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Im Land der Elfen und Trolle

Hallo angehende Workcampler, wir sind Ende September, nachdem wir diesen Sommer unser Abitur gemacht haben, zu unserem allerersten Workcamp nach Island aufgebrochen.

 

Da mitunter auch ein paar unerwartete Überraschungen auf uns warteten, ...

Name:Lena H. und Sandra W.Alter:18 und 18 JahreEinsatzstelle:WF Farm in ReykjavíkInhaltliche Ausrichtung:Umweltschutz

wollen wir unsere Erfahrungen gerne mit Euch teilen, damit ihr gut gerüstet in Eurer isländisches Workcampabenteuer starten könnt!

 

Die Anreise

In Keflavík am Flughafen angekommen, stellten wir uns mit unserem Riesengepäck direkt an den Ticketschalter für den Flybus. Mit umgerechnet jeweils ca. 20€ weniger in der Tasche ging es dann 45min  in Richtung Haupstadt. An dieser Stelle gleich der erste Weise-Reise-Tipp von uns: Auf Eurem Infosheet findet ihr die Info, dass ihr ein 50%-Voucher für den Flybus erhaltet, wenn ihr Euch vorher bei der isländischen Organisation meldet. Also nicht vergessen!

Das WF Hostel

Die Tage vor Eurem Workcamp könnt ihr im "White House", der Unterkunft der isländischen Organisation, zu einem für Island vergleichsweise günstigen Preis (25€ pro Nacht inkl. Frühstück) verbringen. "Hostel" ist vielleicht nicht die richtige Bezeichnung, es ist wirklich sehr basic und genauso wie Worldwide Friends Iceland durch und durch chaotisch. Die Unterkunft erinnert eher an eine private Wohngemeinschaft, Rezeption oder Empfang gibt es nicht, das Office ist da, "wo der Laptop ist" und zum Frühstück gibt es Toast mit Hazelnut Spread. Die Atmosphäre ist dafür sehr gelassen und offen, man kommt mit vielen Reisenden und auch zukünftigen Mitfreiwilligen sofort ins Gespräch und so kommt richtiges Backpacker-Feeling auf :)

Das Workcamp

Morgens zum angesetzten Workcampbeginn kletterten wir mit den anderen Volunteers in den Minibus, der uns zur Farm unseres Camps bringen sollte. Fünf Minuten vor der Abfahrt wurde noch schnell die Workcamp-Fee eingesammelt und wir mussten etwas überrascht auch noch ca. 50€ für den Minibus zahlen, von dem wir für dieses Workcamp (am Rande Reykjavíks) bis zu diesem Zeitpunkt nichts gewusst hatten. Aus dem Transport wurde dann allerdings überraschenderweise eine Exkursion, die Golden Circle Tour, womit sich der Preis definitiv ausgezahlt hat. Einen Wasserfall, die Spalte zwischen den Kontinentalplatten und einen Geysir gesehen, wurden wir nachmittags erschöpft vor der Haustür der kleinen Farm abgeliefert, wo unser Workcampleader auch schon auf uns wartete. Die "Farm" ist ein süßes Häuschen, sehr sauber, mit mehreren Zimmern für die Volunteers, Gemüsegarten, Green House und einer Hand voll Hühnern. Ansonsten allerdings nicht so farmig, wie man vielleicht denken mag, außer den Volunteers und den Tieren lebt und arbeitet hier niemand.
Unseren ersten Abend verbrachten wir, insgesamt 11 Freiwillige und zwei Campleader, mit lustigen Integration Games, wie bspw. dem Pronunciation Game. Hierbei hat sich jeder ein schwieriges Wort in seiner Landessprache ausgesucht (vertreten waren in unserem Camp Mexiko, Frankreich, Polen, Südkorea, Deutschland, Italien und China), welches die Anderen versuchen mussten, so gut wie möglich auszusprechen. Ein Knoten in der Zunge war vorprogrammiert!
Arbeit und Freizeit waren auf der Farm ziemlich ausgeglichen. Eingeteilt in "Power Teams" arbeiteten wir meist den halben Tag am Green House, kümmerten uns um die Hühner oder ums Kochen, während uns die Farmkatze schnurrend um die Beine schlich. Ansonsten erkundeten wir die Gegend, kraxelten den nächstgelegenen Berg hoch, bauten Möbel für die Farm aus dem herumliegenden Holz und freuten uns fast jeden Abend über die Nordlichter, welche um diese Jahreszeit normalerweise erst langsam aus der Sommerpause zurückkehren.
Einen Tag verbachten wir auch im Schwimmbad, in Island ein ganz besonderes Erlebnis, und deshalb auch unser nächster Weise-Reise-Tipp: Definitiv die Schwimmsachen einpacken und mit dem Linienbus von der Farm (ca. 30min, 3€) in eins der unzähligen Schwimmbäder Reykjavíks fahren..

Exkursionen

Wir hatten die Möglichkeit, drei Exkursionen zu machen: Die am Anfang erwähnte Golden Circle Tour, dann eine zweitägige Tour in den Süden Islands mit Übernachtung und eine Tour in den Westen auf die Halbinsel Snæfellsnes.
Diese waren theoretisch alle obligatorisch und so blieben beispielweise vier Volunteers und eine Campleaderin während der zweitägigen Tour auf der Farm. Da wir zwei Campleader hatten, war es bei uns kein Problem sich sonst auch gegen die Exkursion zu entscheiden, wie das in Camps mit nur einem Campleader funktioniert, wissen wir nicht genau. Es wird nämlich meistens davon ausgegangen, dass alle die Exkursionen mitmachen, welche jedoch noch einiges an Extrakosten bereithalten, sich dafür aber wirklich lohnen.. Weise-Reise-Tipp: Auf jeden Fall mit etwas mehr Kosten rechnen als nur Workcamp-Fee und Minibus.

Empfehlenswert?

Auf jeden Fall! Wir hatten wahnsinnig viel Spaß, man lernt unglaublich viele Leute aus unterschiedlichen Ländern kennen und wächst mit den anderen Volunteers zu einer kleinen Familie zusammen, sodass der Abschied am Ende wirklich schwer fällt.

Weitere Weise Reise Tipps

  • Unbedingt einpacken für Euer Islandabenteuer: Schwimmsachen, Wanderschuhe, Rezepte, Reiseföhn (zumindest für Mädels), einen kleinen Rucksack für Ausflüge
  • Waschmaschinen und Waschpulver sind sowohl auf der Farm als auch im WF Hostel vorhanden
  • Skyr probieren! Isländischer Fruchtzwerg in groß :)

 

Der Inhalt der Berichte liegt in der Verantwortung der jeweiligen Autorin / des jeweiligen Autors.