen die letzte Woche für Freizeitaktivitäten.

 

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